1904: Frédéric Mistral (1830 – 1914)
Frédéric Mistral war der Sohn eines Bauern. Geboren wurde er 1830 in Maillane in Frankreich. Schon als junger Dichter und Linguist wusste er sich für die provenzalische Literatur einzusetzen. Nachdem er zunächst einmal Jura studierte, ließ er sich an seinem Geburtsort Maillane nieder. Hier war er an der Gründung der sogenannten Félibrige-Bewegung beteiligt. Inhalt und Ziel dieser Bewegung war es, die provenzalische Sprache in der Literatur zu erhalten.
Im Laufe der Jahre setzt sich Mistral immer mehr für die Félibige-Bewegung ein, sodass er 1859 zur Spitze dieser Bewegung gehört. Im selben Jahr veröffentlicht Mistral sein bedeutenstes Werk Mirèo. Dies handelt dabei um die Tochter eines Bauern, die bereitwillig für die Liebe kämpft. Mirèo stützt sich auf Motive des bekannten Jeanne-d`Arc-Mythos. In jedem Fall wurde dieses Werk zahlreich gelobt und preisgekrönt, unter anderem von der Académie Francaise. Mistrals guter Ruf basiert hauptsächlich auf diesem Werk. 1863 wurde es sogar vertont.
Auch politisch war Mistral sehr engagiert. Er setze sich sowohl für die Nationalitätenbewegung des 19. Jahrhunderts ein, als auch für die Unabhängigkeit der Provence im Vergleich zum Rest Frankreichs. Die Werke Mistrals, die vor allen Dingen aus epischen Texten, Erzählen und auch Dichtungen bestehen, sind stets in französischer Sprache geschrieben – Mistral hat sie eigenhändig ins Französische übersetzt.
Innerhalb von 20 Jahren erstellt Mistral ein Wörterbuch der provenzalischen Sprache. In diesem Werk findet man auch zahlreiche Dialekte vor, die in der Provence existieren. Im Jahre 1904 erhält Mistral dafür den Literaturnobelpreis. Das sogenannte Wörterbuch »Lou Trésor dóu Félibrige«, entstanden zwischen 1879 und 1886 wird preisgekrönt. Besonders hervorgehoben wird in der Preisverleihung, dass Mistral künsterisch, geistreich und frisch dichtet. In seinen Werken fühlt sich der Bürger verstanden und in seiner eigenen Welt widergespiegelt.Mistral erschien nicht persönlich, um den Literaturnobelpreis in Empfang zu nehmen. Er beauftragte einen Minister damit, den Preis abzuholen. Das Geld, welches der Nobelpreis mit sich brachte, nutze Mistral für den Ausbau seiner “Museon Arlaten”.
Am 25. März 1914 starb Frédéric Mistral dort, wo er auch geboren wurde: In Maillane. In Maillane lebte Mistral sein Leben lang, bishin zu seinem Tod, nur kurze Zeit verbrachte er außerhalb in Paris.
Bücher des Autoren

Pastori. Ediz. italiana e occitana
10,95 Euro
Memories of Federic Mistral
17,95 Euro
Mireille, Texte et traduction
17,95 Euro
Mémoires et Récits. Traduction du provencal. Présentés par Jacques-Henry BORNECQUE. Illustrations de L.Schulz.
17,95 Euro
Lou Tresor dou felibrige ou Dictionnaire provencal-francais.Embrassant les divers dialectes de la langue d oc moderne. Edition du centenaire / Frederic Mistral ; sous la direction de V. Tuby. Reimpressió de l'edició de París, 1932.En 4 v. Tome premier: Pr
17,95 Euro





