1917: Karl Gjellerup (1857 – 1919)
Der dänische Schriftsteller Karl Gjellerup wurde am 2. Juni 1857 in Roholte auf Seeland geboren. Er war der Sohn eines Pastors. Geprägt durch das Elternhaus, vor allen Dingen durch seinen Vater, entschloss sich Gjellerup zunächst einmal dazu, ebenfalls Pastor zu werden; er studierte evangelische Theologie in Kopenhagen. 1878 schloss er dieses Studium ab und widmete sich ganz der Literatur. Schon in seiner Studienzeit veröffentlichte Gjellerup sein erstes Buch.
Mit diesem Buch, was auf deutsch übersetzt „Ein Idealist, eine Beschreibung von Epigonus“ heisst, erregte Gjellerup viel Aufsehen. 1883 reiste Gjellerup nach Deutschland und Griechenland. Er heiratete eine deutsche Frau (die übrigens die Cousine von Georg Brandes gewesen ist), Gjellerup ließ sich in Deutschland nieder. Er lebte von diesem Zeitpunkt an in Dresden. Er beschäftigte sich mehr und mit dem Christentum, dem Atheismus und später zunehmend auch mit dem Buddhismus.
Die Tragödie Brynhild aus dem Jahre 1884 wird früher wie heute als Gjellerups Durchbruchs-Werk gesehen. Brynhild widmete er seiner Frau, die übrigens eine gebürtige Dresdnerin war. Seine Werke veröffentlichte Gjellerups in den ersten Jahren auf Dänisch, Anfang der 90er Jahre publizierte er vermehrt auf Deutsch. Die deutsche Sprache ging ihm in Fleisch und Blut über, da er sich nun entgültig in Dresden niedergelassen hatte. Seine Frau und er verständigten sich ausschließlich in deutscher Sprache. Neben Deutsch sprach Gjellerup auch Englisch, Französisch und Griechisch. Gjellerup hatte einige Vorbilder, die in deutscher Sprache schrieben; dazu gehörten beispielsweise Schiller, Heine, Kant und Goethe.
Im Jahre 1917 bekam Gjellerup, gemeinsam mit Henrik Pontoppidan, den Literaturnobelpreis. Preislich gekrönt wurde Gjellerup aufgrund seiner „vielseitig reichen und von hohen Idealen getragenen Dichtung“. Gjellerup befasste sich sein ganzes Leben lang mit der Suche nach einer Wahrheit, die man auch in seinen literarischen Werken vernehmen kann. Da 1917 der Erste Weltkrieg statt gefunden hat, konnte es keine Zeremonie im Rahmen der Literaurnobelpreisverleihung geben. Aufgrund dessen konnte Gjellerup die Medaille und wie die Mappe nicht vor Ort in Empfang nehmen; sie wurde ihm dann ein Jahr später per Post zugeschickt. Das Geld, welches er mit dem Nobelpreis bekam, investierte Gjellerup in einen Lebenstraum: Er kaufte die „Villa Baldur“ in Dresden. Am 11. Oktober 1919 starb Gjellerup in Dresden.
Bücher des Autoren

Seit ich zuerst sie sah
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Der goldene Zweig
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Das Weib Des Vollendeten: Ein Legendendrama
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Der Pilger Kamanita: Ein Legenden-Roman (German Edition)
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Das Weib Des Vollendeten: Ein Legendendrama (German Edition)
30,95 Euro
Die Gottesfreundin: Roman (German Edition)
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Pielgrzym Kamanita
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Der Pilger Kamanita
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Der Pilger Kamanita
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Richard Wagner in seinem Hauptwerke 'Der Ring des Nibelungen'.
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Der Pilger Kamanita : ein Legendenroman.
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Der Pilger Kamanita
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Der Pilger Kamanita. Legendenroman
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