1922: Jacinto Benavente y Martínez (1866-1954)
Jacinto Benavente y Martínez wurde am 12. August 1866 in der spanischen Hauptstadt Madrid geboren. Sein Elternhaus galt als sehr reich und wohlhabend. Dies hängt damit zusammen, dass Martínez Vater Kinderarzt gewesen ist. Als Martinez 19 Jahre alt war, wurde ihm das hart erarbeitete Vermögen des Vaters gutgeschrieben. Martinez brach dahingehend sein Jurastudium ab. Eigentlich hatte er damit nie beginnen wollen, jedoch wusste der Vater Martinez unter Druck zu setzen.
Auf seinen Wunsch hin startete er also das Studium, welches ihn zum Rechtsanwalt, Richter oder Notar hätte ausbilden sollen. Als Martinez wieder zurück nach Spanien kam, begann er zu schreiben. Er fing bei diversen Zeitschriften und Zeitungen an, seine Lust zu schreiben auszuleben. Kurze Zeit später publizierte Martinez seine ersten Gedichte. 1893 war für Martinez das Jahr der großen Erfolge: Zum einem brachte er seine erste Gedichtsammlung heraus, zum anderen erschien sein Werk Cartas de mujeres. Dies wurde zunächst einmal kritisch betrachtet, brachte schlussendlich aber doch großen Erfolg. Martinez gefiel die Arbeit in der Redaktion von Zeitungen und Zeitschriften, und so beschloss er im Jahre 1899, Leiter der literarischen Zeitschrift Vida literaria, die sich im späteren Verlauf satirische Madrid Comico nannte, zu werden. Im Jahre 1912 wurde Martinez zum Mitglied der Königlich Spanischen Akademie gewählt. Die Akademie machte es sich zur Aufgabe, regelmäßig Wörterbücher herauszubringen. Mitgliedern der Spanischen Akademie war es wichtig, nicht nur neue Wörter in den Sprachgebrauch aufzunehmen, sondern auch die Details der spanischen Sprache zu reflektieren und zu modellieren.
Geprägt u.a. durch seine Erfahrungen als Schauspieler, wurde Martinez im Jahre 1920 Direktor des Spanischen Nationaltheaters. Auf sein ganzes Leben verteilt war er der Verfasser von circa 170 Theaterstücken. Er gilt als Mitgründer des Spanischen Theaters. Von 1947 bis zu seinem Tod im Jahre 1954 war Martinez der Ehrenpräsident des Internationalen Schriftsteller-und Komponistenverbands. Martinez starb am 14.Juli 1954; er blieb bis zu seinem Tod unverheiratet.








