1929: Paul Thomas Mann
In Lübeck gebar am 06. Juni 1875 Paul Thomas Mann, einer der anerkanntesten deutschen Schriftsteller. Seine Werke sind unübertrefflich, er bindet an die Erzähltechniken des 19. Jahrhunderts an. Der Charakter seiner Prosa zeichnet sich insbesondere durch die ironische Haltung und heitere Ambiguität aus. Sein erster Roman „ Buddenbrooks“erreicht, aufgrund seines Sprachstils der jeweiligen Thematik höchste Prägnanz und erhielt damit 1929 den Nobelpreis für Literatur. Seine Euphorie zur Literatur projizierte Mann mit großer Begeisterung auf seine Nachfolger Erika, Klaus und Golo, drei seiner sechs Kinder.
Thomas mann lernte 1904 Katharina „ Katja“ Pringsheim kennen, sie war die Enkelin der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm. Der Schriftsteller verliebte sich so sehr in sie und warb ununterbrochen um Katja Pringsheim, obwohl Mann bis 1901 eher homoerotische Phrasen nieder schrieb, wie in seinen Tagebüchern über Paul Ehrenberg an seinen Bruder Heinrich. Seine Homosexualität lebte er jedoch nie aus. Er heiratete schließlich seine Katja Pringsheim und entschied sich damit für ein geordnetes Leben und trat in einer der angesehensten Familien Münchens ein. 
Frau Katja Pringsheim zögerte zunächst, so fand die Eheschließung erst am 11. Februar 1905 statt. Diese Brautzeit verbreitet er literarisch in seinem Roman „ Königliche Hoheit“ von 1909. Pringsheim und Mann wurden Eltern von sechs Kindern. 1912 wendete sich das Glück des Ehepaares, Ärzte diagnostizierten bei Katja Turbokulose und sie musste zur Besserung nach Davos. Thomas Mann war so sehr von der Atmosphäre Davos angetan, das er den Roman „ der Zauberberg“ schrieb. Ein langwieriges Projekt, das 1913 begann und erst 1924 vollendet wurde.
Am 12. August 1955 starb Paul Thomas Mann in Zürich.

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