1945: Gabriela Mistral
Am 07. April 1889 wurde Gabriela Mistral in Chile geboren. Sie war eine chilenische Dichterin und Diplomatin. 1945 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.
Geboren wurde Gabriela Mistral als Lucila Godoy Alcayaga in einem Dorf in den Anden. Sie stammt aus einer baskisch- indischen Familie, ihr Vater war Lehrer und verließ die Familie, als Gabriela Mistral drei Jahre alt war. Im Alter von 16 Jahren fing G. Mistral an als Hilfslehrerin zu arbeiten, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Kurze Zeit später fing sie an zu schreiben und es dauerte wiederum nicht lange und ihre Texte wurden 1905 in den Zeitungen „ La Voz de Elqui“ und „ Diario Radical de Coquibo“ publiziert.
Vier Jahre später nahm sich ihr Geliebter, Romelio Ureta, das Leben, nach dem eine von ihm Unterschlagung ans Licht kam. In ihrem Werk „ Sonetos de la Muerte“ verabeitete G. Mistral dieses tragische Ereignis und bekam für dieses Meisterwerk den chilenischen Literaturpreis und wurde in ganz Lateinamerika bekannt. Im Zeitfenster 1906 bis 1922 arbeitete sie weiterhin als Lehrerin. Nach dem Tod ihres Geliebten bestand sie ihr Lehrerinnenexamen. Aufgrund ihres Berufes als Lehrerin zog sie nach La Serena, Traiguen, Barrancas, Antofagasta, Punta Arenas, Los Andes, Santiago und Temuco. 1921 wurde Gabriela Mistral Direktorin einer der bewährtesten Schulen für höhere Töchter in Santiago de Chile. Im selben Jahr erschien auch ihr zweites Gedichtband „ Desolacion“ ( Trostlosigkeit). Diese Gedichtreihe fand internationale, hochgradige Anerkennung. Wie jenes Gedichtband handeln all ihre Schriften von Hoffnung, Liebe und Tod.
Nach ihrer zeit als Lehrerin lebte Gabriela Mistral primär im Ausland, wurde vom mexikanischen Kulturministerium nach Mexiko eingeladen, um an der dortigen Schulreform mitzuwirken. Später ging sie in die USA und nach Europa. 1930 nahm sie eine Stelle als Gastprofessorin am Barnad College der Columbia University in New York und am Vassar College in Poughkeepsie an. Drei Jahre später trat sie in den chilenischen diplomatischen Dienst ein und dirigierte das Konsultat in Madrid. In den folgenden Jahren vertrat sie Chile in Spanien, Brasilien,in den USA und Portugal. Zu Zeiten des zweiten Weltkrieges hielt sie sich in Brasilien auf und lernte dort das Ehepaar Lotte und Stefan Zweig kennen, mit denen sie eine enge Freundschaft verband. 1942 begingen die Zweigs, sowie Mistrals Adoptivsohn Suizid.
Im hohen Alter wird bei Gabriela Mistral Krebs diagnostiziert und somit war sie gezwungen sich der Öffentlichkeit zu entziehen. 1954 ging sie noch einmal nach Chile zurück, wo ihr ein ehrenswerter Empfang bereitet wurde. An den Folgen ihrer Krebserkrankung starb sie 1957 in ihrem Haus in New York.
Ihr zu Ehren wurde 1979 der interamerikanische Gabriela- Mistral- Preis für Kultur gestiftet. Der peruanische Poet Antonio Cisneros und der britische Rocksänger Sting sind unter anderem bisherige Preisträger des interamerikanischen Gabriela- Mistral- Preis.

Kommentare