1952: François Mauriac ( 1885 – 1970 )
François Mauriac gilt als einer der größten französischen Schriftsteller des 20.Jahrhunderts und hinterließ durch eine Vielzahl von Romanen und politischen Dossiers bleibenden Eindruck.
Am 11.Oktober 1885 wurde er als jüngstes von fünf Kindern in Bordeaux geboren. Nach dem Tod des Vaters, der als gestandener Kaufmann den Lebensunterhalt der Familie verdiente, wuchs er bei der streng katholischen Mutter und seinen Großeltern auf. Mauriac besuchte vom Kindesalter ab kirchliche Privatschulen und begann im Alter von 18 Jahren mit dem Studium, welches ihn über Bordeaux in die Hauptstadt Frankreichs führte und die wesentlichen Grundprinzipien der Literatur näherbrachte. In Paris war für ihn anfänglich eine Ausbildung als Archivmitarbeiter geplant, doch entfernte er sich diesem Zweig schnell und schenkte dem Journalismus und der Literatur größere Beachtung. Der immer noch sehr religiöse Mauriac widmete sich der Ausarbeitung von Gedichten, die in der Folge von ihm in gesammelten Bänden veröffentlicht wurden. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges, für den er ausgemustert und lediglich als Sanitäter in Frage kam, begann sich Mauriac zunehmend mit dem Verfassen von Romanen zu beschäftigen.
Zu dieser Zeit vermählte er sich auch und wurde in relativ kurzem Zeitraum Vater von drei Kindern, denen einige Jahre später ein viertes folgen sollte. Mit „Le baiser au lépreux“ (Der Aussätzige und die Heilige) gelang Mauriac 1922 ein wahres Meisterstück, welches verantwortlich für den seinen Durchbruch war. Es folgten einige weitere Romane, die sich vor allem mit den sozialen Charakteristika der verdienenden Gesellschaft beschäftigen und die Mitgliedschaft in der Französischen Akademie. Nach einer gefährlichen Operation am Kehlkopf inmitten der 30er-Jahre widmete sich Mauriac mehr politischen Fragen und wandte sich sehr kritisch gegen die nationalsozialistischen Ideologien von Mussolini und Hitler. Unter dem Synonym Forez schrieb er in der Folge gegen alles, was Unrecht am Menschen war, unter anderem übte er auch Kritik an der späteren Außenpolitik Frankreichs in Bezug auf Asien und Afrika. Diese Tätigkeit sollte sich auszahlen, so erhielt er auch aufgrund der politischen Texte 1947 die Ehrendoktorwürde, sowie 5 Jahre später den Nobelpreis für Literatur. Nach der Fertigstellung einer Biografie über Charles de Gaulle und seinen eigenen Memoiren verstarb einer der größten Romanciers der Literaturgeschichte am 1.September 1970 in Paris.

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