Auhtor: Benjamin Jendro
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1956: Juan Ramón Jiménez (1881-1958)

spanien flagge gross 1956: Juan Ramón Jiménez (1881 1958)Der gebürtige Spanier Juan Ramón Jiménez erlangte vor allem durch seine lyrische Darstellung der Geschehnisse in Andalusien vor dem Ersten Weltkrieg internationalen Ruhm und schließlich den Nobelpreis für Literatur.


2008052965Juan Ramon Jimenez 1956: Juan Ramón Jiménez (1881 1958)Am Heiligabend des Jahres 1881 wurde er als Sohn eines durchaus vermögenden Weinkaufmanns in der andalusischen Stadt Moguer geboren. Der Schulausbildung am Jesuitenkolleg zu Cadiz folgte zunächst ein Jurastudium in der Metropole Sevilla. Doch schon hier zeigte sich seine eigentliche Berufung und so war es ein Leichtes für ihn, der Einladung des Schriftstellers Francisco Villaespesas, der auf Jiménez` kleine Gedichte in Zeitungen aufmerksam wurde, ihn doch in Madrid zu besuchen. Großer Mentor in der folgenden Zeit sollte der Nicaraguaer Ruben Dario sein, mit dessen Hilfe der relativ zurückhaltende Jiménez seinen ersten Gedichtband veröffentlichte. Doch sein Glück wehrte nicht lange, so folgten als Reaktion auf den überraschenden Tod des Vaters nicht  nur arge finanzielle Nöte, sondern auch Depressionen, die den Autor fast in den Suizid drängten.


Der Wechsel zurück ins andalusische Moguer und starke psychologische Behandlung im Sanatorium waren schließlich notwendig, um ihn zurück ins Leben zu holen. 1913 lernte er Zenobia Camprubí Aymar kennen, die ihm später als Ehefrau an seine Seite stand und ihn auf den folgenden Reisen begleiten sollte. Jiménez ging als Botschafter nach Washington, kam nach New York, Florida, Kuba und Südamerika. Besonders in Kuba feierte der Vertreter des Modernismus großen Erfolg und sollte schon bald als Vorbild für jüngere Autoren gelten. Unter den Werken, die trotz des langen Aufenthalts in den USA allesamt in spanischer Sprache verfasst wurden, gilt  „Platero y yo“ (Platero und ich), in welchem er in Miniaturprosatexten  die Gespräche zwischen Mensch und Esel als Darstellung der vor dem Krieg herrschenden Verhältnisse darlegt, als entscheidendstes Werk. Ab 1951 lebte  Jiménez zusammen mit seiner Frau in Puerto Rico, das er auch nach ihrem Tod als Folge eines Krebsleidens aus dem Jahre 1956 nicht mehr verließ. Ein Jahr mit Licht und Schatten, so erhielt er ebenfalls 1956 den Nobelprei für Literatur. Zurückgezogen verlebte er noch zwei einsame Jahre, bis er am 19.Mai 1958 selbst den Tod erleiden musste.


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