Auhtor: Benjamin Jendro
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1967: Miguel Ángel Asturias (1899 – 1974)

guatemala 1967: Miguel Ángel Asturias (1899 – 1974)Miguel Ángel Asturias war der erfolgreichste Schriftsteller Guatemalas und so wird ihm aufgrund seiner unnachahmlichen Darstellung lateinamerikanischer Mythen auch heute noch, 35 Jahre nach seinem Tod, große Begeisterung entgegengebracht.

In der Ciudad de Guatemala wurde Asturias am 19.Oktober 1899 als Sohn einer Indianerin und eines angesehenen Richters geboren. Die Entschlossenheit seines Vaters, der sich vehement gegen die ihm aufgetragene Liquidierung revolutionärer Studenten wehrte, wurde nur 5 Jahre nach der Geburt des einzigen Sohnes zum Verhängnis. So wurde die Familie aus der Hauptstadt verbannt und musste nach Baja Verapaz umsiedeln. Mit Beginn seiner Volljährigkeit begann Asturias mit dem Medizinstudium, wechselte aber schon nach kurzer Zeit in die Bereiche Publizistik und Jura. 1923 zog es den späteren Erfolgsautor nach Europa. Doch auch das anfänglich geplante Ökonomie-Studium in London brach Asturias ab. So fand er auch auf dem neuen Kontinent erst im zweiten Anlauf das richtige Fach. Der Wechsel nach Paris, wo er 1926 schließlich ein Studium für Religions- und Völkerkunde abschließen konnte, sollte der entscheidende Schritt für den zukünftigen Weg sein. Asturias beschäftigte sich intensiv mit der Geschichte Lateinamerikas und den einzelnen Kulturen. Kurze Zeit nach dem Studium kam es zu ersten Veröffentlichungen, mit denen er sich weitere Reisen, die ihn durch die USA, Palästina und halb Europa führten, finanzieren konnte.

 1967: Miguel Ángel Asturias (1899 – 1974)1933 kehrte Asturias nach Guatemala zurück, wo er aber aufgrund der diktatorischen Verhältnisse unter Jorge Ubico weitgehend auf Veröffentlichungen verzichtete. Nach dem Sturz des Diktators trat er selbst auch in die Politik ein und arbeitete zunächst als Botschafter in Mexico-Stadt. In diese Zeit fallen auch die meisten seiner herausgegebenen Werke. So veröffentlichte er um 1950 herum eine Vielzahl an erfolgreichen Stücken, wie die ersten beiden Romane „Der Sturm“ und “Der grüne Papst” aus der später als Bananen-Triologie bekannten Sammelreihe, für die Asturias 1967 den Literaturnobelpreis erhalten sollte. Mit Zerfall der neuen Regierungsform beendete Asturias die Laufbahn als Botschafter und ging ins Exil nach Argentinien. Der erneute Umbruch in Guatemala war später ausschlaggebend, um erneut in den diplomatischen Dienst einzutreten. Asturias, welcher sich nach einem Aufenthalt in Genua nun in Paris aufhielt, bekam vom neuen Staatsoberhaupt Mendez Montenegro schließlich die Rolle des Botschafters in der französischen Hauptstadt. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er im diplomatischen Dienst und damit noch einzelne kleine Werke, wie Essays und Gedichte in Zusammenarbeit mit Pablo Neruda, herauszubringen. Miguel Ángel Asturias starb am 9.Juni 1974 in Madrid.


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