Auhtor: Benjamin Jendro
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1977: Vicente Aleixandre y Merlos (1898 – 1984)

spanien 1977: Vicente Aleixandre y Merlos (1898 – 1984)Der Spanier Vicente Aleixandre galt als eindrucksvoller Lyriker, der es in einer ganz besonderen Art schaffte, seine Bewunderer in den Bann zu ziehen und andere zum Lesen tiefgründiger Gedichte zu bewegen.

In der spanischen Stadt Sevilla wurde Aleixandre am 26.April 1898 als Sohn eines Bahnmitarbeiters geboren. Nach den ersten Jahren, die er in Malaga verbrachte, zog die Familie nach Madrid, wo er sein Jugendalter verlebte und später auch sein Studium absolvieren sollte. Eigentlich war nach dem Abschluss in den Fächern Jura und Wirtschaftswissenschaften eine große Laufbahn als angesehener Kaufmann geplant, doch Aleixandre musste aufgrund einer schweren Erkrankung in der Nierengegend einen anderen Weg wählen. So lernte der spätere Autor die Schauspielerin Carmen de Grenada, in deren Begleitung er längere Reisen durch einige europäische Länder, wie Frankreich oder Großbritannien unternahm, kennen. Nebenbei begann er sich langsam seiner eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben, zu widmen. Bereits ab 1925 galt dann sein komplettes Interesse dem Verfassen von Gedichten. Drei Jahre später, nachdem er schon einige kleinere Werke in Zeitschriften veröffentlichen konnte, brachte Aleixandre mit “Ambit“ seinen ersten Gedichtband heraus. 1934 wurde der Spanier dann mit dem Literaturpreis seines Landes ausgezeichnet und konnte so seine erste wirklich große Ehrung verzeichnen. Zwei Jahre später traf Vicente Aleixandre dann ein herber Schlag, der in der Zeit rund herum um den Zweiten Weltkrieg auch viele andere Autoren traf. Aufgrund seiner stark antifaschistischen Haltung wurde Aleixandre mit einem Publikationsverbot versehen und durfte so bis 1944 kein weiteres Werk offiziell verlegen, was ihn jedoch nicht davon abhielt, weiter heimlich zu schreiben und herauszubringen.

Vicente Aleixandre 1977: Vicente Aleixandre y Merlos (1898 – 1984)Der Mitgliedschaft in einigen Literaturverbänden des Landes und des gesamten Kontinents folgten weitere Ehrungen. Aleixandre machte zudem eine Art Entwicklung durch, die sein Schreiben während der Zeit mehrfach veränderte. Waren seine Werke zu Beginn der Schöpfung noch schwer zugänglich, von Pessimismus und Surrealismus gekennzeichnet, erschienen sie in der Mitte bereits wesentlich zugänglicher und mehr gefühlvoll, sowie einer sensiblen Gemeinschaft gewidmet. Die dritte Phase schnürt sich dann herum um den Gewinn des Literaturnobelpreises 1977. Aleixandre entwickelte eine zunehmende Nähe zum Umgang mit dem Tod, näherte sich dem Tragischen und beschrieb es in ausführlicher und ernüchternder Darstellung. Sieben Jahre nach dem Erhalt des Nobelpreises, am 14.Dezember 1984, verstarb Vicente Aleixandre in seiner Wahlheimat Madrid.


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