Auhtor: Benjamin Jendro
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1982: Gabriel García Márquez (1928 – )

kolumbien 1982: Gabriel García Márquez (1928   )Der kolumbianische Schriftsteller Gabriel García Márquez ist nach wie vor ein in Lateinamerika äußerst angesehener Autor, der es schafft in seinen Werken politische Missstände in ein literarisches Gesamtkonzept zu bringen und dadurch viele der Geschehnisse in einem tiefgehenden Spektrum darzustellen.

An der Karibikküste Kolumbiens in der Kleinstadt Aracataca wurde der Sohn eines Ehepaares, welches insgesamt 16 Kinder auf die Welt brachte, am 6.März 1928 geboren. Márquez erhielt im Alter von zwölf Jahren ein Stipendium, was ihn an eine angesehene Jesuitenschule brachte. Nach der Laufbahn als Schüler entschied er sich für ein Jurastudium, das er aber bereits nach drei Jahren abbrach und sich fortan seiner Leidenschaft, der Literatur, zuwendete. Als einsamer Poet zog er nun durch die Straßen von Kolumbiens Hauptstadt Bogota und schenkte vor allem den Werken von den Literaturnobelpreisträgern Hemingway und Faulkner großes Interesse. Eine Zeit, in der noch niemand ahnen konnte, dass er sich später einmal selbst in die Liste der großen Literaren der Geschichte einordnen sollte. Über Wasser hielt er sich zunächst mit Anstellungen bei einigen Zeitungen, für die er anfänglich mit kleineren Arbeiten Geld verdiente, später sogar den Posten eines festangestellten Redakteurs innehielt. Auf Auslandsreisen führten ihn seine Arbeiten quer durch die Welt, nach Rom, Paris, New York oder Barcelona. Trotz der nun größeren Einflüsse aus Gebieten, die sich auf den ganzen Globus verstreuten, schrieb Márquez vorwiegend über die politischen Missstände innerhalb Lateinamerikas. So war auch sein erster Roman „Laubsturm“, welcher 1955 erschien, gespickt mit eigener politsicher Meinung, die ihn in einen heftigen Disput mit Staatsoberhaupt Rojas führte. Zwischen 1959 und 1961 arbeitete Márquez als Korrespondent für die Presseagentur des Landes Kuba, mit dessen Staatspräsidenten Castro er eine freundschaftliche Beziehung hegte.

marquez 1982: Gabriel García Márquez (1928   )Im Exil, welches für ihn Mexico und Spanien darstellte und wo er letztendlich freiwillig hingegangen ist, verfasste Gabriel José García Márquez seine bedeutendsten und erfolgreichsten Werke. So entstanden weitere Erfolgsromane, wie „Hundert Jahre Einsamkeit“ 1967, der als sein großer Durchbruch anzusehen ist, oder acht Jahre später „Der Herbst des Patriarchen“. Nach einigen Ehrungen, die von nationalen Preisen bis hin zum Literaturnobelpreis 1982 reichen, widmete sich Márquez 1986 einer anderen Gattung und schrieb mit der Reportage „Das Abenteuer des Miguel Littín – Illegal in Chile“ einen absoluten Welthit, der nicht nur für großes politisches Aufsehen sorgte, sondern mit dem auch heute noch sein Name am Häufigsten in Verbindung gebracht wird. Seit 1998 ist der Politikkritiker Márquez Zeitungsbesitzer und wohnansässig in Mexico-Stadt.


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