Auhtor: Benjamin Jendro
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1992: Derek Alton Walcott (1930 – )

flagge st lucia 1992: Derek Alton Walcott (1930    )Der auf dem karibischen Inselstaat Saint Lucia geborene Derek Alton Walcott ist einer der begnadetsten Schriftsteller des gesamten Karibikraums und schafft es mit seiner einzigartigen Vernetzung multikultureller und historischer Einflüsse die Menschen zu erreichen.

Walcott wurde am 23.Januar 1930 als Sohn eines Beamten und einer Lehrerin in der Landeshauptstadt Saint Lucias, in Castries geboren. Nach Beendigung seiner schulischen Laufbahn, in der er weder besonders auffiel, noch herausragende Leistungen hervorbringen konnte, begann Walcott mit einem Kunststudium, für das er zunächst am Saint Mary´s College seiner Heimatstadt, später an der großen University of the West Indies auf Jamaika Vorlesungen und Seminare besuchte. Viel spricht Walcott auch heute noch nicht über seine Studienzeit, was vielleicht auch daran liegt, dass er zwar Kunst studierte, seine eigentliche Leidenschaft aber schon früh die Literatur sein sollte. Orientiert an großen, vorrangig europäischen Autoren wie Bertold Brecht, begann Derek Walcott bereits innerhalb der 40er-Jahre mit ersten literarischen Eigenversuchen. So entstand sein Erstlingswerk „25 Gedichte“, welches Walcott noch selber zu finanzieren hatte, bereits 1948. Ab 1956 widmete er sich dann vollauf dem Schreiben und arbeitet bis heute als freier Schriftsteller. Nebenbei übte er sich als Theater- und Kunstkritiker, wodurch sein Studium doch noch nützlich werden sollte. 1958 erhielt Walcott ein Rockefeller-Stipendium, welches ihn zu Jose Quintero, dem Begründer des Circle im Square Theatre in der amerikanischen Metropole New York, führte. Hier studierte er zwei weitere Jahre, was ihm später bei der Arbeit hilfreich zur Seite stehen sollte.

walcott 1992: Derek Alton Walcott (1930    )Lange Jahre vergingen, bis Derek Walcott 1962 mit einer weiteren Gedichtsammlung, die 1962 unter dem Namen „In einer grünen Nacht“ veröffentlicht wurde, auch für internationales Interesse sorgen konnte und schließlich den Durchbruch schaffte. Es folgten einige zahlreiche Gastprofessuren an namenhaften Universitäten. So lehrte Walcott unter anderem in Yale oder Princeton. 1992 erhielt er den Literaturnobelpreis, was seinen internationalen Ruf auf eine noch höhere Stufe klettern ließ. In den letzten Jahren hat Derek Walcott noch einige weitere recht erfolgreiche Werke, wie die Gedichtesammlung „Der verlorene Sohn“ oder das Drama „The Capeman“ herausbringen können. Heute lebt Derek Alton Walcott in seiner Wahlheimat Trinidad und besucht zu einigen kleineren Gastprofessuren die Vereinigten Staaten.


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