Auhtor: Benjamin Jendro
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1997: Dario Fo (1926 – )

italien 1997: Dario Fo (1926    )Dario Fo ist ein italienischer Erfolgsautor, der sich vor allem im Bereich des satirischen Theaters als Schauspieler, Regisseur und Erzähler einen Namen machte, wenngleich viele seiner Worte eine Provokation für Bestehendes darstellen.

In einem kleinen Dorf namens Sangiano am großen Lago Maggiore in Italien wurde Fo am 24.März 1926 geboren. Als Sohn einer Bäuerin und eines Eisenbahnangestellten, der sich ebenfalls einen Namen durch die Schauspielerei machte, kam er schon in jungen Jahren in Kontakt mit dem Theater. Nebenbei entwickelte er dank seines Großvaters, der ihm viel vorlas auch eine Verbindung zum Geschichtenerzählen. Nach Beendigung der Schullaufbahn zog Fo nach Mailand, wo er sich an der Kunsthochschule Brera für Kunst und Architektur einschrieb.

Während des Zweiten Weltkriegs bekämpfte Fo zusammen mit seiner Familie aktiv die faschistischen Handlungen der Regierung. So schmuggelte er mit seinem Vater mehrfach heimlich Flüchtlinge und Desserteure der Alliierten über die Grenze in die Schweiz. Selbst entzog er sich geschickt der Einberufung durch die Truppen des Diktators Salo. Nach Kriegsende nahm Dario Fo sein Studium wieder auf und entwickelte zunehmend noch größeres Interesse für das Theater. 1952 gab er im Teatro Odeon sein Schauspieldebüt. Zwei Jahre später lernte er seine spätere Ehefrau Franca Rame kennen, mit der er die Theatergruppe „Compagnia Fo-Rame“ gründete und mit der er noch heute zusammenlebt. Mit ihr an der Seite zog Fo für mehrere große Touren durch Italien und erfreute sich mit seinen Werken im Laufe der Jahre immer größerem Interesse des internationalen Publikums. Der wirkliche Durchbruch auf internationaler Bühne gelang Fo mit „Die Erzengel spielen nicht Flipper“, welches 1960 uraufgeführt wurde. Kurze Zeit später übernahm er die Moderation der Sendung „Canzonissima“, die aber aufgrund des skandalösen Programmes später wieder eingestellt wurde. Fo stellte zumeist das Leben einfacher Leute dar und bekam großen Zuspruch. Insbesondere die Darstellung eines von der Mafia getöteten Journalisten traf aber auf große Kritik aus Politikerkreisen. Fo erhielt darauf ein Auftrittsverbot innerhalb des Fernsehens.

fo 1997: Dario Fo (1926    )Seiner Gesinnung sollte das aber keinen Bruch tun, so legte sich Fo in folgenden Theaterstücken weiter mit gestandenen Institutionen der Regierung und sogar mit dem Vatikan an. So kritisierte der Glaubensstaat unter anderem die Auszeichnung Fos mit dem Literaturnobelpreis 1997 als nicht zu vertretbare Entscheidung. Neben dieser Auszeichnung erhielt Dario Fo weitere wie den Sonning-Preis der Universität Kopenhagen. Mittlerweile ist Fo selbst politisch aktiv, verlor aber die letzte Wahl für das Bürgermeisteramt in Mailand, trotz über 23 Prozent Wahlanteilen.


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