1931: Erik Axel Karlfeldt
Der schwedische Lyriker Erik Axel Karlfeldt wurde am 20. Juli 1864 in Karlbo bei Avesta geboren. Der Schriftsteller Karlfeldt stammt aus einer Beamtenfamilie und studierte in Uppsala unter anderem Pädagogik. Zischen 1892 und 1912 war er Lehrer und Bibliothekar. Im Jahre 1904 trat Erik Axel karlfeldt als Mitglied in die schwedische Akademie ( SvenskaAkademien) ein und wurde 1912 sogar zu ihrem Sekretär gewählt. Pflichtschuldig, der Neuromantik, fand Karlfeldt seine Motive und Rubriken in Sagen, Heimatgeschichte, Volksglauben und auch in der Bibel. 1931 erhielt Erik Axel Karlfeldt den Nobelpreis für Literatur und starb sogleich am 08. April 1931.

1930: Harry Sinclair Lewis

Harry Sinclair Lewis ist am 7. Februar 1885 in Sauk Centre, Minnesota geboren. Lewis war ein amerikanischer Schriftsteller und wurde einzig und alleine durch seine sozialkritischen und satirischen Romane berühmt. Er war der erste Amerikaner, dem 1930 der Nobelpreis für Literatur zugesprochen wurde. Als Sohn eines Arztes bestand sein Vater auf ein Studium und dies absolvierte er an der Yale- Universität und arbeitete später an der von Jack London in New Jersey gegründeten sozialistischen Schule. Lewis reiste viel und ließ sich denn noch übergangsweise in New York als Journalist und Übersetzer nieder bis er Privatsekretär von Jack London wurde. Sein erster Roman „ Hyke and the Aeroplane“ entstand 1912 und bekam kaum Beachtung. Erst zehn Jahre später erhielt er seine gebührende Aufmerksamkeit, aufgrund seiner Romane „ Babbit“, Dr. med. Arrowsmith und Elmer Gantry. Ihm war es äußerst wichtig eine explizite Darstellung und Kritik des us- amerikanischen Kleinbürgertums und Mittelstandes und erklärte seinen Lesern den Trug der Medizin oder der Gaukelei der amerikanischen Kleriker.
Seine unverholene Darstellung ließ in unbeliebt erscheinen, aber erlangte dadurch höchste Popularität. So entstand der Spitzname: „ der Staubaufwirbeler“. Mit „ Dr. med. Arrowsmith“ gewann Lewis den Pulitzerpreis, lehnte diesen aber ab, da der Protagonist für Amerika eine untypische Arztgestalt darstellte. Das Literaturkomitee war beeindruckt von der Literaturgestalt des Babbit und übergab 1930 den Nobelpreis für Literatur an Harry Sinclair Lewis.
Dorothy Thompson, Schriftstellerin, Journalistin und Gründerin der „ Weltorganisation der Mütter aller Nationen“ war seine Ehefrau im Zeitraum 1928 bis 1942. Aus dieser Ehe ging ein Sohn, Michael hervor. 1951 starb Lewis an den Folgen des Alkoholismus in Rom und sein Roman blieb ab diesen Zeitpunkt unvollendet.
1929: Paul Thomas Mann
In Lübeck gebar am 06. Juni 1875 Paul Thomas Mann, einer der anerkanntesten deutschen Schriftsteller. Seine Werke sind unübertrefflich, er bindet an die Erzähltechniken des 19. Jahrhunderts an. Der Charakter seiner Prosa zeichnet sich insbesondere durch die ironische Haltung und heitere Ambiguität aus. Sein erster Roman „ Buddenbrooks“erreicht, aufgrund seines Sprachstils der jeweiligen Thematik höchste Prägnanz und erhielt damit 1929 den Nobelpreis für Literatur. Seine Euphorie zur Literatur projizierte Mann mit großer Begeisterung auf seine Nachfolger Erika, Klaus und Golo, drei seiner sechs Kinder.
Thomas mann lernte 1904 Katharina „ Katja“ Pringsheim kennen, sie war die Enkelin der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm. Der Schriftsteller verliebte sich so sehr in sie und warb ununterbrochen um Katja Pringsheim, obwohl Mann bis 1901 eher homoerotische Phrasen nieder schrieb, wie in seinen Tagebüchern über Paul Ehrenberg an seinen Bruder Heinrich. Seine Homosexualität lebte er jedoch nie aus. Er heiratete schließlich seine Katja Pringsheim und entschied sich damit für ein geordnetes Leben und trat in einer der angesehensten Familien Münchens ein. 
Frau Katja Pringsheim zögerte zunächst, so fand die Eheschließung erst am 11. Februar 1905 statt. Diese Brautzeit verbreitet er literarisch in seinem Roman „ Königliche Hoheit“ von 1909. Pringsheim und Mann wurden Eltern von sechs Kindern. 1912 wendete sich das Glück des Ehepaares, Ärzte diagnostizierten bei Katja Turbokulose und sie musste zur Besserung nach Davos. Thomas Mann war so sehr von der Atmosphäre Davos angetan, das er den Roman „ der Zauberberg“ schrieb. Ein langwieriges Projekt, das 1913 begann und erst 1924 vollendet wurde.
Am 12. August 1955 starb Paul Thomas Mann in Zürich.
1928: Sigrid Undset
Die weibliche Nobelpreisträgerin in der Rubrik Literatur- Sigrid Undset. Die norwegische Novellistin und Essayistin wurde am 20. Mai 1882 in Kalundborg geboren. Sie schrieb vorwiegend über Konflikte der norwegischen Tradition, den römischen Katholizismus, der weiblichen Emanzipationsbewegung und der europäischen Krise ihrer Zeit. Das Nobelpreiskomitee überzeugt die norwegische Schriftstellerin insbesondere mit ihren ausdrucksstarken Schilderungen des nordischen Lebens im Mittelalter, somit erhielt Sigrid Undset 1928 den Nobelpreis für Literatur.
Ihre ersten Schriftstellererfolge wurde geprägt durch die Lebensschicksale ihrer Kolleginnen. Mit 22 Jahren schloss Undset ihren ersten Roman ab, der im Mittelalter spielte. Dieser Roman wurde von den Verlagen abgelehnt- sie möge doch etwas moderneres schreiben! Die Nobelpreisträgerin tauschte über vierzig Jahre mit Andrea Hedberg Briefe aus und begann an Frau Marta Oulie zu schreiben. Ein Roman mit nur achtzig Seiten, der mit den Worten „ Ich habe meinen Mann betrogen“ beginnt, dieser wurde 1907 veröffentlicht. Eine Frau will dem langweiligen, betrübten Eheleben entkommen und verwickelt sich in eine Affäre, doch dieser Weg ist aussichtslos. Diverse nachfolgende Novellen, wie „ Das glückliche Alter“, „ Frau Hjelde und Hariette Waage“ differiert Sigrid Undset primär in die romantischen Bilder ihrer Frauenfiguren mit deren verschmutzter Realität. Aufgrund des dramatischen Romans „ Jenny“ gelang ihr 1911 der endgültige Durchbruch als Autorin. Schon längst vom unabhängigen Künstlerleben begeistert, gab Sigrid Undset ihren ursprünglichen Beruf auf und erhielt zu Ihrem Glück ein Auslandsstipendium, das sie zu einem langen Besuch nach Rom führte. „ Die ewige Stadt“ und die enorme Impression der Reise, ließ Undset in ihren Roman „ Jenny“ einfließen, die sie sagen lässt: 
“Das ist ja eben das Wunderbare, wenn man in die Welt geht – jede Beeinflussung durch Menschen, mit denen man zufällig daheim zusammen leben muss, hört auf. Man muss mit seinen eigenen Augen sehen und selbstständig denken. Wir lernen begreifen, dass es ganz von uns selbst abhängt, was diese Reise uns gibt – und was wir sehen und zu erfassen vermögen, in welche Lage wir uns bringen und unter wessen Einfluss wir uns freiwillig begeben. Man lernt verstehen, dass es von einem selbst abhängt, wie viel das Leben uns entgegenbringt“
1927: Henri-Louis Bergson (1959-1941)
Der französische Philosoph Henri-Louis Bergson wird als wichtiger Vorgänger des Existenzialismus bezeichnet. Der Existenzialismus geht davon aus, dass der Mensch seine Existenz ist bzw. dass die Existenz der Essenz (womit das Wesen gemeint ist) vorausgeht. Bergson wird außerdem als wesentlicher Vertreter der Lebensphilosophie verstanden. Die Lebensphilosophie besagt das Gegenteil der Naturwissenschaften; das bedeutet, dass sie davon ausgeht, dass zum Leben nicht nur Rationalität gehört, sondern ebenfalls auch Kreativität, Dynamik und all das, was nicht mit „rational“ zu bezeichnen ist. Hiermit ist vor allen Dingen der gesunde Menschenverstand gemeint, der nicht durch logisches Denken zum Tragen kommt.
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Bergson ist in Paris geboren. Sein Vater war Jüde, seine Mutter Engländerin. Als kleiner Junge lebte Bergson in England, später ist er aber wieder nach Paris zurückgekehrt. 1977 gewann er einen Schulpreis für Mathematik. Der Lösungsweg, den Bergson für ein mathematisches Problem gefunden hatte, wurde in einer Fachzeitschrift für Mathematik veröffentlicht. Bergson interessierte sich aber nicht ausschließlich für Mathematik, sein Interesse an Literatur und Philosophie wuchs, und somit begann er in diesen beiden Fächern ein Studium an einer Elitehochschule in Paris. Nach dem Abschluss des Studiums arbeite er zunächst als Lehrer an einem Gymnasium, und gleichzeitig veröffentlichte er im Jahr 1883 wissenschaftliche Arbeiten. 1889 beschäftigte er sich mit seinem ersten größeren Schriftstück: Essai sur les données immédiates de la conscience.
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Um Bergsons Ansichten näher zu bringen, hier ein kurzer Ausflug zu Bergsons Gedanken, Raum und Zeit betreffend: Er ist der Meinung (ungleich Kant), dass Raum und Zeit zwei Anschauungsformen sind, die nicht gleichberechtigt gesehen werden. Der Raum wird von ihm als homogen bezeichnet, das heisst, man kann sich in ihm bewegen, wie es beliebt. Über die Zeit sagt Bergson, dass sie eine feste Sache ist, die man nicht ändern kann. Jeder Augenblick des Lebens ist etwas Neues, etwas, was sich nicht auf die Art und Weise, auf die es einmal stattgefunden hat, wiederholen lässt oder wieder hervorgerufen werden kann. Der Raum ist für Bergson etwas, das existiert, die Zeit hingegen sei etwas, was immer wieder neu entsteht. Im Jahr 1927 bekommt Bergson den Literaturnobelpreis. Aufgrund von Krankheit hatte er allerdings Schwierigkeiten den Preis rechtzeitig entgegen zu nehmen. Seit dem Jahr 1925 litt er an Rheuma. Im Jahr 1941 starb Bergson in Paris.
1926: Grazia Deledda (1871-1936)
Die italienische Schriftstellerin Grazia Deledda wurde am 27.September 1871 in Sardinien geboren. Dort wuchs sie in einer wohlhabenden Familie auf. Schon in ihrer Kindheit befasste sie sich mit klassischer Literatur. Als sie 15 Jahre alt war, wurde ihre erste Novelle veröffentlicht, und zwar in einer Lokalzeitung in Sardinien. Ein paar Jahre später veröffentlichte sie ihren ersten Roman: “Stella d´Oriente”. Grazia Deleddas Werke sind allesamt an einer romantischen Schreibweise zu erkennen. Desweiteren lässt sich sagen, dass Grazia Deledda in ihren Schriften immer einen sehr unterhaltenden Ton anschlägt. Außerdem ist sie eine starke Vertreterin des Naturalismus, der besagt, dass alles auf exakter Naturbeobachtung basiert. Der Naturalismus ist eine literarische Strömung, die in ganz Europa stattgefunden hat, und zwar vor allen Dingen in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts.

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In ihren Werken spricht sie vom Leben der einfachen Menschen. Ihre Texte handeln beispielsweise von Fischern oder Bauern, deren Leben nicht von Wohlstand geprägt ist. Deledda schildert ein einfaches, aber auch hartes Leben der Bewohner Sardiniens. Sie bezieht sich auf leichte und auch schwere Schicksalsschläge, mit denen die Menschen umgehen und leben müssen. Mit diesen Schriften kritisiert Deledda die politische Regierung, die damals an der Macht war. Ganz besonders wird diese Kritik in ihren Werk „Le vie del male“ deutlich. Im Jahr 1899 entschließt sich Grazia Deledda, ihren Heimatort zu verlassen; sie zieht nach Cagliari, die größte Stadt Sardiniens. In „der großen Stadt“ lernt sie ihren zukünftigen Ehemann kennen: Der Beamte Palmiro Maldesani. Gemeinsam mit ihm baut sie sich eine gemeinsame Zukunft in Rom auf. Rom ist auch die Stadt, in der ihre bedeutensten Werke entstanden sind; dazu gehören unter anderem Asche (Cenere, 1904), Der Efeu (L´edera, 1905), oder Schilf im Wind (Canne al vento, 1913).

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Im Jahr 1926 bekommt Grazia Deledda den Literaturnobelpreis. Besonders geschätzt wird an ihren Werken, dass die menschlichen Probleme darin behandelt werden, und dass sie mit einer herzlichen Wärme diskutiert und formuliert werden. Nachdem sie den Nobelpreis erhalten hat, verfiel Deledda in eine schriftstellerische Krise. Die Werke, die sie danach geschrieben hat, bekamen nicht mehr die Anerkennung und die positive Kritik, die es zuvor für ihre Schriften gegeben hat. Im jungen Alter von 64 Jahren stirbt Grazia Deledda am 15.August 1936 in Rom.
1925: George Bernard Shaw (1856-1950)
George Bernard Shaw wurde am 26.Juli 1856 in Dublin geboren. Er war ein, aus Irland stammender, Schriftsteller, der sich auch für Politik, Satire und Musik interessierte und einsetzte. Nachdem er einige Zeit als Angestellter im kaufmännischen Bereich arbeitete, wurde er sowohl Theater- als auch Musikkritiker. Als Musikkritiker war Shaw besonders erfolgreich; er war der erste seiner Zeit, dem das Geschlecht eines Komponisten bei der Beurteilung der Musik egal war. Shaw bewertete die Arbeit, nicht aber das Geschlecht. Auch für die Politik setzte Shaw sich stets ein. So war er ab dem Jahr 1897 Ratsmitglied. Zum Anlass des Ersten Weltkrieges publizierte er einen Artikel, in dem er seine Abneigung dem Patriotismus gegenüber deutlich machte.

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Shaw schrieb auch zu Zeiten des Ersten Weltkrieges, allerdings wurden seine Werken zu dieser Zeit ernsthafter und waren nicht mehr ganz so komödiantisch wie zuvor. Shaw schrieb sehr lange Zeit seines Lebens. Sogar im Alter von 90 Jahren widmete er sich noch dem Schreiben. Je älter Shaw wurde, desto mehr setzte er sich in seinen Texten mit politischen Themen auseinander. Jedoch waren die Texte nicht ausschließlich auf Politik bezogen; auch Satire wusste Shaw in seine Werke einzubeziehen. Shaw führte das „Diskussionsdrama“ in die Theaterwelt ein. Hier geht es darum, dass verschiedene Meinungen und Ideologien aufeinandertreffen und über moralische und politische Probleme diskutieren. Aufgrund seines außergewöhnlichen Talents, Idealismus und Menschenliebe zu verbinden, erhielt er im Jahr 1925 den Literaturnobelpreis.
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Shaws Werke kennzeichnen lange Vorworte, bevor der eigentliche Text beginnt. Der eigentliche Text (in den allermeisten Fällen sind dies Theaterstücke) ist oftmals kürzer gefasst als das Vorwort. Das hängt damit zusammen, dass Shaw sein Augenmerk darauf legt, die Themen und Problematiken des Theaterstücken ausgiebig zu erläutern. Am 2.November 1959 starb George Bernard Shaw. Er bleibt der einzige Literaturnobelpreisträger, der auch einen Oscar gewonnen hat. Im Jahr 1939 erhielt er den Oscar für das beste Drehbuch für den Film, der auf seinem Werk Pygmalion basiert.
1924: Władysław Reymont (1867–1925)
Der polnische Schriftsteller Wladyslaw Stanislaw Reymont, wobei Reymont eigentlich Rejment geschrieben wird, wurde am 7.Mai 1868 geboren. Schon als kleiner Junge war er an Literatur äußerst interessiert. Als er sechs Jahre alt war, brachte ihm sein Onkel Latein bei. Reymont wird ein stark ausgeprägtes Sprachgefühl nachgesagt. Desweiteren soll Reymont bereits im zarten Alter von 10 Jahren das Gesamtwerk der polnischen Literatur gelesen haben.
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Reymont interessierte sich nicht allzu sehr für die Schule, der Alltag langweilte ihn schnell und er beschloss, sich ein spannendes, abwechslungsreiches und abenteuerliches Leben zu schaffen. Nachdem er von der Schule abgegangen war, begab sich Reymont erst einmal in eine Schneiderlehre. Als er von der Schneiderei genug hatte, entschied er sich Landarbeiter und später Eisenbahnarbeiter zu werden. Als er genügend Erfahrungen als Arbeiter gesammelt hatte, begab er sich als Einsteiger in ein Kloster. Doch auch damit nicht genug, als nächstes folgte der Schritt in eine spiritistische Gesellschaft. Wie das Wort schon sagt, wird sich in dieser Gesellschaft ausgiebig mit der Spiritualität befasst, auf deutsch: Geist, Psyche. In religiösem Sinne bedeutet dies, dass eine geistige Verbindung zur Unendlichkeit gegeben ist.
Nachdem sich Reymont genug mit dem Geiste befasst hatte, wurde er Schauspieler. Eine Zeit lang betätigte er sich schauspielerisch auf einer Wanderbühne, bis er dann im Jahr 1893 bei dem ankam, was ihn schon seit frühster Kindheit interessiert hatte: Damit ist die Literatur gemeint. Reymont wurde Schriftsteller. Er zog nach Warschau und leistete dort einige wertvolle kreative Arbeiten. Im Jahre 1896 war sein erster Roman vollendet. Der Titel lautete Komediantka, was in deutscher Sprache „Die Komikerin“ bedeutet.
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Nicht viel Zeit vergang, bis Reymont ein weiteres Werk veröffentlichte: Von 1904 bis 1909 veröffentlichte er seinen zweiten Roman; Chlopi (Auf Deutsch: Die polnischen Bauern). Dieser Roman erschien in vier Teilen und war in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterteilt. Dieser vierbändige Roman war es auch letztendlich, der ihn berühmt machte und für den er im Jahr 1924 den Literaturnobelpreis bekam. Seit dem neuen Jahrhundert reiste Reymont viel; er sah sich Frankreich, Italien und die USA an. Seine Lust an Abenteuern verlor er bis zu seinen letzten Lebenstagen nicht. Letztendlich verstarb Reymont am 5. Dezember 1925 in Warschau – nur ein Jahr, nachdem er mit dem Literaturnobelpreis gekrönt wurde.
1923: William Butler Yeats (1865-1939)
Der irische Dichter William Butler Yeats wurde am 13.Juni 1865 in der Nähe von Dublin geboren. Aufgewachsen ist Yeats bei seiner Großmutter. Sein Vater war ein vielbeschäftigter Mann, der sich mit Malerei befasste, eigentlich aber hauptberuflich Anwalt war. Yeats studierte zunächst einmal Kunst, interessierte sich aber ab 1880 mehr und mehr für Literatur. Als er dann Bekanntschaft mit Oscar Wilde schloss, wuchs sein Interesse weiterhin. Ganz besonders interessierte ihn die englischsprachige irische Literatur.
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Was Frauen anbetrifft, interessierte sich Yeats für die Freiheitskämpferin Maud Gonne. Das Interesse schien zunächst einmal beidseitig zu sein, da Maud Gonne von Yeats Leistung als Schauspieler in Cathleen ni Houlihan aus dem Jahre 1902 begeistert war. Allerdings musste Yeats begreifen, dass ihr Interesse ausschließlich auf seine künstlerischen Arbeiten zu beziehen war; verliebt war sie nicht in ihn. Im Jahr 1913 verliebte Yeats sich neu; und zwar in seine spätere Ehefrau Georgie Hyde-Lees. Beide interessierten sich sehr für Magie und Okkultismus. Sie bekamen zwei Kinder. Im Jahr 1899 gründete Yeats das irische Nationaltheater, für das er unter anderem selber Stücke verfasste. Er leitete das Theater bis zu seinem Tod im Jahr 1939. Was seine Werke angetrifft, so hat Yeats sowohl Lyrik, als auch Prosa und Essays verfasst. Seine Dichtungen wurden im Jahr 1923 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Besonders geschätzt wurde an seinen Schriften, dass sie das Wesen des Volkes mit großer Sprachvielfalt fassen und ausdrücken. Sein Schreibstil wird beispielsweise mit dem von Shakespeare verglichen. Yeats Werke schaffen eine verträumte Stimmung und eine romantische Atmosphäre. Nachdem eine lange Zeit die Romantik eine große Rolle in Yeats Werken spielte, befasste er sich ab 1891 mehr und mehr mit politischen Kämpfen. Aufgrund dessen veränderte sich Yeats Schreibstil ab 1909 und wurde realistischer und härter in seiner Sprachform. Sogar seine Theaterstücke wurden dem neuen Stil maßgeblich angepasst. Sein Ziel war es an dieser Stelle, den Realismus mit dem Okkulten, was immer wieder ein Bestandteil seiner Werke gewesen ist, zu vereinen.
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Am 28.Januar 1939 starb Yeats in der Nähe von Nizza. Zehn Jahre nach seinem Tod wurde sein Grab nach Drumcliff umverlegt, da Yeats in eigenen Worten erwähnt hatte, dass dieser Ort prägend und bedeutsam für eine Vielzahl seiner Werke gewesen ist.
1922: Jacinto Benavente y Martínez (1866-1954)
Jacinto Benavente y Martínez wurde am 12. August 1866 in der spanischen Hauptstadt Madrid geboren. Sein Elternhaus galt als sehr reich und wohlhabend. Dies hängt damit zusammen, dass Martínez Vater Kinderarzt gewesen ist. Als Martinez 19 Jahre alt war, wurde ihm das hart erarbeitete Vermögen des Vaters gutgeschrieben. Martinez brach dahingehend sein Jurastudium ab. Eigentlich hatte er damit nie beginnen wollen, jedoch wusste der Vater Martinez unter Druck zu setzen. Auf seinen Wunsch hin startete er also das Studium, welches ihn zum Rechtsanwalt, Richter oder Notar hätte ausbilden sollen.
Nachdem sich Martinez entschlossen hatte, sein Studium abzubrechen, machte er es sich zunächst zum Lebensinhalt, in fremde Länder zu reisen und andere Kulturen besser kennenzulernen. Zu seinen Zielen gehörten Länder wie Russland, Frankreich oder England. Die fremden Länder reizten Martinez, etwas Neues auszuprobieren. Im Gegensatz zu seiner Zeit als Jurastudent lebte Martinez sich nun aus: Er war Schauspieler und für eine kurze Weile Direktor in einem Zirkus.
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Als Martinez wieder zurück nach Spanien kam, begann er zu schreiben. Er fing bei diversen Zeitschriften und Zeitungen an, seine Lust zu schreiben auszuleben. Kurze Zeit später publizierte Martinez seine ersten Gedichte. 1893 war für Martinez das Jahr der großen Erfolge: Zum einem brachte er seine erste Gedichtsammlung heraus, zum anderen erschien sein Werk Cartas de mujeres. Dies wurde zunächst einmal kritisch betrachtet, brachte schlussendlich aber doch großen Erfolg. Martinez gefiel die Arbeit in der Redaktion von Zeitungen und Zeitschriften, und so beschloss er im Jahre 1899, Leiter der literarischen Zeitschrift Vida literaria, die sich im späteren Verlauf satirische Madrid Comico nannte, zu werden. Im Jahre 1912 wurde Martinez zum Mitglied der Königlich Spanischen Akademie gewählt. Die Akademie machte es sich zur Aufgabe, regelmäßig Wörterbücher herauszubringen. Mitgliedern der Spanischen Akademie war es wichtig, nicht nur neue Wörter in den Sprachgebrauch aufzunehmen, sondern auch die Details der spanischen Sprache zu reflektieren und zu modellieren.

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Geprägt u.a. durch seine Erfahrungen als Schauspieler, wurde Martinez im Jahre 1920 Direktor des Spanischen Nationaltheaters. Auf sein ganzes Leben verteilt war er der Verfasser von circa 170 Theaterstücken. Er gilt als Mitgründer des Spanischen Theaters. Von 1947 bis zu seinem Tod im Jahre 1954 war Martinez der Ehrenpräsident des Internationalen Schriftsteller-und Komponistenverbands. Martinez starb am 14.Juli 1954; er blieb bis zu seinem Tod unverheiratet.
