1948: Thomas Stearns Eliot

a USA Flagge 1948: Thomas Stearns EliotDer amerikanische Dramatiker, Lyriker und Kritiker wurde am 26. September 1888 in St. Louis geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der literarischen Moderne und erhielt im Jahre 1948 den Literaturnobelpreis.


Er wuchs in einer angesehenen Bostoner Familie auf und studierte zunächst an der Havard- University, später in Paris Mathematik, Philosophie, europäische und asiatische Sprachen. Als Doktorand kehrte er 1911 an die Havard- University zurück bevor er drei Jahre später nach Europa zog. Er landete zunächst in Marbug, dort nahm er an einem Ferienkurs der Universität teil. Der erste Weltkrieg begann und Eliot zog nach London und später nach Oxford. Zu dieser Zeit publizierte er sein erstes bedeutendes Gedicht „ The Love Song of J. Alfred Prufrock“. In England arbeitete Eliot zu erst als Bankangestellter, später als Direktor eines angesehenen Verlagshauses. Vivienne Haigh Wood heiratete er im Jahre 1915. Fünf Jahre später, bei einer Reise nach Paris, begegnete er James Joyce, mit dem ihn später eine Freundschaft verband. Thomas Stearns Eliot rief eine Zeitschrift namens „ Criterion“ hervor. Noch im selben Jahr, 1922, kam sein erstes Hauptwerk, das Versepos „Das wüste Land“ heraus. Hierfür wurde Eliot mit dem Dial- Preis für besondere Dienste um die amerikanische Literatur ausgezeichnet. Diese Verleihung erbrachte ihm abrupten Ruhm.


Literary%20 %20T%20S%20Eliot 1948: Thomas Stearns EliotDer Hauptgehalt seiner Werke bezog sich auf die Lyrik. Er sah seine Vorbilder in Vergil, Dante und William Shakespeare. Thomas Stearns Eliot galt und gilt als ausgezeichnete Dichterpersönlichkeit seiner Zeit. Selbst in der methaphysischen Dichtung nahm er einen hohen Stellenwert ein. In einer von ihm publizierten Schrift aus dem Jahre 1921, hob er insbesondere den Poeten John Donne hervor und löste damit eine internationale Diskussion der metaphysischen Dichter aus. Kritische Essays verfasster Eliot ebenso über die Lyrik der Romantik. Eliots Themen bezogen sich auf die Zeit und Ewigkeit, das Ringen und die Wiedergeburt des Geistes, Aussöhnung mit den Geistern der Vergangenheit. Seine Dramatik war primär durch Yeats inspiriert, auch durch musikalische Kompositionselemente wurde Eliot in Europa populär. Am 04. Januar starb Thomas Stearn Eliot in London.


1947: André Guillaume Gide

frankreich 1947: André Guillaume GideDer französische Schriftsteller Gide wurde am 22. November 1869 in Paris geboren und ist der siebte Nobelpreisträger der französischen Literatur. In einer begüterten Familie wuchs André Guillaume Gide als einziges Kind auf. Sein Vater, Rechtswissenschaftler, stammte aus der mittleren Bourgeoisie von Rouen. Als Gide elf Jahre alt war, starb Gides Vater. Von nun an unterlag er ganz der strengen Erziehung seiner Mutter. In der Schweiz schrieb er 1894 sein erstes längeres Werk „Paludes“ ( Sümpfe). Darin karikiert er seine eigen Rolle und nicht ohne Melancholie den Leerlauf des Literatenzirkels der Hauptstadt. Er zog eine Weile nach Nordafrika, unter anderem in Gesellschaft von Oscar Wilde und dessen Angebeteten.


1914 publizierte er den stilistisch kunstvollen und von feiner Ironie getragenen Roman „ Les Caves du Vatican“. Ein Roman mit diversen Handlungssträngen, die in der schillernden Figur des bezaubernden jungen Kosmopoliten Lafcadio Wluiki und einem als „acte gratuit“ von ihm begangenen Mord zusammenlaufen. Dieses Meisterstück gilt als eines seiner besten Werke.


1931 konzentriere sich Gide an der von Jean Cocteau ausgelösten Welle antikisierender Dramen mit dem Stück „Ödipus“.


gide 1947: André Guillaume GideAufgrund der steigenden politischen Polarisierungen zwischen „rechts“ und „links“ in Frankreich und ganz Europa beteiligte sich Gide verstärkt auf  Seiten der französischen kommunistischen Partei (PCF) und antifaschistischer Organisationen. In diesem Sinne reiste Gide viel, wie zum Beispiel nach Berlin, um dort die Dispensation kommunistischer Regimegegner zu fordern. Mit einer Gruppe von Autoren reiste er durch die UDSSR auf Einladung der russischen Regierung bzw. Artemi Chalatows. Jedoch überraschte ihn die große Enttäuschung der kommunistischen Diktatur beim Blick hinter die Kulissen. Seine Impressionen dieser Reise schrieb er in dem vorsichtig- kritischen Bericht „Retour de l’URSS“. Zu Zeiten des zweiten Weltkrieges zog er nach Nordafrika, nach dem er später von passiven Sympathisanten des Marschalls Pétain zu einem aktiven Helfer de Gaulles mutiere. So startete er einen Versuch einer Propagandareise durch die westafrikanischen Kolonien zu unterstützen.


Ein Jahr nach Kriegsende ´46 veröffentlichte Gide sein letzes größeres Werk „ Theésée” eine fiktive Autobiographie des antiken Sagenhelden Theaseus, in den er sich hinein projiziert.


1946: Hermann Hesse

flagge deutschland 1946: Hermann HesseIn Württemberg wurde am 02. Juli 1877  Hermann Karl Hesse geboren. Hermann Hesse, auch bekannt unter dem Pseudonym: Emil Sinclair, war ein deutsch- schweizerischer Schriftsteller, Dichter und Freizeitmaler. Seine berühmtesten literarischen Werke sind „Peter Camenzind“, „Demian“, „Narziß und Goldmund“, „Der Steppenwolf“, und „Das Glasperlenspiel“, deren Inhalt die Selbstwerdung, Selbstverwirklichung, die Autoreflexion, das Transzendieren des Einzelnen ist.


PourleMerite2 1946: Hermann HesseIm Jahre 1946 erhielt Hesse den Nobelpreis für Literatur und acht Jahre später den Orden „ Pour le mérite“ für Wissenschaft und Künste. Der talentierte Schriftsteller wuchs in einer christlichen Missionarsfamilie, in einer harmonischen und intellektuellen Familienatmosphäre auf. Seine Eltern waren im Auftrag der Basler Mission in Indien tätig, dort wurde auch Hermann Hesses Mutter geboren. Sein Vater, Sohn eines baltischen Arztes, war Mitarbeiter des „ Calwer- Verlagsvereins“, dessen Vorstand sein Schwiegervater war. Ab 1881 zog die Familie für fünf Jahre nach Basel, wo Hermann Hesse die Internatsschule der Mission besuchte. Nach den fünf Jahren Baselaufenthalt ging Familie Hesse wieder zurück nach Calw ( Württemberg), wo Hesse zunächst in die zweite Klasse der Calwer Lateinschule eintrat. Er absolvierte den Besuch der Lateinschule mit Bravour und schloss ein evangelisches- theologisches Seminar in Maulbronn an. Zu dieser Zeit brach Hesses rebellische Ader aus, er flüchtete aus dem Seminar und erst einen Tag später fand man ihn auf freiem Feld. Nach seiner ersten Buchhändlerlehre in Esslingen, auch dieser entlief er nach drei Tagen, folgte im Sommer eine 14 monatige Mechaniklehrer. Die monotone Arbeit spornte ihn eigentlich nur an, sich wieder der Literatur und geistigen Auseinandersetzungen zu widmen. 1895 war er je doch bereit eine zweite Buchhändlerlehre zu beginnen, diese Erfahrungen seiner Jugend hält er später im Roman „Unterm Rad“ fest.


Aufgrund seines literarischen Erfolges, bekam er die Möglichkeit die neun Jahre ältere Basler Fotografin, Maria Bernoulli zu heiraten und sich mit ihr am Gaienhofen am Bodensee niederzulassen. Seine Frau stammte aus der  großen Bernoulli- Familie. Diese Ehe brachte drei Söhne Bruno, Hans Heinrich und Martin mit sich.


hermann hesse 1946: Hermann Hesse1907 verbündete er sich mit dem wandernden Dichter und Naturpropheten Gusto Gräser an, zog in dessen Grotte „ in den Felsen“ bei Ascona, die ihm zu seinem sogenannten „Heiligen Land“ wurden. Ein wiederkehrendes Motiv seiner Dichtung bleibt das Jüngerschaftserlebnis bei einem Einsiedler in der Wildnis. Aus diesen Erfahrungen entstand Das Glasperlenspiels. Gusto Gräser öffnete ihm auch die Tür zur geistigen Welt des Ostens. 1914 publizierte Hesse in der „Neuen Zürcher Zeitung“ die Abhandlung „O Freunde, nicht diese Töne“, in der er an die deutschen Intellektuellen appellierte, nicht in die nationalistische Polemik zu verfallen. Das war die Wende in seinem Leben! Er fand sich nun in einer heftigen politischen Debatte wieder , die deutsche Presse griff ihn an, Hassbriefe gingen bei ihm ein und alte Freunde sagten sich von ihm los. Zustimmung erhielt er ununterbrochen von seinem Freund Theodor Heuss, dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, des Weiteren vom französischen Schriftsteller Romain Rolland, der Hessen 1915 besuchte.


In der Nacht zum 09. August 1962 verstarb Hermann Hesse an den Folgen seiner Leukämieerkrankung, von der er nichts wusste. Im Kreise seiner Familie und Freunde wurde er auf dem Friedhof San’t Abbondio in Gentlino bei Montagnola beigesetzt. Hier ist auch sein Freund Hugo Ball begraben. Seine Lyrik ist ganz der Romantik verpflichtet, obwohl seine früheren Werke noch in der Tradition des 19. Jahrhunderts standen. Inhaltlich wandte sich Hesse häufig gegen die boomende Industrialisierung und Verstädterung, womit er eine Neigung der Lebensart der Jugendbewegung aufgriff.


„Zwischen Verweilen und Aufbruch“ gilt ihm der verdiente Literaturnobelpreis im Jahre 1946.


1945: Gabriela Mistral

T048922A 1945: Gabriela MistralAm 07. April 1889 wurde Gabriela Mistral in Chile geboren. Sie war eine chilenische Dichterin und Diplomatin. 1945 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.


AndenGeboren wurde Gabriela Mistral als Lucila Godoy Alcayaga in einem Dorf in den Anden. Sie stammt aus einer baskisch- indischen Familie, ihr Vater war Lehrer und verließ die Familie, als Gabriela Mistral drei Jahre alt war. Im Alter von 16 Jahren fing G. Mistral an als Hilfslehrerin zu arbeiten, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Kurze Zeit später fing sie an zu schreiben und es dauerte wiederum nicht lange und ihre Texte wurden 1905 in den Zeitungen „ La Voz de Elqui“ und „ Diario Radical de Coquibo“ publiziert.


Vier Jahre später nahm sich ihr Geliebter, Romelio Ureta, das Leben, nach dem eine von ihm Unterschlagung ans Licht kam. In ihrem Werk „ Sonetos de la Muerte“ verabeitete G. Mistral dieses tragische Ereignis und bekam für dieses Meisterwerk den chilenischen Literaturpreis und wurde in ganz Lateinamerika bekannt. Im Zeitfenster 1906 bis 1922 arbeitete sie weiterhin als Lehrerin. Nach dem Tod ihres Geliebten bestand sie ihr Lehrerinnenexamen. Aufgrund ihres Berufes als Lehrerin zog sie nach La Serena, Traiguen, Barrancas, Antofagasta, Punta Arenas, Los Andes, Santiago und Temuco. 1921 wurde Gabriela Mistral Direktorin einer der bewährtesten Schulen für höhere Töchter in Santiago de Chile. Im selben Jahr erschien auch ihr zweites Gedichtband „ Desolacion“ ( Trostlosigkeit). Diese Gedichtreihe fand internationale, hochgradige Anerkennung. Wie jenes Gedichtband handeln all ihre Schriften von Hoffnung, Liebe und Tod.


gabriela mistral 1945: Gabriela MistralNach ihrer zeit als Lehrerin lebte Gabriela Mistral primär im Ausland, wurde vom mexikanischen Kulturministerium nach Mexiko eingeladen, um an der dortigen Schulreform mitzuwirken. Später ging sie in die USA und nach Europa. 1930 nahm sie eine Stelle als Gastprofessorin am Barnad College der Columbia University in New York und am Vassar College in Poughkeepsie an. Drei Jahre später trat sie in den chilenischen diplomatischen Dienst ein und dirigierte das Konsultat in Madrid. In den folgenden Jahren vertrat sie Chile in Spanien, Brasilien,in den USA und Portugal. Zu Zeiten des zweiten Weltkrieges hielt sie sich in Brasilien auf und lernte dort das Ehepaar Lotte und Stefan Zweig kennen, mit denen sie eine enge Freundschaft verband. 1942 begingen die Zweigs, sowie Mistrals Adoptivsohn Suizid.


Im hohen Alter wird bei Gabriela Mistral Krebs diagnostiziert und somit war sie gezwungen sich der Öffentlichkeit zu entziehen. 1954 ging sie noch einmal nach Chile zurück, wo ihr ein ehrenswerter Empfang bereitet wurde. An den Folgen ihrer Krebserkrankung starb sie 1957 in ihrem Haus in New York.


Ihr zu Ehren wurde 1979 der interamerikanische Gabriela- Mistral- Preis für Kultur gestiftet. Der peruanische Poet Antonio Cisneros und der britische Rocksänger Sting sind unter anderem bisherige Preisträger des interamerikanischen Gabriela- Mistral- Preis.


1944: Johannes Vilhelm Jensen

daenemark 1944: Johannes Vilhelm JensenIm Jahre 1873, am 20. Januar, gebar der dänische Schriftseller Johannes Vilhelm Jensen in Jütland. Wie Johannes Vilhelm selbst, war auch seine Schwester, Maria Kristine Dorothea Jensen, berühmt unter dem Namen Thit Jensen, eine bekannte dänische Schriftstellerin.


J. Vilhelm Jensen schloss ein Medizinstudium ab, stieg aber niemals in dieses Berufsleben ein. Als Journalist reiste er nach Großbritannien, Frankreich und in die USA . Dort fand Jensen seinen literarischen Stil und aufgrund seines Optimismus wurde dieser für die dänische Literatur feststehend.


24203221 120144081140 1944: Johannes Vilhelm JensenPrägend für seine Gedichte sind die Impressionen von Walt Whitman und Rudyard Kipling. Auch Charles Darwin lässt seine Schriften nicht unberührt, in seinem Roman „ Die lange Reise“, fließt die Theorie zur Entwicklung des nordischen Menschen bis zum 15. Jahrhundert ein. Während der Kriegszeiten 1940 und 1943 wurde kein Literaturnobelpreis verliehen, somit war Johannes Vilhelm Jensen, der erste Schriftsteller der 40er Jahre der 1944 den Nobelpreis für Literatur erhielt.
Am 25. November 1950 starb Jensen in Kopenhagen.


Lange Zeit nach seinem Tod, 1999, wurde sein Roman „Kongens Fald“ ( Des Königs Fall) von äußerst anerkannten dänischen Tageszeitungen zum (dänischen) Buch des Jahrhunderts gekürt.


1939: Frans Eemil Sillanpää

finland 1939: Frans Eemil SillanpääFranz Eemil Sillanpää, einer der grandiosesten finnischen Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts. Am 16. September 1888 wurde Frans Eemil Sillanpää in Hämeenkyro geboren. Mit seinen anfänglichen Romanen schrieb Sillanpää Weltliteratur. Dafür erhielt er 1939 den Nobelpreis für Literatur.


Der finnische Schriftsteller stammt aus einfachen Verhältnissen und studierte in Helsinki Naturwissenschaften. Nach seinem Studium ging er jedoch ins Verlagswesen. Kürzere Zeit darauf kündigte F. Eemil Sillanpää und arbeitete ausschließlich als freier Schriftsteller.


FransEemilSillanp%C3%A4%C3%A4 1939: Frans Eemil SillanpääSeine Romane handeln primär von der Welt des finnischen Kleinbauerntums. Die Thematik stammt vorwiegend aus seiner Heimat und beschreiben explizit und psychologisch das Alltagsleben der Finnen. Am 03. Juni 1964 starb Sillanpää in Helsinki. Ehrenvoll wurde nach ihm der Asteroid 81446) Sillanpää benannt.


1938 Pearl S. Buck (1892-1973)

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 1938 Pearl S. Buck (1892 1973)Pearl Sydenstricker Buck , die US- amerikanische Schriftstellerin aus West- Virginia wurde am 26. April 1892 geboren. Für ihre vielzähligen und epischen Schilderungen des chinesischen Bauernlebens und für Ihre biographischen Leistungen wurde sie  mit dem Nobelpreis für Literatur belohnt. Schon zuvor erhielt sie den Pulitzer- Preis für den Roman „Die gute Erde“.
Ihre Euphorie für China entwickelte sie, aufgrund der verlebten Kindheit im Kaiserreich China. Zum Studium ging die amerikanische Schriftstellerin jedoch in die USA zurück und arbeitete später als Professorin für englische Literatur im chinesischen Nanking. Sie bekam eine Tochter, die an Phenylketonurie litt. Die Disputs zwischen den fernöstlichen und den amerikanischen Kulturen nahmen großen Anteil an ihren Schriften. Ihr Engagement bezieht sich primär auf Toleranz und Volksverständigung. Pearl S. Buck publizierte 80 Meisterwerke und fünf Romane unter dem Pseudonym John Sedges.
Die Verleihung des Nobelpreises an Buck war und bleibt wohl die umstrittenste Entscheidung des Nobelpreiskomitees und stoß schon damals auf allerlei Verständnislosigkeit! Das schadete jedoch in keinem Fall ihrem Ansehen, bis heute noch werden ihre Bücher gedruckt und übersetzt. Aus Eigeninitiative schlug Buck mit der chilenischen Schriftstellerin Gabriela Mistral 1950 den indischen Philosophen und Schriftsteller Aurobindo für den Literaturpreis vor.
Im Jahre 1973 starb Pearl Sydenstricker Buck in Danby, Vermont.


1937 Roger Martin du Gard (1881-1958)

 1937 Roger Martin du Gard (1881 1958)Der französische Schriftsteller Roger Martin du Gard wurde am 23. März 1881 in Neuilly, bei Paris, geboren. Roger Martin du Gard war streng katholisch, da er aus einer katholisch- konservativen Juristenfamilie stammte und auch eine katholische Schule besuchte. Er ging später auf ein Gymnasium, doch seine dortigen Leistungen war äußerst schlecht, denn er bevorzugte nicht im Lehrplan vorgesehenes zu lesen. Daraufhin schickte sein Vater ihn auf ein Pariser Privatinternat, wo er strenge, fördernde Erziehung genoss und schließlich sein Abitur absolvierte. Mittlerweile war R. Martin du Gard fest entschlossen Autor zu werden und begann 1898 ein Literatur- Studium an der Sarbonne. Diesen Studiengang bracht er jedoch nicht zu ende und bewarb sich einige Zeit später an der „ Ecole des chartes“, die traditionelle Pariser Fachhochschule für Bibliothekare und Archivare. Nach dem Militärdienst, den er zwischen zeitlich ablieferte, beendete er sein Studium mit Doktorat und Diplom.
Roger Martin du Gard 1937 1937 Roger Martin du Gard (1881 1958) Trotz unterschwelliger homosexueller Ambition, heiratete Martin du Gard eine Frau und machte eine längere Hochzeitsreise nach Nordafrika und wurde letztlich Vater einer Tochter. Seine Schriftstellerkarriere begann und er pendelte abwechseln in Paris und Bellême. UM zu schaffen und Erfahrungen zusammen reiste er enorm viel und besuchte die Karibik, doch dort überraschte ihn der Kriegsausbruch und nur über die USA gelang ihm die unversehrte Heimkehr.

Nach Beginn des deutschen Blitzkrieges verließ Martin du Gard Bellême und zog nach Nizza. In Nizza schrieb er an einem neuen Roman. „Les Mémoires du lieutenant-colonel Maumort“ – über die vor 1900 liegende Jugendzeit des dagegen latenten homosexuellen fiktiven Protagonisten. Das Fragment wurde erst postum samt zusätzlichen Entwürfen gedruckt. In der Nachkriegszeit bleibt es ruhig um Martin du Gard, eigentlich schon während des Krieges, seine Thematik bezog sich nun primär auf Politik und er widmete viel seiner Zeit für Projekte von z. Bsp. Einer Romanübertragung. Für soviel Engagement und Talent erhielt Roger Martin du Gard 1937 den Literatur Nobelpreis und starb am 23. August 1958.


1936 Eugene O’Neill (1888–1953)

flagge vereinigte staaten von amerika usa 1936 Eugene O’Neill (1888–1953) Eugene O`Neill wurde am 16. Oktober 1888 in New York geboren. Er wuchs in einer amerikanischen Familie mit zwei Brüdern auf. Er war der Sohn eines Schauspielers. Durch den Einfluss seines Vaters lernte O’Neill schon früh das Theater kennen und lieben. Als Kind reiste er mit seinen Brüdern und seinem Vater zu verschiedensten Gastspielen in ganz Amerika. O’Neills Vater war streng katholisch. Aufgrund dessen setzte sich O’Neill viel mit Glaube und Religion auseinander. Auch O’Neills Mutter war sehr fromm. Allerdings teilte sie die Begeisterung für das Theater nicht mit ihrem Mann. Ganz im Gegenteil: Sie lehnte das Theater und die Schauspielerei stets ab. O’Neills Mutter wurde in seiner jungen Kindheit drogenabhängig.

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O’Neill musste in seiner Kindheit viele verschiedene katholische Internate besuchen. Als er in der Pubertät war, setzte er allerdings durch, auf eine konfessionsunabhängige Schule gehen zu dürfen. Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte, schrieb er sich in der Universität Princeton ein. Allerdings flog er von der Universität, da er einige Regeln nicht beherzigte. Danach nahm er alle möglichen Jobs an, die er allerdings immer wieder schnell wechselte. O’Neill konnte sich lange Zeit nicht festlegen. Er führte erst einmal ein zielloses Leben. Als er aber 23 Jahre alt war, erlebte er den ersten Wendepunkt. In der Schauspielgruppe seines Vater übernahm O’Neill im Jahr 1911/12 eine kleine Rolle und fing dann an, satirische Gedichte für den „New London Telegraph“ zu schreiben. Der Verleger erkannte, dass O’Neill ein großes Talent war. Er nahm  O’Neill als dickköpfig und sehr rebellisch wahr.

Im Jahre 1912 brach seine Ehe mit Kathleen Jenkins zusammen. Er begann einen Selbstmordversuch. Anschließend ging es mit seiner Gesundheit bergab. Er litt an Tuberkulose und war ans Bett gebunden. Er verbrachte 5 Monate in einem Sanatorium, um seine Krankheit auszuheilen. Diese Zeit prägte ihn ungemein. Er las viele dramatische Werke, und in ihm wuchs der Wunsch und der Drang, selber ein Werk zu verfassen. Nachdem er im Frühling 1913 aus dem Sanatorium entlassen wurde, ging es bergauf in seinem Leben: Er änderte seinen Lebensstil strikt. Jeden Morgen ging er schwimmen, um sich fit zu halten und um sein Immunsystem zu stärken. O’Neill war motiviert. Er schrieb mehrere Dramen und Gedichte. Innerhalb von 15 Monaten brachte er unzählige Werke zustande. Im Jahr 1936 bekam er den Literaturnobelpreis. Er war der erste amerikanische Dramatiker, der diesen Preis erringen konnte. Er wurde ausgezeichnet  „für die Kraft, Ehrlichkeit und tiefempfundenen Gefühle in seinem dramatischen Werk, das eine eigenständige Idee der Tragödie verkörpert“.

Sein Leben lang wurde O’Neill von schwierigen und tragischen Umständen geprägt. Im Jahr 1953 starb er in einem Hotel in Boston an Tuberkulose.


1934 Luigi Pirandello (1867–1936)

italien 1934 Luigi Pirandello (1867–1936) Der italienische Schriftsteller Luigi Pirandello wurde am 28. Juni 1867 in Sizilien geboren. In der Dramatik des 20. Jahrhunderts spielt er eine tragende Rolle. Mit seinen Werken hat er das besagte Jahrhundert geprägt, und erhielt als Anerkennung dafür im Jahre 1934 den Literaturnobelpreis.


Luigi Pirandello 1934 1934 Luigi Pirandello (1867–1936)

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Aufgewachsen ist Pirandello auf dem Land. Schon in der Kindheit interessierte er sich für Literatur und startete erste Versuche in Richtung Schriftsteller. Diese Versuche stellten sich als Erfolg heraus, und Pirandello veröffentlichte seine ersten Werke bereits in jungen Jahren. Nachdem er die Schule erfolgreich abgeschlossen hatte, studierte Pirandello Romanische Philologie. Dieses Studium vollzog er in Rom, und zum Schluss in Bonn. Dort promovierte er schlussendlich und kehrte anschließend nach Rom zurück, um sich ganz der Literatur zu widmen. Er wurde freier Schriftsteller. Im Jahre 1894 heiratete er und zeugte drei Kinder. Um der Familie ein sicheres Einkommen bieten zu können, arbeitete Pirandello als Journalist. 1897 vertrat er einen Hochschuldozenten für Italienische Literaturgeschichte. Nachdem er den Dozenten erfolgreich vertreten konnte, wurde Pirandello fest angestellt und arbeitet bis zum Jahre 1922 als Professor an der Pädagogischen Akademie in Rom.


180px Pirandello 1934 Luigi Pirandello (1867–1936)

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Vor 1910 verfasste Pirandello Romane. Ein Erfolg war beispielsweise der Roman Mattia Pascal, den er im Jahre 1904 veröffentlichte. Schon im Jahr 1905 wurde er ins Deutsche übersetzt und ist schließlich als „Der gewesene Matthias Pascal“ herausgekommen. Nach 1910 widmete Pirandello sich dem Drama. Mit seinen Dramen hatte er weltweiten Erfolg und hat damit das 20. Jahrhundert literarisch geprägt. Im Jahr 1924 gründete Pirandello sein eigenes Theater. Da dieses Projekt nicht die gewünschten finanziellen Einnahmen erbrachte, entschloss sich Pirandello, dass er das Theater auf einer Tournee-Ebene weiterführen möchte. Auf diese Art und Weise brachte er seine Dramatik durch viele Länder Europas und nach Südamerika.
Im Jahre 1928 löste sich auch dieses Projekt auf. 6 Jahre später erhielt Pirandello „für seine kühne und sinnreiche Neuschöpfung von Drama und Bühnenkunst“ den Literaturnobelpreis.


Pirandello wurde hauptsächlich durch seine Dramen bekannt, allerdings nahmen auch seine Novellen, Romane und Kurzgeschichten erheblichen Einfluss auf die italienische Literatur. Pirandello verfasste mehr als 350 Kurzgeschichten, die sich mit dem alltäglichen Leben in Italien oder Sizilien befassten. Am 10.Dezember 1936 starb Pirandello in Rom.


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