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	<title>Literatur Nobelpreis &#187; Drama</title>
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	<description>Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den bisherigen und kommenden Literatur Nobelpreisträgern!</description>
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		<title>2009: Herta M&#252;ller (1953 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 09:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die in Rum&#228;nien geborene Herta M&#252;ller ist die diesj&#228;hrige Nobelpreistr&#228;gerin f&#252;r Literatur, da sie es in unnachahmlicher Art perfektioniert hat, einen historischen Kontext in moderne, intensivierte Lyrik einzubetten und diese in besonderer Sachlichkeit darzustellen.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.nationalflaggen.de/pix/flaggen/flagge_deutschland_001.gif" alt="flagge deutschland 001 2009: Herta Müller (1953    )" width="124" height="82" title="2009: Herta Müller (1953    )" />Die in Rum&#228;nien geborene <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herta_M%C3%BCller">Herta M&#252;ller</a></strong> ist die diesj&#228;hrige <strong><a href="http://blog.buecher.de/sensationell-literaturnobelpreis-2009-geht-nach-deutschland/">Nobelpreistr&#228;gerin f&#252;r Literatur</a></strong>, da sie es in unnachahmlicher Art perfektioniert hat, einen historischen Kontext in moderne, intensivierte Lyrik einzubetten und diese in besonderer Sachlichkeit darzustellen.<br />
<br style=clear:both;"><br />
Die mittlerweile in Deutschland beheimatete M&#252;ller wurde am 17.August 1953 in der rum&#228;nischen Ortschaft Nitzkydorf, welche sich im deutschsprachigen Raum Banat befand, geboren. Die Tochter eines Vaters, der sich nach dem Werdegang in der SS als LKW-Fahrer den Lebensunterhalt verdiente und einer Mutter, die man f&#252;r Zwangsarbeit in die UdSSR deportierte, konnte in der Heimat erfolgreich ein Abitur absolvieren. In Anschluss an die schulische Laufbahn entschloss sie sich f&#252;r ein Studium der Germanistik und Rum&#228;nischen Literatur an der Universit&#228;t von Timiosora. Sp&#228;ter arbeitete sie als &#220;bersetzerin in einer Maschinenfabrik, musste diese T&#228;tigkeit aber aus Weigerung  der Zusammenarbeit mit der Securitate, dem rum&#228;nischen Geheimdienst, niederlegen. So verdiente sich Herta M&#252;ller mit Gelegenheitsarbeiten als Lehrerin in deutschsprachigen Schulen oder Privathaushalten, sowie innerhalb von Kinderg&#228;rten, ihren Lebensunterhalt. Nebenbei entwickelte sie nach und nach ein gro&#223;es Interesse, selber zu schreiben. 1982 konnte sie mit „Niederungen“ ihr erstes Werk herausbringen, wobei dieses wie viele nachfolgende Ver&#246;ffentlichungen in Rum&#228;nien &#228;u&#223;erst rezensiert erschien und so die Intention der Autorin nicht in dem wirklichen Kontext her&#252;berbringen konnte. Mitte der 80er-Jahre zog sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Deutschen Richard Wagner, in die Bundesrepublik, wo sie weitere Werke wie „Reisende auf einem Bein“ 1989 oder zwei Jahre sp&#228;ter „Der Teufel sitzt im Spiegel“ herausbringen konnte. In der neuen Heimat bekam sie immer mehr Interesse zugesprochen und bekam in der Folge immer mehr Lehrauftr&#228;ge als Gastprofessorin an Universit&#228;ten in Deutschland und innerhalb Europas.<br />
<br style=clear:both;"><br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://www.walter-hasenclever-gesellschaft.de/Literaturpreis/HertaMueller/Mueller_Herta1hf_2004.jpg" alt="Mueller Herta1hf 2004 2009: Herta Müller (1953    )" width="130" height="158" title="2009: Herta Müller (1953    )" />Mitte der 90er wuchs die Popularit&#228;t der Schriftstellerin noch weiter an und so konnte sie neben den Ver&#246;ffentlichungen „Herztier“ oder „In der Falle“ auch hochrangige Auszeichnungen wie den Kleist-Preis 1994 oder 1997 den Literaturpreis der Stadt Graz ihr Eigen nennen. 2008 sorgte eine gro&#223;e innerpolitische Diskussion f&#252;r riesigen Gespr&#228;chsstoff. So kritisierte M&#252;ller &#246;ffentlich die Einladung zweier ehemaliger Securitate-Mitglieder ans Kulturinstitut, woraufhin auch ihre Vergangenheit innerhalb des Regimes von Diktator Ceausescu in einem falschen Zusammenhang dargestellt wurde. Fernab von allen politischen Diskussionen ver&#246;ffentlichte M&#252;ller in diesem Jahr mit <a href="http://www.buecher.de/shop/Erzaehlungen/Atemschaukel/Mueller-Herta/products_products/detail/prod_id/26365766/lfa/quicksearch-product-1/">„Atemschaukel“</a> einen neuen Roman, der orientierend an den Gespr&#228;chen mit dem verstorbenen Oskar Pastior, der selbst die Erfahrungen machen musste, das Leben von Deutschen in Siebenb&#252;rgen zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg exemplarisch darstellen soll. Nachdem es von vielen Experten bereits seit Jahren gefordert wurde, erfuhr man am 8.Oktober 2009, dass Herta M&#252;ller in diesem Jahr den Nobelpreis f&#252;r Literatur erhalten wird, eine gerechtfertigte Auszeichnung f&#252;r das Leben der Wahlberlinerin.</p>
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		<title>2008: Jean-Marie Gustave Le Clézio (1940 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 15:11:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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Der letztj&#228;hrige Sieger des Literaturnobelpreises hei&#223;t Jean-Marie Gustave Le Clézio, der es dank seiner besonderen F&#228;higkeit die existenzielle Wirklichkeit in seinen Werken integrativ einzubinden, dazu geschafft hat, einer der heute bekanntesten Autoren unserer Gesellschaft zu werden.

Der Franzose wurde am 13.April 1940 in Nizza als Sohn des Ehepaars Simone und Raoul Le Clézio geboren. Er besitzt [...]]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.flaggenkiste.de/images/big/frankreich.jpg" alt="frankreich 2008: Jean Marie Gustave Le Clézio (1940    )" width="124" height="82" title="2008: Jean Marie Gustave Le Clézio (1940    )" />Der letztj&#228;hrige Sieger des Literaturnobelpreises hei&#223;t <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Clezio">Jean-Marie Gustave Le Clézio</a></strong>, der es dank seiner besonderen F&#228;higkeit die existenzielle Wirklichkeit in seinen Werken integrativ einzubinden, dazu geschafft hat, einer der heute bekanntesten Autoren unserer Gesellschaft zu werden.<br />
<br />
Der Franzose wurde am 13.April 1940 in Nizza als Sohn des Ehepaars Simone und Raoul Le Clézio geboren. Er besitzt eine &#228;u&#223;erst interessante Familiengeschichte. Nicht nur, dass er Vorfahren in der Bretagne und auf Mauritius hat und diese es dort zu gro&#223;em wirtschaftlichen Erfolg gebracht haben, nein seine Eltern haben auch dieselben Gro&#223;eltern, da sie Cousin und Cousine sind. Le Clézio zog im Alter von 8 Jahren nach Nigeria, wo seine Vater als Kriegsarzt nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin bleiben wollte. Auf der langen Bootsreise dorthin machte Le Clézio erste schriftstellerische Versuche und schrieb zwei kleinere B&#252;cher, welche die Erlebnisse aus der Zeit an Bord festhielten. Zwei Jahre sp&#228;ter kehrte die Familie dann wieder ins heimische Frankreich zur&#252;ck, wo Le Clézio 1957 sein Abitur absolvieren konnte. In der Folge studierte er an den Universit&#228;ten in London und Bristol Englisch, was aufgrund der zweisprachigen Erziehung kein gro&#223;es Problem darstellen sollte. Sein Examen absolvierte er aber genauso wie die sp&#228;tere Doktorw&#252;rde an Universit&#228;ten in Frankreich. Bereits sein Erstlingswerk „Das Protokoll“, welches 1963 ver&#246;ffentlicht wurde, sorgte f&#252;r den schriftstellerischen Durchbruch von Le Clézio. Mit der besonderen Schilderung von Ungewissem, das die Menschheit in Gefahr bringen k&#246;nnte, gl&#228;nzte er sp&#228;ter auch in „Das Fieber“ und „Die Sintflut“. Neben den genannten schrieb Le Clézio in den ersten Erfolgsjahren noch eine Vielzahl an weiteren &#228;u&#223;erst gefragten Romanen, wobei <a href="http://www.buecher.de/shop/Tuareg/Wueste/Le-Clzio-Jean-Marie-G-/products_products/detail/prod_id/25408006/lfa/quicksearch-product-9/">„W&#252;ste“</a> aus dem Jahr 1980 f&#252;r den endg&#252;ltigen Durchbruch, auch auf internationalem Terrain, sorgte.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://www.nobelpreis.org/Literatur/images/clezio.jpg" alt="clezio 2008: Jean Marie Gustave Le Clézio (1940    )" width="130" height="158" title="2008: Jean Marie Gustave Le Clézio (1940    )" />Le Clézio schrieb neben seinen vielen ver&#246;ffentlichten Romanen auch eine Reihe von Essays, die sich in ihrer Bedeutung vor allem auf das Schicksal innerhalb Lateinamerikas beziehen. Die Erfahrungen hierf&#252;r sammelte er vorrangig auf einer l&#228;ngeren Reise durch Mexiko und den lateinamerikanischen Raum, die von 1970-1974 andauerte. Besonders sein gro&#223;es Interesse f&#252;r die indianischen Einfl&#252;sse in der mexikanischen Geschichte und Kultur bilden die zentrale Thematik im Werk des Autors, der mittlerweile zwischen seinen Wohnsitzen in den USA, Mexico, Mauritius und Frankreich pendelt. Nachdem er in den 80ern bereits mit dem Literaturpreis der Franz&#246;sischen Akademie geehrt wurde, erhielt Jean-Marie Gustave Le Clézio im letzten Jahr auch den Nobelpreis f&#252;r Literatur.</p>
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		<title>2007: Doris Lessing (1919 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 15:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die geb&#252;rtige Perserin Doris Lessing z&#228;hlt neben Virginia Woolf zur gr&#246;&#223;ten englischsprachigen Autorin des 20. Jahrhunderts, was vor allem an ihrem einzigartigen und nie erreichten Schreibstil liegt, der die verschiedensten menschlichen Aspekte in einem ganz neuen Licht darzustellen wei&#223;.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.flaggenkiste.de/images/big/grossbritanien.jpg" alt="grossbritanien 2007: Doris Lessing (1919    )" width="124" height="82" title="2007: Doris Lessing (1919    )" />Die geb&#252;rtige Perserin <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doris_Lessing">Doris Lessing</a></strong> z&#228;hlt neben Virginia Woolf zur gr&#246;&#223;ten englischsprachigen Autorin des 20. Jahrhunderts, was vor allem an ihrem einzigartigen und nie erreichten Schreibstil liegt, der die verschiedensten menschlichen Aspekte in einem ganz neuen Licht darzustellen wei&#223;.<br />
<br />
Als Doris May Taylor wurde Lessing am 22.Oktober 1919 in Kermanschah, welches im heutigen Iran anzusiedeln ist, geboren. Die Tochter eines britischen Offiziers und einer Krankenschwester zog gemeinsam mit ihren Eltern 6 Jahre nach der Geburt in eine andere britische Kolonie, S&#252;drhodesien, heute bekannt als Simbabwe. Dort besuchte sie zuerst eine Klosterschule und sp&#228;ter die High School in der Landeshauptstadt Harare. Nebenbei arbeitete sie hart auf dem Familiengut, das anders als von der Mutter geplant aber keinen gro&#223;en Reichtum mit sich trug. Nach dem Schulabbruch im Alter von 14 Jahren genoss Lessing keine weitere Bildung. Mit bereits 20 wurde sie das erste Mal verheiratet und weitere sechs Jahre darauf mit dem deutschen Diplomaten Gottfried Lessing das zweite Mal. Trotz relativ kurzer Ehe behielt sie den deutschen Nachnamen, unter dem sie heute bekannt ist. Ihre Werke, die sie nach und nach ver&#246;ffentlichen konnte, spiegeln zumeist die selbstgemachten Erfahrungen innerhalb des kolonialen Afrikas wieder. Ihre erste literarische Phase spezialisierte sich mehr auf die kommunistische Sicht von Lessing, wobei die zweite eher auf psychologische Aspekte achtete. Noch im Scheidungsjahr 1949 ver&#246;ffentlichte Doris Lessing mit dem Roman „The grass is singing“ (Afrikanische Trag&#246;die) ihr erstes gro&#223;es Werk. In diesem bezog sich die Autorin auf die gro&#223;e Problematik der Rassenfrage und integrierte erstmals eine weibliche Sicht in den Themenbereich.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2007/lessing_sv_ak_photo.jpg" alt="lessing sv ak photo 2007: Doris Lessing (1919    )" width="130" height="158" title="2007: Doris Lessing (1919    )" />Auch der zweite gro&#223;e Roman, der wohl als ihr gr&#246;&#223;ter anzusehen ist, landete einen riesigen Erfolg. In <a href="http://www.buecher.de/shop/Prix-Mdicis/Das-goldene-Notizbuch/Lessing-Doris/products_products/detail/prod_id/02292501/lfa/quicksearch-product-7/">„Das goldene Notizbuch“</a> aus dem Jahr 1962 beschrieb sie die Erlebnisse von zwei intellektuellen und emanzipierten Frauen, die sich politisch engagieren. Das Werk charakterisiert sich aus eigenen Erfahrungen, den politischen Zusammenh&#228;ngen und der Kreativit&#228;t der Autorin. Lessing verwendete wie in eigentlich allen ihren Werken autobiografische Aspekte und erhielt daf&#252;r gro&#223;en Zuspruch innerhalb der Literaturkreise, die den Roman als gro&#223;en Klassiker des Feminismus feierten. In der letzten, von ihr selbst als gr&#246;&#223;te Phase beschriebenen Wirkungszeit scheint die islamische Mystik das zentrale Thema. So gilt f&#252;r sie selbst die Reihe „Canopus in Argos“, welche innerhalb der Jahre 1979-83 verfasst wurde, als gr&#246;&#223;te literarische Leistung. 2007 &#252;berreichte man der mittlerweile 88-J&#228;hrigen f&#252;r ihre gef&#252;hlvolle Darstellung in Verbindung mit vision&#228;rer Kraft den Nobelpreis f&#252;r Literatur.</p>
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		<title>2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 08:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Brite Harold Pinter war nicht nur ein gro&#223;artiger Theaterautor, der mit seiner einzigartigen Absurdit&#228;t den Zuschauer in scheinbar unergr&#252;ndbare Existenzbestandteile zu integrieren wusste, sondern auch erfolgreicher Regisseur, Schauspieler und Literaturnobelpreistr&#228;ger.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.flaggenkiste.de/images/big/grossbritanien.jpg" alt="grossbritanien 2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)" width="124" height="82" title="2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)" />Der Brite <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harold_Pinter">Sir Harold Pinter</a></strong> war nicht nur ein gro&#223;artiger Theaterautor, der mit seiner einzigartigen Absurdit&#228;t den Zuschauer in scheinbar unergr&#252;ndbare Existenzbestandteile zu integrieren wusste, sondern auch erfolgreicher Regisseur, Schauspieler und Literaturnobelpreistr&#228;ger.<br />
<br />
Im proletarisch gepr&#228;gten Londoner Stadtteil Eastend wurde Pinter am 10.Oktober 1930 als Sohn eines Schneiders geboren. Der von portugiesischen Vorfahren abstammende sp&#228;tere Erfolgsautor erlebte eine relativ ungew&#246;hnliche Kindheit. 1948 entzog er sich der Einberufung ins Milit&#228;r und wurde in der Folge f&#252;r seine Verweigerung inhaftiert. Wieder in Freiheit bekam er ein finanziertes Stipendium f&#252;r das Studium an der Royal University of Dramatic Art, was er jedoch nach kurzer Zeit wieder abbrach. Stattdessen zog er mit einer Wandergruppe, die innerhalb Irlands St&#252;cke von Shakespeare auf die B&#252;hne brachte umher. Neben der T&#228;tigkeit als Schauspieler in Theaterst&#252;cken verfasste er bereits einige kleinere Werke. Nach zwei kleineren St&#252;cken, die erfolglos blieben, gelang Harold Pinter mit „Der Hausmeister“ der wirkliche Durchbruch. 1960 uraufgef&#252;hrt, sollte dies die Grundlage f&#252;r die &#252;ber 30 Jahre anhaltende Erfolgsgeschichte bilden. Pinter stieg zu einem der international begehrtesten Dramaturgen auf und konnte in der Folge eine Vielzahl an erfolgreichen St&#252;cken auf die Theaterb&#252;hnen Europas bringen. Doch nicht nur seine Theaterst&#252;cke wurden in den 70ern, 80ern und 90ern gespielt, auch als Drehbuchautor f&#252;r Regisseure wie Kazan und Altman machte sich Harold Pinter einen gro&#223;en Namen.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/pinter.jpg" alt="pinter 2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)" width="130" height="158" title="2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)" />Neben den Drehb&#252;chern f&#252;r zahlreiche Filme wie „Die Geliebte des franz&#246;sischen Leutnants“ 1981 wurden im Laufe der Jahre auch einige vorher als <a href="http://www.buecher.de/shop/Drehbuch/Die-Geburtstagsfeier-Der-Hausmeister-Die-Heimkehr-Betrogen/Pinter-Harold/products_products/detail/prod_id/13211388/lfa/quicksearch-product-3/">Theaterst&#252;cke</a> ver&#246;ffentlichten Werke verfilmt. So fanden 1968 „The Birthday Party“ und f&#252;nf Jahre sp&#228;ter „The Homecoming“ den Weg auf die Kinorollen. Gelegentlich wirkte Pinter in den Werken auch selbst als Schauspieler mit. Neben den k&#252;nstlerischen Erfolgen sorgte Pinter vor allem durch einzelne politische Statements sowie seiner in den Werken der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich gemachten Frauengeschichten f&#252;r Aufsehen. Nach &#252;ber zwanzig Jahren Ehe verlie&#223; er seine Frau und die Mehrheit schien innerhalb des Werkes „Betrug“ eine Dokumentation dar&#252;ber zu finden, wobei dieses auf eine bereits fr&#252;her gemachte Aff&#228;re Bezug nimmt. Politisch verteidigte er den serbischen Diktator Milosevic und bekam daf&#252;r gro&#223;e Kritik. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen konnte er bei der Nobelpreisvergabe 2005 nur per Videobotschaft zu den G&#228;sten sprechen und prangerte in dieser die Politik von Bush und Blair in Bezug auf den Irakkrieg an. Seine letzte Vorstellung als Schauspieler, welche sofort ausverkauft war, gab er 2006. Am Heiligabend des vergangenen Jahres erlag Harold Pinter den Folgen von Kehlkopfkrebs.</p>
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		<title>2004: Elfriede Jelinek (1946 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 08:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
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		<description><![CDATA[Die &#214;sterreicherin Elfriede Jelinek schafft es aufgrund ihres k&#252;nstlerischen Schaffens, welches von Dramen und Romanen, bis hin zu Theaterst&#252;cken und H&#246;rspielen reicht, dass ein gro&#223;es Publikum ihrer besonderen Sicht der sozialen Missst&#228;nde Begeisterung schenkt.
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/oesterreich.gif" alt="oesterreich 2004: Elfriede Jelinek (1946    )" width="124" height="82" title="2004: Elfriede Jelinek (1946    )" />Die &#214;sterreicherin <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elfriede_Jelinek">Elfriede Jelinek</a></strong> schafft es aufgrund ihres k&#252;nstlerischen Schaffens, welches von Dramen und Romanen, bis hin zu Theaterst&#252;cken und H&#246;rspielen reicht, dass ein gro&#223;es Publikum ihrer besonderen Sicht der sozialen Missst&#228;nde Begeisterung schenkt.<br />
<br />
Als Tochter eines j&#252;dischen Chemikers, der nur aufgrund seiner Wichtigkeit dem Konzentrationslager entging und einer Mutter, die gro&#223;b&#252;rgerlichen Wurzeln entsprang, wurde Jelinek am 20. Oktober 1946 in M&#252;rzzuschlag in der Steiermark geboren. In ihrer Kindheit genoss sie haupts&#228;chlich den Kontakt zur Mutter, da der Vater zunehmend in psychische Probleme verfiel. Nach einem katholischen Kindergarten besuchte sie eine Klosterschule, deren Besuch ihr aber von den Nonnen selbst als hinderlich best&#228;tigt wurde. Jelineks Mutter plante von Beginn an eine &#228;u&#223;erst musikalisch gepr&#228;gte Zukunft ihrer Tochter. So besuchte sie bereits ab dem 14.Lebensjahr das Wiener Konservatorium, wo sie zun&#228;chst Klavier, Blockfl&#246;te und Orgel, sp&#228;ter sogar noch Komposition studierte. Nebenbei kam sie einer gew&#246;hnlichen Schulausbildung nach und besuchte ein Realgymnasium der Stadt. Ab 1964 studierte sie dann Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte, was sie jedoch nach kurzer Zeit aufgrund von Depressionen wieder abbrach. Isoliert von der Au&#223;enwelt lebte sie im folgenden Jahr fast ausschlie&#223;lich zu Hause und widmete sich mehr und mehr der Schriftstellerei. Aus dieser Zeit stammt mit dem Gedichtband „Lisas Schatten“ auch die erste gro&#223;e Ver&#246;ffentlichung. Nach dem Tod ihres Vaters 1969 kam es zu einer Wendung in Jelineks Leben.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/jelinek.jpg" alt="jelinek 2004: Elfriede Jelinek (1946    )" width="130" height="158" title="2004: Elfriede Jelinek (1946    )" />Sie erholte sich zunehmend und wurde zudem auch politisch aktiv. Ihr Beitritt zur Studentenbewegung sollte erst der Anfang sein. Drei Jahre nach dem Abschluss des Orgelstudiums aus dem Jahr 1971, trat Jelinek in die kommunistische Partei &#214;sterreichs ein, aus der sie Anfang der 90er wieder austrat. Noch im gleichen Jahr ver&#246;ffentlichte sie ihr erstes gro&#223;es H&#246;rspiel „Wenn die Sonne sinkt, ist f&#252;r manche schon B&#252;roschluss“, was innerhalb der Heimat als H&#246;rspiel des Jahres ausgezeichnet wurde. Ein Jahr sp&#228;ter ging der Erfolg weiter und so gilt der Roman „Die Liebhaberin“ als der endg&#252;ltige Durchbruch. Es folgten weitere vielumjubelte Werke, ob als H&#246;rspiel oder Roman. Neben positiver Rezension erntete Jelinek aber auch reichlich Kritik, vor allem f&#252;r das „Burgtheater“ 1985. Auch durch ihr wohl gr&#246;&#223;tes Werk <a href="http://www.buecher.de/shop/Oesterreich/Lust/Jelinek-Elfriede/products_products/detail/prod_id/04355115/lfa/quicksearch-product-1/">„Lust“</a>, welches 1989 herausgebracht wurde, sorgte Elfriede Jelinek f&#252;r gro&#223;es Aufsehen. Nachdem ein weiteres Theaterst&#252;ck  Mitte der 90er erneut eine scharfe Kritik zur Folge hatte und Angriffe auf ihre Person &#220;berhand nahmen, zog sich die Literaturnobelpreistr&#228;gerin des Jahres 2004 aus der &#214;ffentlichkeit zur&#252;ck, wagte aber in den vergangenen Jahren mehrmals das Comeback.</p>
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		<title>2002: Imre Kertész (1929 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 07:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Ungar Imre Kertész ist einer der erfolgreichsten Autoren des noch jungen Jahrhunderts und verdient sich besonders durch die abenteuerliche Darstellung des Einzelnen im Kampf gegen die geschichtlichen Hindernisse, die sich im Lauf dem Individuum in den Weg stellen, hohes Ansehen.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/ungarn.gif" alt="ungarn 2002: Imre Kertész (1929    )" width="124" height="82" title="2002: Imre Kertész (1929    )" />Der Ungar <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Imre_Kert%C3%A9sz">Imre Kertész</a></strong> ist einer der erfolgreichsten Autoren des noch jungen Jahrhunderts und verdient sich besonders durch die abenteuerliche Darstellung des Einzelnen im Kampf gegen die geschichtlichen Hindernisse, die sich im Lauf dem Individuum in den Weg stellen, hohes Ansehen.<br />
<br />
In Budapest wurde Kertész am 9. November 1929 als Sohn j&#252;disch stammender Eltern geboren. Nach einer unauff&#228;lligen Schulzeit geriet er in das Konzentrationslager Auschwitz, aus dem er zu Kriegsende 1945 wieder befreit werden konnte. Kertész kam zur&#252;ck nach Budapest, wo er erfolgreich sein Abitur absolvierte. Kurz darauf bekam er bei einer Tageszeitung eine Stelle und arbeitete fortan als freier Journalist. Drei Jahre sp&#228;ter musste er diese T&#228;tigkeit aber wieder aufgeben, was minder an seiner F&#228;higkeit zu schreiben lag, als daran, dass die Zeitung zum Organ der kommunistischen Partei erkl&#228;rt wurde. Einer zweij&#228;hrigen Zwischenphase, in der Kertész dem Milit&#228;r diente, folgte die wirkliche schriftstellerische Schaffenszeit. Der Ungar widmete sich ab 1953 immer mehr der Literatur, schrieb selbst und verdiente sich als &#220;bersetzer der Werke von Nietzsche, Schnitzler und Freud seinen Lebensunterhalt. Ab 1960 begann er dann intensiv an seinem Lebenswerk <a href="http://www.buecher.de/shop/WELT-Literaturpreis/Roman-eines-Schicksallosen/Kertesz-Imre/products_products/detail/prod_id/26391094/lfa/quicksearch-product-4/">„Roman eines Schicksalslosen“</a> zu schreiben. &#220;ber 13 Jahre arbeitete Kertész an einem Werk, das als eine der eindrucksvollsten Erz&#228;hlungen &#252;ber den Holocaust in die Geschichte eingehen sollte. In autobiografischer Darstellung erz&#228;hlt der Autor haupts&#228;chlich eine Geschichte, die durch pers&#246;nlich gemachte Erfahrungen zu einem unnachahmlichen Roman geworden ist.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://www.nobelpreis.org/nobel-preis/EN/Literature/images/kertesz.jpg" alt="kertesz 2002: Imre Kertész (1929    )" width="130" height="158" title="2002: Imre Kertész (1929    )" />Zun&#228;chst abgelehnt, wurde dieser erstmals 1975 verlegt. Eine richtige Bewunderung f&#252;r das Geschaffene wiederfuhr Imre Kertész aber erst mit der Neuauflage 1985, mit der er in den Fokus der &#214;ffentlichkeit geriet. Es folgten weitere Erz&#228;hlungen, in denen sich der Schriftsteller auf die Suche nach seiner eigenen Identit&#228;t begab. So entstanden Ende der 80er bzw. Anfang der 90er noch die erfolgreichen Werke „Fiasko“ 1988 und „Kaddisch f&#252;r ein nichtgeborenes Kind“ 1990, wobei das zweite bereits zwei Jahre sp&#228;ter ins Deutsche &#252;bersetzt wurde, w&#228;hrend das erste bis zum Jahr 2000 auf eine Ver&#246;ffentlichung im deutschsprachigen Raum warten musste. Neben der schriftstellerischen Gattung erarbeitete Imre Kertész auch Theaterst&#252;cke, von denen zahlreiche aufgef&#252;hrt werden konnten. Gerade f&#252;r das St&#252;ck &#8220;Csacsifogat&#8221; wurden jedoch heftige Plagiatsvorw&#252;rfe gegen den Ungar erhoben. Eine Schmach, der er sich bis heute nicht wirklich entledigen konnte, was einen dunklen Schatten auf das Werk vom Literaturnobelpreistr&#228;ger von 2002 und Goethe-Medaillen-Inhaber des Jahres 2004 wirft.</p>
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		<title>2000: Gao Xingjian (1940 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 12:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der chinesische Literaturnobelpreistr&#228;ger von 2000, Gao Xingjian gilt als Neubegr&#252;nder der asiatischen Kunst der Dramaturgie, des Romanschreibens und der Erz&#228;hlweise, die er in einer besonderen Art dem Lesenden zur Einsicht gibt.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/china.gif" alt="china 2000: Gao Xingjian (1940    )" width="124" height="82" title="2000: Gao Xingjian (1940    )" />Der chinesische Literaturnobelpreistr&#228;ger von 2000, <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gao_Xingjian">Gao Xingjian</a></strong> gilt als Neubegr&#252;nder der asiatischen Kunst der Dramaturgie, des Romanschreibens und der Erz&#228;hlweise, die er in einer besonderen Art dem Lesenden zur Einsicht gibt.<br />
<br />
In Ganzhou im Osten Chinas wurde er als Sohn einer Amateurschauspielerin und eines Bankiers am 4.Januar 1940 geboren. Nach den Interessen der Mutter kam Xingjian bereits in jungen Jahren in Kontakt mit der Welt des Theaters und der Schriftstellerei. Nach einer wenig ereignisreichen Schulzeit konnte er 1962 am Institut f&#252;r Fremdsprachen in Peking sein Examen im Bereich Franz&#246;sisch absolvieren. Ab 1966 wurde er in Zuge der Kulturrevolution f&#252;r zehn Jahre in einem Umerziehungslager gezwungen seine ersten Schriften zu verbrennen, was ihn aber nicht daran hindern sollte, heimlich weiter zu schreiben. Dank seiner Standfestigkeit und eines k&#228;mpferischen Willens durfte Xingjian ab 1979 nicht nur in chinesischen Zeitungen kleinere Beitr&#228;ge ver&#246;ffentlichen, sondern auch mehrere Reisen in ferngelegene Orte unternehmen. In dieser Zeit waren es jedoch mehr seine &#220;bersetzungen von den St&#252;cken Ionescos und Preverts, als seine eigenen, die f&#252;r Aufsehen sorgten. Dennoch kam es zu den Auff&#252;hrungen von „Alarmsignal“ oder „die Busstation“, wenngleich diese als unr&#252;hmlich beschrieben wurden und Xingjian 1986 als Folge f&#252;r seine St&#252;cke ein Auff&#252;hrungsverbot erhielt.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/xingjian.jpg" alt="xingjian 2000: Gao Xingjian (1940    )" width="130" height="158" title="2000: Gao Xingjian (1940    )" />Nach herber &#246;ffentlicher Kritik, ging er als politischer Fl&#252;chtling nach Paris, wo er sich in einem anderen k&#252;nstlerischen Bereich, der Malerei seine Br&#246;tchen verdiente. Als Reaktion auf das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 trat der Autor aus der Kommunistischen Partei aus und ver&#246;ffentlichte das Werk „Die Flucht“, welches nicht nur als Reaktion auf die Geschehnisse, sondern auch als endg&#252;ltiger Bruch mit dem Heimatland zu werten ist. Xingjian nahm 1998 die franz&#246;sische Staatsb&#252;rgerschaft an und l&#246;schte somit s&#228;mtliche Verbindung zu China, auch wenn er in seinen sp&#228;ter erschienen Werken immer noch den Bezug zu China als Sujet verwendete. 2001 entstand <a href="http://www.buecher.de/shop/China/Soul-MountainDer-Berg-der-Seele-englische-Ausgabe/Gao-Xingjian/products_products/detail/prod_id/14715167/lfa/list-product-1/">„Der Berg der Seele“</a>, das im Wesentlichen die Reise durch China in gespenstischer Gestaltung darlegt. 2004 berichtete er in „Das Buch eines einsamen Menschen“ &#252;ber das Schicksal seiner Familie, die dem Massaker zum Opfer f&#228;llt. Gao Xingjian erhielt mehrere franz&#246;sische Literaturpreise. Sehr &#252;berraschend hingegen kam die Verleihung des Nobelpreises f&#252;r Literatur, den er 2000 bekam. China selbst sah es als nicht gerechtfertigt, einem derart unbedeutenden K&#252;nstler diesen auszuh&#228;ndigen und bis heute wird &#252;ber die Verbindung zu Akademiemitglied Malmqvist, der zugleich &#220;bersetzer der Werke Xingjians ist, spekuliert.</p>
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		<title>1999: G&#252;nter Grass (1927 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 12:23:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[G&#252;nter Grass ist Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Literaturexperte und durchweg K&#252;nstler, was ihn noch heute nicht nur zu einem der am meisten beachtesten Personen Deutschlands, sondern zu einem international bewunderten Autoren der Gegenwart macht.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/deutschland.gif" alt="deutschland 1999: Günter Grass (1927    )" width="124" height="82" title="1999: Günter Grass (1927    )" /><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Grass">G&#252;nter Grass</a></strong> ist Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Literaturexperte und durchweg K&#252;nstler, was ihn noch heute nicht nur zu einem der am meisten beachtesten Personen Deutschlands, sondern zu einem international bewunderten Autoren der Gegenwart macht.<br />
<br />
Die eigentliche Heimat des Weltautors liegt in Polen. Am 16.Oktober 1927 in Danzig geboren, konnten die Eltern, ein protestantischer Lebensmittelh&#228;ndler und eine kaschubisch st&#228;mmige Katholikin, nicht ahnen, welchen Werdegang ihr einziger Sohn nehmen sollte. In relativ &#228;rmlichen Verh&#228;ltnissen aufgewachsen, diente Grass zun&#228;chst als Messdiener und kam in die Hitlerjugend, auch wenn er von dieser von Beginn an kein gutes Bild hatte. Nach dem Besuch der Volksschule und des Gymnasiums in Danzig, meldete sich Grass, um seinen finanziellen Beitrag f&#252;r die Familie zu leisten, 1941 freiwillig f&#252;r die Wehrmacht. 1945 gelangte er innerhalb der kriegerischen Handlungen schlie&#223;lich in Kriegsgefangenschaft. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges machte er zun&#228;chst eine Lehre als Steinmetz, bevor er zwischen 1948 und 1952 Grafik und Bildhauerei in D&#252;sseldorf studierte. Dieses Studium setzte er sp&#228;ter an der Hochschule f&#252;r Bildende K&#252;nste in Berlin fort. Neben einigen plastischen Ausstellungen Mitte der 50er-Jahre zog es Grass auch langsam in den literarischen Bereich, in dem er anf&#228;nglich an Kurzprosa und einzelnen kleineren Theaterst&#252;cken arbeitete. 1959 entstand mit <a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Die-Blechtrommel-Jubilaeumsausgabe/Grass-Guenter/products_products/detail/prod_id/26366282/lfa/quicksearch-product-3/">„Die Blechtrommel“</a>, welche sp&#228;ter sogar verfilmt wurde, Grass` erster Roman, der auf Anhieb gro&#223;en Erfolg verbuchen konnte. Mit der eher gegenst&#228;ndlichen Darstellung der Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs entschloss sich Grass gegen das von allen beschriebene, formale Bild, distanzierte sich somit in einem ganz eigenen Stil und schaffte es als erster deutscher Autor nach dem Weltkrieg wieder f&#252;r internationales Aufsehen zu sorgen.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/grass.jpg" alt="grass 1999: Günter Grass (1927    )" width="130" height="158" title="1999: Günter Grass (1927    )" />Grass nutzte das &#246;ffentliche Interesse an seiner Person und warb f&#252;r die politischen Interessen seines Freundes Willy Brandt. So nahm er an Wahlreisen, politischen Kundgebungen, bei denen er sich selbst zu Wort meldete und Wahlk&#228;mpfen teil. 1982 trat er in die Partei der Sozialdemokraten ein, eckte jedoch aufgrund seiner Ansichten innerparteilich mehrfach an. Grass sprach sich unter anderem gegen die Wiedervereinigung aus und stellte 1992 seine parteilichen Aktivit&#228;ten ein, blieb aber als Berater politisch aktiv und unterst&#252;tze beispielsweise den Wahlkampf von Heide Simonis in Schleswig-Holstein. Literarisch schreibt Grass noch heute seine Werke nach der alten Rechtschreibung und ver&#246;ffentlicht flei&#223;ig weiter. So entstanden 2006 die Erinnerungen <a href="http://www.buecher.de/shop/G-M/Grass-Guenter/Beim-Haeuten-der-Zwiebel/products_products/detail/prod_id/20847311/lfa/quicksearch-product-5/">„Beim H&#228;uten der Zwiebel“</a> oder 2008 der Roman „Die Box“. F&#252;r 2010 plant der Literaturnobelpreistr&#228;ger von 1999, der auch &#252;ber eine Vielzahl anderer Preise verf&#252;gt, die Herausgabe von „Unterwegs von Deutschland nach Deutschland. Tagebuch 1990“.</p>
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		<title>1998: José de Sousa Saramago (1922 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 12:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[José des Sousa Saramago ist ein gro&#223;er portugiesischer Essayist und Schriftsteller, dem es sowohl gelingt Anh&#228;nger der Romantik als auch die des Dramatischen mithilfe seiner ganz individuell gestalteten Werke f&#252;r sich zu gewinnen.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/portugal.gif" alt="portugal 1998: José de Sousa Saramago (1922    )" width="124" height="82" title="1998: José de Sousa Saramago (1922    )" /><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Saramago">José des Sousa Saramago</a></strong> ist ein gro&#223;er portugiesischer Essayist und Schriftsteller, dem es sowohl gelingt Anh&#228;nger der Romantik als auch die des Dramatischen mithilfe seiner ganz individuell gestalteten Werke f&#252;r sich zu gewinnen.<br />
<br />
Der Sohn zweier Landarbeiter wurde am 16.November 1922 im kleinen Dorf Azinhaga, n&#246;rdlich der portugiesischen Hauptstadt Lisabon geboren. Eigentlich als José de Sousa bedacht, bemerkte die Familie erst im Alter von 7 Jahren bei der Einschulung, dass der vollst&#228;ndige Namen durch Eigeninitiative des Standesbeamten mit dem Zusatz Saramago, der f&#252;r die Familie v&#228;terlicherseits im Umkreis bekannt war, erg&#228;nzt wurde. Der Abschluss an einem Gymnasium in Lisabon, wo die Familie hinzog, scheiterte an den finanziellen M&#246;glichkeiten der Eltern und so musste Saramago trotz hervorragender Noten fr&#252;hzeitig abbrechen und wechselte auf die Technische Hochschule, wo er eine Ausbildung als Mechaniker machte und fortan als KFZ-Mechaniker arbeitete. Nebenbei besuchte er immer h&#228;ufiger Bibliotheken, was einen zunehmenden Kontakt mit portugiesischer Literatur zur Folge hatte. Saramago begann selbst zu schreiben und konnte 1947 seine erste Novelle ver&#246;ffentlichen. Nach einer weiteren, die nie ver&#246;ffentlicht wurde, kam er jedoch zu dem Schluss, dass er nicht weiter schreiben sollte, weil ihm nichts als wichtig erschien. Bis 1966 blieben Ver&#246;ffentlichungen demnach aus. Nachdem er 1949 in seinem Betrieb entlassen wurde, arbeitete er als Verlagsproduzent und &#220;bersetzer, wodurch sich der Kontakt mit zahlreichen Autoren der Zeit aufbaute.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/saramago.jpg" alt="saramago 1998: José de Sousa Saramago (1922    )" width="130" height="158" title="1998: José de Sousa Saramago (1922    )" />1966 kehrte er mit dem Gedichtband „Os Poemas Possíveis“ zur&#252;ck auf die literarische B&#252;hne, vier Jahr sp&#228;ter folgte der n&#228;chste. Saramago wurde nun auch politisch aktiver und schloss sich 1969 der kommunistischen Partei an. Kurze Zeit nach der Nelkenrevolution aus dem Jahr 1974 entschied er sich aber, sein Interesse wieder voll der Literatur zu widmen, wohl auch, weil er seine f&#252;hrende Position innerhalb der Rebellierenden verlor. Ein kluge Entscheidung, wie sich sp&#228;ter herausstellen sollte. 1980 gelang ihm mit seinem ersten Roman „Hoffnung im Alatejo“ der nationale, mit dem Liebesroman „Memorial“ zwei Jahre sp&#228;ter der internationale Durchbruch. Es folgten weitere gro&#223;e Werke, f&#252;r die Saramago viel Lob, aber auch Kritik erntete. So verh&#246;hnte die Kirche sein Werk <a href="http://www.buecher.de/shop/Jesus-Christus/Das-Evangelium-nach-Jesus-Christus/Saramago-Jos/products_products/detail/prod_id/07045852/lfa/quicksearch-product-11/">„Das Evangelium nach Jesus Christus“</a> als Blasphemie. Auch das katholisch gepr&#228;gte Portugal stellte sich gegen den Autor, woraufhin Saramago nach Lanzarote auswanderte. Nichtsdestotrotz bekam José de Sousa Saramago hochrangige Auszeichnungen wie dem Prémio Vida Literária 1993 oder 1998 den Nobelpreis f&#252;r Literatur verliehen und erfreut sich noch heute gro&#223;em internationalen Interesse.</p>
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		<title>1997: Dario Fo (1926 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 09:03:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[1997]]></category>
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		<description><![CDATA[Dario Fo ist ein italienischer Erfolgsautor, der sich vor allem im Bereich des satirischen Theaters als Schauspieler, Regisseur und Erz&#228;hler einen Namen machte, wenngleich viele seiner Worte eine Provokation f&#252;r Bestehendes darstellen.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/italien.gif" alt="italien 1997: Dario Fo (1926    )" width="124" height="82" title="1997: Dario Fo (1926    )" /><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dario_Fo">Dario Fo</a></strong> ist ein italienischer Erfolgsautor, der sich vor allem im Bereich des satirischen Theaters als Schauspieler, Regisseur und Erz&#228;hler einen Namen machte, wenngleich viele seiner Worte eine Provokation f&#252;r Bestehendes darstellen.<br />
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In einem kleinen Dorf namens  Sangiano am gro&#223;en Lago Maggiore in Italien wurde Fo am 24.M&#228;rz 1926 geboren. Als Sohn einer B&#228;uerin und eines Eisenbahnangestellten, der sich ebenfalls einen Namen durch die Schauspielerei machte, kam er schon in jungen Jahren in Kontakt mit dem Theater. Nebenbei entwickelte er dank seines Gro&#223;vaters, der ihm viel vorlas auch eine Verbindung zum Geschichtenerz&#228;hlen. Nach Beendigung der Schullaufbahn zog Fo nach Mailand, wo er sich an der Kunsthochschule Brera f&#252;r Kunst und Architektur einschrieb.<br />
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W&#228;hrend des Zweiten Weltkriegs bek&#228;mpfte Fo zusammen mit seiner Familie aktiv die faschistischen Handlungen der Regierung. So schmuggelte er mit seinem Vater mehrfach heimlich Fl&#252;chtlinge und Desserteure der Alliierten &#252;ber die Grenze in die Schweiz. Selbst entzog er sich geschickt der Einberufung durch die Truppen des Diktators Salo. Nach Kriegsende nahm Dario Fo sein Studium wieder auf und entwickelte zunehmend noch gr&#246;&#223;eres Interesse f&#252;r das Theater. 1952 gab er im Teatro Odeon sein Schauspieldeb&#252;t. Zwei Jahre sp&#228;ter lernte er seine sp&#228;tere Ehefrau Franca Rame kennen, mit der er die Theatergruppe „Compagnia Fo-Rame“ gr&#252;ndete und mit der er noch heute zusammenlebt. Mit ihr an der Seite zog Fo f&#252;r mehrere gro&#223;e Touren durch Italien und erfreute sich <a href="http://www.buecher.de/shop/Italien/Sotto-paga-Non-si-paga/Fo-Dario/products_products/detail/prod_id/23898336/lfa/list-product-2/">mit seinen Werken</a> im Laufe der Jahre immer gr&#246;&#223;erem Interesse des internationalen Publikums. Der wirkliche Durchbruch auf internationaler B&#252;hne gelang Fo mit „Die Erzengel spielen nicht Flipper“, welches 1960 uraufgef&#252;hrt wurde. Kurze Zeit sp&#228;ter &#252;bernahm er die Moderation der Sendung „Canzonissima“, die aber aufgrund des skandal&#246;sen Programmes sp&#228;ter wieder eingestellt wurde. Fo stellte zumeist das Leben einfacher Leute dar und bekam gro&#223;en Zuspruch. Insbesondere die Darstellung eines von der Mafia get&#246;teten Journalisten traf aber auf gro&#223;e Kritik aus Politikerkreisen. Fo erhielt darauf ein Auftrittsverbot innerhalb des Fernsehens.<br />
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<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/fo.jpg" alt="fo 1997: Dario Fo (1926    )" width="130" height="158" title="1997: Dario Fo (1926    )" />Seiner Gesinnung sollte das aber keinen Bruch tun, so legte sich Fo in folgenden Theaterst&#252;cken weiter mit gestandenen Institutionen der Regierung und sogar mit dem Vatikan an. So kritisierte der Glaubensstaat unter anderem die Auszeichnung Fos mit dem Literaturnobelpreis 1997 als nicht zu vertretbare Entscheidung. Neben dieser Auszeichnung erhielt Dario Fo weitere wie den Sonning-Preis der Universit&#228;t Kopenhagen. Mittlerweile ist Fo selbst politisch aktiv, verlor aber die letzte Wahl f&#252;r das B&#252;rgermeisteramt in Mailand, trotz &#252;ber 23 Prozent Wahlanteilen.</p>
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