Deutschsprachige Literaturnobelpreisträger
Gerhart Hauptmann (1862 – 1946)
Deutsches Kaiserreich
„Vornehmlich für seine reiche, vielseitige, hervorragende Wirksamkeit
auf dem Gebiete der dramatischen Dichtung“
Günter Grass (* 1927)
Deutschland
„Weil er in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“
Heinrich Böll (1917 – 1985)
Deutschland
„für eine Dichtung, die durch ihre Verbindung von zeitgeschichtlichem
Weitblick und liebevoller Gestaltungskraft erneuernd in der deutschen
Literatur gewirkt hat“
Hermann Hesse (1877 – 1962)
Schweiz
„Für seine inspirierte Verfasserschaft, die in ihrer Entwicklung neben
Kühnheit und Tiefe zugleich klassische Humanitätsideale und hohe
Stilwerte vertritt“
Herta Müller(* 1953)
Deutschland
„die mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa
Landschaften der Heimatlosigkeit zeichnet“
Nelly Sachs (1891 – 1970)
Schweden
„für ihre hervorragenden lyrischen und dramatischen Werke,
die das Schicksal Israels mit ergreifender
Deutlichkeit interpretieren“
Paul Heyse (1830 – 1914)
Deutsches Kaiserreich
„als Huldigungsbeweis für das vollendete und von idealer Auffassung
geprägte Künstlertum, das er während einer langen und bedeutenden Wirksamkeit
als Lyriker, Dramatiker, Romanschrift- steller und Dichter von weltberühmten
Novellen an den Tag gelegt hat“
Rudolf Eucken (1846 – 1926)
Deutsches Kaiserreich
„auf Grund des ernsten Suchens nach Wahrheit, der durchdringenden Gedankenkraft und des Weitblicks, der Wärme und Kraft der Darstellung, womit er in zahlreichen Arbeiten eine ideale Weltanschauung vertreten und entwickelt hat“
Theodor Mommsen (1817 – 1903)
Deutsches Kaiserreich
„dem gegenwärtig größten lebenden Meister der historischen Darstellungskunst, mit besonderer Berücksichtigung seines monumentalen Werkes ‚Römische Geschichte“
Thomas Mann (1875 – 1955)
Weimarer Republik
„vornehmlich für seinen großen Roman ‚Buddenbrooks‘, der im Laufe der Jahre eine immer mehr sich festigende Anerkennung als ein klassisches Werk der zeitgenössischen Literatur gewonnen hat“
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“Literatur ist Feuer” – Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa
Der Nobelpreis für Literatur ging 2010 erstmals an einen peruanischen Schriftsteller. Mario Vargas Llosa wurde für seine „Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“ durch die Schwedische Akademie ausgezeichnet. Am 10. Dezember 2010 übergab ihm der schwedische König Carl XVI. Gustav im Stockholmer Konzerthaus den mit 1,09 Millionen Euro dotierten Preis. Weiterlesen...
Judith Rochau, Keine Kommentare
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Die in Rumänien geborene Herta Müller ist die Nobelpreisträgerin für Literatur, da sie es in unnachahmlicher Art perfektioniert hat, einen historischen Kontext in moderne, intensivierte Lyrik einzubetten und diese in besonderer Sachlichkeit darzustellen. Mitte der 90er wuchs die Popularität der Schriftstellerin noch weiter an und so konnte sie neben den Veröffentlichungen „Herztier“ oder „In der Falle“ auch hochrangige Auszeichnungen wie den Kleist-Preis 1994 oder 1997 den Literaturpreis der Stadt Graz ihr Eigen nennen. Weiterlesen...
Benjamin Jendro, 2 Kommentare
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Der Sieger des Literaturnobelpreises 2008 heißt Jean-Marie Gustave Le Clézio, der es dank seiner besonderen Fähigkeit die existenzielle Wirklichkeit in seinen Werken integrativ einzubinden, dazu geschafft hat, einer der heute bekanntesten Autoren unserer Gesellschaft zu werden. Der Franzose wurde am 13.April 1940 in Nizza als Sohn des Ehepaars Simone und Raoul Le Clézio geboren. Er besitzt eine äußerst interessante Familiengeschichte. Nicht nur, dass er Vorfahren in der Bretagne und auf Mauritius hat und diese es dort zu großem wirtschaftlichen Erfolg gebracht haben, nein seine Eltern haben auch dieselben Großeltern, da sie Cousin und Cousine sind. Weiterlesen...
Benjamin Jendro, Keine Kommentare
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Der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk präsentiert momentan einen der facettenreichsten Autoren im Bereich der Betrachtung der eigenen Heimat und schafft es auf eine besondere Erzählweise die Geschehnisse innerhalb des Orients in ihrer ganzen Komplexität darzustellen. In einem fünfstöckigen Wohnhaus wuchs der am 7.Juni 1952 im Istanbuler Stadtteil Şişli geborene Pamuk als Mitglied einer Großfamilie auf. Schon im Alter von 7 Jahren begann er sich der Kunst zuzuwenden, auch wenn sich diese zunächst in einer anderen Gattung als der späteren wiederspiegelte. Weiterlesen...
Benjamin Jendro, Keine Kommentare
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John Maxwell Coetzee ist ein südafrikanischer Schriftsteller, der für seine bedeutsame Darstellung der sozialen und politischen Missstände innerhalb seines Landes und den Menschen an sich als erster Autor neben dem Literaturnobelpreis auch zweimal den Booker Prize gewinnen konnte. Als Sohn von einer Lehrerin und einem Rechtsanwalt wurde Coetzee am 9.Februar 1940 in Kapstadt geboren. Obwohl er einer burischen Familie entsprang, achteten die Eltern sehr darauf, dass er hauptsächlich mit der englischen Sprache in Kontakt kam, was nicht verhindern konnte, dass er mit der Zeit auch des Afrikaans mächtig wurde. Weiterlesen...
Benjamin Jendro, 1 Kommentar
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Der Ungar Imre Kertész ist einer der erfolgreichsten Autoren des noch jungen Jahrhunderts und verdient sich besonders durch die abenteuerliche Darstellung des Einzelnen im Kampf gegen die geschichtlichen Hindernisse, die sich im Lauf dem Individuum in den Weg stellen, hohes Ansehen. In Budapest wurde Kertész am 9. November 1929 als Sohn jüdisch stammender Eltern geboren. Nach einer unauffälligen Schulzeit geriet er in das Konzentrationslager Auschwitz, aus dem er zu Kriegsende 1945 wieder befreit werden konnte. Weiterlesen...
Benjamin Jendro, Keine Kommentare
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Der in Trinidad geborene Sir Vidiadhar Surajprasad Naipaul ist nicht nur der größte Schriftsteller seines Landes, sondern aufgrund seiner sehr kulturellen Darstellung von Reiseerfahrungsberichten in der ganze Welt international äußerst angesehen. Als Nachkömmling indischer Einwanderer, die als Vertragsarbeiter nach Trinidad and Tobago kamen, wurde Naipaul am 17.August 1932 in Chaguanas geboren. Nach den ersten Lebensjahren, die er bei der Familie mütterlicherseits lebte, lernte er erst im Alter von 6 Jahren seinen Vater, der als Journalist in der Hauptstadt Port of Spain arbeitete, kennen. Weiterlesen...
Benjamin Jendro, Keine Kommentare