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	<title>Literatur Nobelpreis &#187; Ethik</title>
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	<description>Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den bisherigen und kommenden Literatur Nobelpreisträgern!</description>
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		<title>1998: José de Sousa Saramago (1922 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 12:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[José des Sousa Saramago ist ein gro&#223;er portugiesischer Essayist und Schriftsteller, dem es sowohl gelingt Anh&#228;nger der Romantik als auch die des Dramatischen mithilfe seiner ganz individuell gestalteten Werke f&#252;r sich zu gewinnen.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/portugal.gif" alt="portugal 1998: José de Sousa Saramago (1922    )" width="124" height="82" title="1998: José de Sousa Saramago (1922    )" /><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Saramago">José des Sousa Saramago</a></strong> ist ein gro&#223;er portugiesischer Essayist und Schriftsteller, dem es sowohl gelingt Anh&#228;nger der Romantik als auch die des Dramatischen mithilfe seiner ganz individuell gestalteten Werke f&#252;r sich zu gewinnen.<br />
<br />
Der Sohn zweier Landarbeiter wurde am 16.November 1922 im kleinen Dorf Azinhaga, n&#246;rdlich der portugiesischen Hauptstadt Lisabon geboren. Eigentlich als José de Sousa bedacht, bemerkte die Familie erst im Alter von 7 Jahren bei der Einschulung, dass der vollst&#228;ndige Namen durch Eigeninitiative des Standesbeamten mit dem Zusatz Saramago, der f&#252;r die Familie v&#228;terlicherseits im Umkreis bekannt war, erg&#228;nzt wurde. Der Abschluss an einem Gymnasium in Lisabon, wo die Familie hinzog, scheiterte an den finanziellen M&#246;glichkeiten der Eltern und so musste Saramago trotz hervorragender Noten fr&#252;hzeitig abbrechen und wechselte auf die Technische Hochschule, wo er eine Ausbildung als Mechaniker machte und fortan als KFZ-Mechaniker arbeitete. Nebenbei besuchte er immer h&#228;ufiger Bibliotheken, was einen zunehmenden Kontakt mit portugiesischer Literatur zur Folge hatte. Saramago begann selbst zu schreiben und konnte 1947 seine erste Novelle ver&#246;ffentlichen. Nach einer weiteren, die nie ver&#246;ffentlicht wurde, kam er jedoch zu dem Schluss, dass er nicht weiter schreiben sollte, weil ihm nichts als wichtig erschien. Bis 1966 blieben Ver&#246;ffentlichungen demnach aus. Nachdem er 1949 in seinem Betrieb entlassen wurde, arbeitete er als Verlagsproduzent und &#220;bersetzer, wodurch sich der Kontakt mit zahlreichen Autoren der Zeit aufbaute.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/saramago.jpg" alt="saramago 1998: José de Sousa Saramago (1922    )" width="130" height="158" title="1998: José de Sousa Saramago (1922    )" />1966 kehrte er mit dem Gedichtband „Os Poemas Possíveis“ zur&#252;ck auf die literarische B&#252;hne, vier Jahr sp&#228;ter folgte der n&#228;chste. Saramago wurde nun auch politisch aktiver und schloss sich 1969 der kommunistischen Partei an. Kurze Zeit nach der Nelkenrevolution aus dem Jahr 1974 entschied er sich aber, sein Interesse wieder voll der Literatur zu widmen, wohl auch, weil er seine f&#252;hrende Position innerhalb der Rebellierenden verlor. Ein kluge Entscheidung, wie sich sp&#228;ter herausstellen sollte. 1980 gelang ihm mit seinem ersten Roman „Hoffnung im Alatejo“ der nationale, mit dem Liebesroman „Memorial“ zwei Jahre sp&#228;ter der internationale Durchbruch. Es folgten weitere gro&#223;e Werke, f&#252;r die Saramago viel Lob, aber auch Kritik erntete. So verh&#246;hnte die Kirche sein Werk <a href="http://www.buecher.de/shop/Jesus-Christus/Das-Evangelium-nach-Jesus-Christus/Saramago-Jos/products_products/detail/prod_id/07045852/lfa/quicksearch-product-11/">„Das Evangelium nach Jesus Christus“</a> als Blasphemie. Auch das katholisch gepr&#228;gte Portugal stellte sich gegen den Autor, woraufhin Saramago nach Lanzarote auswanderte. Nichtsdestotrotz bekam José de Sousa Saramago hochrangige Auszeichnungen wie dem Prémio Vida Literária 1993 oder 1998 den Nobelpreis f&#252;r Literatur verliehen und erfreut sich noch heute gro&#223;em internationalen Interesse.</p>
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		<title>1991: Nadine Gordimer (1923 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 12:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nadine Gordimer, die noch heute in S&#252;dafrika lebt, ist eine der politisch aktivsten Schriftstellerinnen aller Zeiten, da sie nach wie vor die durch die Apartheid entstandene Ungerechtigkeit f&#252;r die Menschheit in brillanter, zumeist ironischer Art und Weise aufzudecken versucht.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/suedafrika.gif" alt="suedafrika 1991: Nadine Gordimer (1923    )" width="124" height="82" title="1991: Nadine Gordimer (1923    )" /><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nadine_Gordimer">Nadine Gordimer</a></strong>, die noch heute in S&#252;dafrika lebt, ist eine der politisch aktivsten Schriftstellerinnen aller Zeiten, da sie nach wie vor die durch die Apartheid entstandene Ungerechtigkeit f&#252;r die Menschheit in brillanter, zumeist ironischer Art und Weise aufzudecken versucht.<br />
<br />
Als Tochter eines litauischen Juden und einer Engl&#228;nderin wurde Gordimer am 20.November 1923 in Springs innerhalb der s&#252;dafrikanischen Provinz Gauteng geboren. Da der Vater als Juwelier t&#228;tig war, wuchs sie in relativ verm&#246;genden Verh&#228;ltnissen auf und wurde zun&#228;chst aufgrund einer Herzschw&#228;che von der Mutter zu Hause unterrichtet, was ihr viel Zeitraum f&#252;r das Lesen literarischer Werke erm&#246;glichte. Trotz der j&#252;dischen Wurzeln schickten die Eltern Nadine Gordimer sp&#228;ter auf eine Konventschule. Von dem fr&#252;hen und umschweifenden Kontakt mit Literatur gepr&#228;gt, begann sie bereits im Alter von 9 mit dem Schreiben und konnte mit 14 Jahren die erste Kurzgeschichte ver&#246;ffentlichen. Nach einem zwischenzeitlichen Studium, welches Gordimer nach nur einem Jahr wieder abbrach, zog es sie nach Johannesburg, wo sie 1949 ihre erste Kurzgeschichtensammlung unter dem Namen „Face to Face“ herausbrachte. Nur vier Jahre sp&#228;ter folgte mit „The Lying Days“ der erste Roman. Schon ihre ersten gro&#223;en Werke besch&#228;ftigten sich mit der Problematik der Apartheid, deren Folgen und Auswirkungen Gordimer in allen Werken, die sie bisher verfasste, thematisiert. Doch anders als andere Autoren beschr&#228;nkte sie ihren Widerstand nicht auf das blo&#223;e Schreiben, wenngleich diese besondere F&#228;higkeit ihr aussagekr&#228;ftigstes und zugleich erfolgreichstes Mittel war. Mitte der 50er z&#228;hlte sie zu einer Gruppe, die sich in der Hoffnung das System zu untergraben vehement gegen die Gesetze der Apartheid stellte. Was folgte, waren die Verhaftung von zahlreichen Widerst&#228;ndler und einem 1960 festgelegten Verbot f&#252;r derartige Positionierung. Gordimer selbst wurde mit einigen Publikationsverboten versehen. Wesentlichen Einfluss auf ihren Erfolg hatten diese aber nicht, da Gordimer sich auf zahlreiche Auslandsreisen quer durch die Welt begab, als Gastdozentin an verschiedenen Universit&#228;ten lehrte und so ihre Werke und ihr Gedankengut weiter verbreiten konnte.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/gordimer.jpg" alt="gordimer 1991: Nadine Gordimer (1923    )" width="130" height="158" title="1991: Nadine Gordimer (1923    )" />Innerhalb der 60er-Jahre wurde auch die schwarze Widerstandsbewegung immer radikaler, worauf hin sich Gordimer wegen ihrer Abneigung gegen&#252;ber der Apartheid und ihrer Hautfarbe gegen&#252;ber den Schwarzen in einer isolierten Position befand. Ende der 80er-Jahre relativierte sich die Position, da nun Schwarze neben Wei&#223;en rebellierten. Gordimer konnte wieder aktiver gegen die Apartheid sprechen. Hierbei stellte sie aber stets klar, dass es ihr weniger darum gehe, irgendwem politische Ideale aufzuzwingen, als vielmehr die wirklichen Verh&#228;ltnisse und deren Auswirkungen aufzuzeigen. F&#252;r ihre Essays, Romane und <a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Beute-und-andere-Erzaehlungen/Gordimer-Nadine/products_products/detail/prod_id/13449613/lfa/quicksearch-product-23/">Erz&#228;hlungen</a>, welche allesamt die Apartheid in einem st&#228;ndigen Weiterentwicklungsvorgang darstellen und die Geschehnisse daher nicht in schwarz-wei&#223;em, sondern eher einem grauen Bild aufzeigen, wird Natalie Gordimer nach wie vor international bewundert und mit Ehrungen wie dem Literaturnobelpreis, den sie 1991 erhielt, ausgezeichnet.</p>
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		<title>1970: Alexander Isajewitsch Solschenizyn (1918 – 2008)</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 08:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Russe Alexander Isajewitsch Solschenizyn war ein bedeutender Schriftsteller, der aufgrund seiner Erfahrungen im Krieg und dem Leben im sowjetischen Staatssystem eine Vielzahl an bemerkenswerten Werken verfasste.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/russland.gif" alt="russland 1970: Alexander Isajewitsch Solschenizyn (1918 – 2008)" width="124" height="82" title="1970: Alexander Isajewitsch Solschenizyn (1918 – 2008)" />Der Russe <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Issajewitsch_Solschenizyn">Alexander Isajewitsch Solschenizyn</a></strong> war ein bedeutender Schriftsteller, der aufgrund seiner Erfahrungen im Krieg und dem Leben im sowjetischen Staatssystem eine Vielzahl an bemerkenswerten Werken verfasste.<br />
<br />
Als Sohn eines sehr verm&#246;genden Landarbeiters wurde Alexander Solschenezyn am 11.Dezember 1918 in Kislowodsk, S&#252;drussland, geboren. Er besuchte wie andere Schulen in der Nachbarschaft und f&#252;hrte eine gew&#246;hnliche Kindheit. Im Alter von Anfang 20 begann er mit dem Studium der F&#228;cher Mathematik, Physik, Geschichte und Philosophie. Mit Einbruch des Zweiten Weltkriegs musste er dieses jedoch unterbrechen, absolvieren konnte er es letztendlich nie. Als Artillerieoffizier diente er ab 1941 der sowjetischen Armee, in der er gro&#223;en Schlachten und Operationen beiwohnte. Alle Erlebnisse sollten sp&#228;ter gro&#223;e Beachtung in seinen Werken finden. 1945 wurde er schlie&#223;lich aus der Armee verbannt und musste aufgrund seiner kritischen &#196;u&#223;erungen gegen Stalin sogar 8 Jahre Kriegsgefangenschaft in Kasachstan absitzen. Tats&#228;chlich wurde er erst 1957 begnadigt. Fortan widmete sich Solschenizyn der schriftstellerischen T&#228;tigkeit. Seine erste Erz&#228;hlung, in der er ausf&#252;hrlich die Verh&#228;ltnisse der Kriegsgefangenschaft darstellte, ver&#246;ffentlichte er im Jahr 1962. In den nachfolgenden Jahren stellte sich Solschenizyn immer mehr gegen das System, wurde wegen &#246;ffentlicher Kritik sogar aus dem Schriftstellerverband der UdSSR verbannt. 1970 erhielt er den Nobelpreis f&#252;r Literatur, dessen &#220;bergabe er aber aus Angst, ausgewiesen zu werden, nicht beiwohnte. Solschenizyn &#252;bte zwar &#246;ffentlich Kritik, hing aber dennoch am sowjetischen Staat. Dass er den weiteren Weg aber trotzdem nicht aufhalten konnte, musste er 1974 endg&#252;ltig einsehen. Solschenizyn ver&#246;ffentlichte heimlich einige Werke, wie sein sp&#228;ter erfolgreichstes, <a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Der-Archipel-GULAG/Solschenizyn-Alexander/products_products/detail/prod_id/24774392/lfa/quicksearch-product-1/">„Der Archipel Gulag“</a>, in dem er intensiv auf das sowjetische Lagersystem einging.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/solzhenitsyn.jpg" alt="solzhenitsyn 1970: Alexander Isajewitsch Solschenizyn (1918 – 2008)" width="130" height="158" title="1970: Alexander Isajewitsch Solschenizyn (1918 – 2008)" />Nach der folgenden Verbannung, kam er zun&#228;chst in Deutschland bei seinem Freund Heinrich B&#246;ll unter, bevor ihn sein Weg in den US-amerikanischen Bundesstaat Vermont f&#252;hrte. Hier schrieb Solschenizyn weiter und lie&#223; auch an seiner neuen Wahlheimat kein gutes Wort an dem politischen System. Zwar genoss er hier &#228;u&#223;erst gute Bedingungen und konnte in Ruhe arbeiten, das hielt ihn aber nicht von der Kritik am Westlichen ab, was zunehmend f&#252;r Zweifel an seiner Person sorgte. Der Wunsch, zur&#252;ckzukehren, blieb immer bestehen und so konnte Solschenizyn nach Begnadigung 1990 endlich zur&#252;ck ins heimische Russland. Die letzten Jahre verstrickte er sich immer mehr in Widerspr&#252;che und so schwand auch die Bewunderung f&#252;r seine Person. Am 3.August 2008 starb der einstige Erfolgsautor in Moskau an einem Hirnschlag und hinterlie&#223; seine Frau und drei Kinder.</p>
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		<title>1964: Jean-Paul Ch. A. Sartre (1905 – 1980)</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 15:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jean-Paul Sartre gilt als der einflussreichste franz&#246;sische Schriftsteller des 20.Jahrhunderts und verdiente sich aufgrund seines Status des intellektuell bedeutendsten Philosophen hohen politischen und gesellschaftlichen Einfluss...]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/frankreich.gif" alt="frankreich 1964: Jean Paul Ch. A. Sartre (1905 – 1980)" width="124" height="82" title="1964: Jean Paul Ch. A. Sartre (1905 – 1980)" /><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Paul_Sartre">Jean-Paul Sartre</a></strong> gilt als der einflussreichste franz&#246;sische Schriftsteller des 20.Jahrhunderts und verdiente sich aufgrund seines Status des intellektuell bedeutendsten Philosophen hohen politischen und gesellschaftlichen Einfluss.<br />
<br style="clear:both;" /><br />
Als einziges Kind von einem Marineoffizier und einer Cousine Albert Schweitzers wurde Sartre am 21.Juni 1905 in Paris geboren. Da der Vater schon kurz nach seiner Geburt an den Folgen einer Gelbfiebererkrankung starb, zog er mit seiner Mutter zur&#252;ck in das elterliche Haus. So wurde Sartre in seiner Kindheit vor allem vom Gro&#223;vater, dem Gymnasiallehrer Charles Schweitzer, gepr&#228;gt. Dieser unterrichtete ihn in Zusammenarbeit mit einigen Privatlehrern zu Hause, bevor Sartre auf das renommierte Gymnasium Lycée Henri IV kam. In dieser Zeit pflegte Jean-Paul wenig soziale Kontakte zu Gleichaltrigen, was auch an seiner zunehmenden Erblindung des rechten Auges und auftretendem Schielen lag. Sartres Weg f&#252;hrte ihn auf die École Normale Supérieure, auf der er mit seinem besten Freund Paul Nizan Philosophie, Psychologie und Soziologie studierte. Hier lernte er auch seine erste Frau Simone de Beauvoirs, die bis zum Lebensende an seiner Seite bleiben sollte, kennen.<br />
<br style="clear:both;" /><br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d1/Jean-Paul_Sartre_FP.JPG/180px-Jean-Paul_Sartre_FP.JPG" alt=" 1964: Jean Paul Ch. A. Sartre (1905 – 1980)" width="156" height="158" title="1964: Jean Paul Ch. A. Sartre (1905 – 1980)" />Sartre arbeitete in den Jahren nach seinem Studium als Gymnasiallehrer, reiste viel und eignete sich durch die Studien der Werke verschiedener Philosophen wie Nietzsche ein gewisses Ma&#223; an Intellektualit&#228;t an. Im Zweiten Weltkrieg, f&#252;r den er sich als Sanit&#228;ter meldete, geriet Sartre in deutsche Kriegsgefangenschaft. Eine Zeit, die ihn pr&#228;gen sollte. Zwar verfasste Sartre schon vor Kriegsausbruch einzelne Essays, doch wurde die Zeit Ende der 40er- und in den 50er-Jahren zu seiner Bl&#252;tezeit. Mit „Les temps modernes“ rief er eine politisch-literarische Zeitung ins Leben, in der er seine kommunistischen Ansichten publik machte. Sp&#228;ter revidierte er diese Ansicht, auch durch die Erlebnisse auf seinen Reisen durch die Sowjetunion, Kuba und China. So wurde seine sp&#228;ter gegr&#252;ndete Partei zur politischen Instanz, die einen dritten Weg zwischen Sozialismus und Kommunismus darstellen sollte. Eine wirkliche Entscheidung zugunsten einer der beiden Lager, konnte Sartre nie aussprechen, denn beide handelten ihm zu oft zu wider. So wurde Sartre vor allem zum politischen Kritiker und schwieg sich auf zum f&#252;hrenden Intellektuellen auf franz&#246;sischem und europ&#228;ischem Boden. 1964 erhielt er den Literaturnobelpreis, den er aber, wie im Vorfeld bereits angek&#252;ndigt, ablehnte, da er davon &#252;berzeugt war, diesem nicht w&#252;rdig zu sein. Nach einsamen letzten Jahren, in denen er an der Seite seiner Frau seine Kenntnisse auf Interviewebene darlegen musste, da er fast vollst&#228;ndig erblindet war, verstarb er am 15.April 1980 in Paris.</p>
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		<title>1962: John Ernst Steinbeck (1902 – 1968)</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 08:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[John Ernst Steinbeck war innerhalb und au&#223;erhalb der Vereinigten Staaten einer der am meisten gelesenen Autoren des 20.Jahrhunderts, sowie Kriegsberichtserstatter im Zweiten Weltkrieg und lieferte mit seinen Werken die Vorlage f&#252;r zahlreiche Kinofilme.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.nationalflaggen.de/media/flags/flagge-vereinigte-staaten-von-amerika-usa.gif" alt="flagge vereinigte staaten von amerika usa 1962: John Ernst Steinbeck (1902 – 1968)" width="124" height="82" title="1962: John Ernst Steinbeck (1902 – 1968)" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Steinbeck" target="_blank">John Ernst Steinbeck</a> war innerhalb und au&#223;erhalb der Vereinigten Staaten einer der am meisten gelesenen Autoren des 20.Jahrhunderts, sowie Kriegsberichtserstatter im Zweiten Weltkrieg und lieferte mit seinen Werken die Vorlage f&#252;r zahlreiche Kinofilme.<br />
<br />
Als einziger Sohn von einem deutschen Beamten und einer Lehrerin aus Irland wurde Steinbeck am 27.Februar 1902 im kalifornischen Salinas geboren. Seine Kindheit verlebt er im Kreise der Familie, zu der auch drei T&#246;chter geh&#246;rten, zumeist in Monterey, welches heute auch als „Steinbeck-Country“ bekannt ist und Schauplatz der meisten seiner Werke ist. Steinbeck begann 1919 mit dem Studium f&#252;r Meeresbiologie und Literatur an der Stanford Universit&#228;t, welches er 1925 aufgrund der Sinnlosigkeit f&#252;r das eigene Schaffen aber ohne Abschluss abbrach. Vielmehr gaben ihm die kleinen Jobs, mit denen er sich &#252;ber Wasser hielt und das Studium finanzierte wahre Erkenntnisse &#252;ber die Menschen und Stoff f&#252;r sein sp&#228;teres Schreiben. Steinbeck wagte den Schritt in die Hauptstadt der USA, in der sein Erfolg aber sehr begrenzt blieb und so zog es ihn schon ein Jahr sp&#228;ter wieder zur&#252;ck nach Kalifornien, wo er neben dem Verfassen erneut mit kleinen verschiedenen Gelegenheitsarbeiten sich &#252;ber Wasser zu halten versuchte. 1929 ver&#246;ffentlichte er schlie&#223;lich seinen ersten Roman, der aber genau wie mehrere nachfolgende Publikationen zun&#228;chst relativ unbeachtet und erfolglos blieb. 1935 gelang Steinbeck dann mit „<em><a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Tortilla-Flat/Steinbeck-John/products_products/detail/prod_id/03066382/lfa/quicksearch-product-1/" target="_blank">Tortilla Flat</a>“ (Die wunderlichen Schelme von Tortilla Flat) der nationale, wie internationale Durchbruch. Noch erfolgreicher sollte f&#252;nf Jahre sp&#228;ter „The Grapes of Wrath“ (Fr&#252;chte des Zorns) werden, das bis heute als gr&#246;&#223;ter Erfolg des Amerikaners anzusehen ist  und ihm in der Folge sogar den Pullitzerpreis einbrachte.</em><br />
<br />
<em> </em></p>
<p><em><img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b5/JohnSteinbeck_crop.JPG" alt=" 1962: John Ernst Steinbeck (1902 – 1968)" width="136" height="218" title="1962: John Ernst Steinbeck (1902 – 1968)" />Auf Anraten von Washington stellte er kurz nach dem japanischen &#220;berraschungsangriff auf Pearl Harbor seine literarischen F&#228;higkeiten in den Dienst des Landes und erarbeitete mit anderen Schriftstellern wie Sherwood und Wilder ein Theaterst&#252;ck und verschiedene Publikation zur Propaganda gegen das vom Nationalsozialismus gef&#252;hrte Deutschland. Au&#223;erdem fungierte er als Kriegsberichtserstatter in Europa, was ihn grundlegend auch dazu bewegen sollte, in mehreren Reisen innerhalb der 50er-Jahre mehrfach wiederzukehren. Steinbeck verfasste auch nach dem Krieg noch einige Romane, konnte aber an den Erfolg fr&#252;herer Jahre, in denen seine Werke fast immer die Geschichte armer Landarbeiter in Kalifornien erz&#228;hlten, ankn&#252;pfen. Dennoch erhielt er r&#252;ckwirkend f&#252;r das Geleistete 1962 den Nobelpreis f&#252;r Literatur. Nach einer Vietnamreise aus dem Jahre 1967 erkrankte Steinbeck schwer und erholte sich davon nicht mehr. So verstarb er am 20.Dezember 1968 als 66-J&#228;hriger an Herzversagen.</em></p>
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		<title>1961: Ivo Andric (1892 – 1975)</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 12:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Jugoslawe Ivo Andric ist der gr&#246;&#223;te Autor s&#252;dslawischer Literatur aller Zeiten und bis zum heutigen Tag einer der bekanntesten Autoren seines Landes.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="margin-right: 5px;" title="Jugoslawien" src="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/jugoslawien.gif" alt="jugoslawien 1961: Ivo Andric (1892 – 1975)" width="121" height="84" />Der Jugoslawe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ivo_Andric" target="_blank">Ivo Andric</a> ist der gr&#246;&#223;te Autor s&#252;dslawischer Literatur aller Zeiten und bis zum heutigen Tag einer der bekanntesten Autoren seines Landes.<br />
Seine Mutter verweilte gerade zu Besuch bei Verwandten, als sie am 9.Oktober 1892 im bosnischen Dolac einen Sohn zur Welt brachte. Der am selben Tag noch auf den Namen Ivo getaufte Junge, musste allerdings schon zwei Jahre sp&#228;ter von seiner Mutter Abschied nehmen. Sein Vater, ein Beamter starb an Tuberkulose und die Mutter war alleine nicht im Stande, ihren einzigen Sohn gro&#223;zuziehen, so kam Andric zu seiner Tante, bei der er fortan ein gut erf&#252;lltes Leben f&#252;hren sollte. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Sarajevo, begann der sp&#228;tere Autor ein, durch den Ersten Weltkrieg oftmals unterbrochenes, Studium f&#252;r Philosophie, Slawistik und Geschichte. Als Mitglied der Untergrundorganisation „Junges Bosnien“ war Andric schon fr&#252;h politisch aktiv, was ihm in der Folge einen einj&#228;hrigen Gef&#228;ngnisaufenthalt bescheren sollte. Nach der Amnestierung 1917 gr&#252;ndete der damals 25-J&#228;hrige seine erste Zeitung, die sich vor allem literarischen Werken widmete.<br />
<img class="alignright" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Ivo Andric" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6a/Andric_Ivo.jpg" alt="Andric Ivo 1961: Ivo Andric (1892 – 1975)" width="155" height="200" /></p>
<p>In den 20er- und 30er-Jahren durchlief Ivo Andric eine Vielzahl von politischen &#196;mtern innerhalb seiner Landesregierung, arbeitete im Au&#223;enministerium, als Diplomat und promovierte an der Universit&#228;t zu Graz &#252;ber die Geschichte Bosniens. Seine diplomatische Anstellung dauerte bis 1941 an, als er auf eigenen Wunsch aus Berlin abgezogen wurde, jedoch noch als politischer Repr&#228;sentant und Beobachter dem Dreim&#228;chteabkommen in Wien beiwohnen musste. Andric verlie&#223; die politische B&#252;hne und spezialisierte sich zunehmend auf das Schreiben, f&#252;r das er trotz kriegerischen Handlungen in Belgrad und auf Abraten vieler zur&#252;ck in die Heimat zog. Hier verfasste er drei sp&#228;ter vielfach ausgezeichnete Romane, die allesamt 1945 ver&#246;ffentlicht wurden. „Gospodjica“ (Das Fr&#228;ulein), „Na Drini cuprija“ (Die Br&#252;cke &#252;ber die Drina) und schlie&#223;lich „Travnicka hronika“ (Wesire und Konsuln)  waren alle drei riesige Erfolge und verantwortlich daf&#252;r, dass die <a href="http://www.buecher.de/go/search_search/quick_search/q/cXVlcnk9aXZvK2FuZHJpYyZyZXN1bHRzPTEwJmNvbnRlbnRUb1NlYXJjaD1wcm9kdWN0cyZwYWdlPTE=/receiver_object/shop_search_quicksearch/" target="_blank">Werke von Andric</a> in 40 Sprachen &#252;bersetzt wurden und der Autor zahlreiche Ehrungen in Empfang nehmen konnte. Unter diesen war 1961 auch der Literaturnobelpreis, den er prim&#228;r f&#252;r die Gestaltung der Geschichte seines Landes erhielt. Ivo Andric wurde nach dem Krieg zum Vorsitzenden des landeseigenen Schriftstellerverbandes ernannt und wurde erneut, wenn auch in kleinerer Position, politisch aktiv. Bis zu seinem Tod am 13.M&#228;rz 1975 arbeitete er weiter f&#252;r die Regierung und schrieb einzelne kleinere Werke, die einen &#228;hnlichen Erfolg wie den der „Bosnischen Trilogie“ nie erreichen konnten.</p>
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		<title>1957: Albert Camus (1913 – 1960)</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 12:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
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		<description><![CDATA[Albert Camus hat es in seinen 46 Jahren Lebenszeit geschafft aufgrund seines scharfen Blicks f&#252;r Gewissensprobleme jeder Art zu einem der gr&#246;&#223;ten Autoren des 20.Jahrhunderts zu werden.]]></description>
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<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft" style="margin-right: 5px;" title="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/frankreich.gif" src="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/frankreich.gif" alt="Frankreich" width="121" height="84" /></p>
<p align="justify">Albert Camus hat es in seinen 46 Jahren Lebenszeit geschafft aufgrund seines scharfen Blicks f&#252;r Gewissensprobleme jeder Art zu einem der gr&#246;&#223;ten Autoren des 20.Jahrhunderts zu werden.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">
<p><br/></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="http://www.2idiotsinaboat.com/pilgrim/media/camus.jpg" src="http://www.2idiotsinaboat.com/pilgrim/media/camus.jpg" alt="Albert Camus" width="203" height="168" />Als Sohn sehr ungebildeter Eltern wurde Albert am 7.November 1913 in einem Weinanbaugebiet in Mondovi/Algerien geboren und muss durch den Ersten Weltkrieg ab dem Alter von einem Jahr ohne seinen Vater weiterleben. So zog er mit der Mutter zur strengen Gro&#223;mutter an den Rand der heutigen Landeshauptstadt Algier. Nach &#228;u&#223;erst gutverlaufener Grundschullaufbahn empfahl ihn sein dortiger Lehrer f&#252;r ein Gymnasium, was die Mutter, auch aufgrund ihres eigenen niedrigen Bildungsniveaus als Analphabetin, anf&#228;nglich zu verhindern versuchte. Dennoch gelang es Camus diesen Weg einzuschlagen und er sah sich nun dem Wechsel zwischen &#228;rmlichen Familienverh&#228;ltnissen und b&#252;rgerlichem Schulleben ausgesetzt. Als Reaktion darauf l&#246;ste er sich zunehmend von seiner Mutter und versuchte den Stand im sozialen Gef&#252;ge durch sportliche Aktivit&#228;ten zu verbessern. Kurz vor Ende seiner Schulzeit erkrankte Albert Camus an Lungentuberkulose, eine Krankheit, deren Behandlung fortan sein Leben einschr&#228;nken sollte. So musste er 1936 trotz hervorragenden Leistungen sein Studium f&#252;r Philosophie aufgrund dieser Erkrankung vorzeitig abbrechen. Herbe Entt&#228;uschungen pr&#228;gten die folgenden Jahre und Camus versuchte mithilfe des Schreibens seinen Kummer zu verarbeiten. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs begann Camus, der sich nun wohnans&#228;ssig in Frankreich befand, dann noch aktiver zu verfassen, was nicht zuletzt mit einem engagierten politischen Auftreten verbunden war.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p><br/></p>
<p style="text-align: justify;">Camus empfahl sich als klarer Gegner der nationalsozialistischen Handlungen und brachte dies in seinen <a href="http://www.buecher.de/go/search_search/quick_search/q/cXVlcnk9YWxiZXJ0K2NhbXVzJnJlc3VsdHM9MTAmY29udGVudFRvU2VhcmNoPXByb2R1Y3RzJnBhZ2U9MQ==/receiver_object/shop_search_quicksearch/">Publikationen</a> zum Ausdruck. Zwar schrieb er schon vorher einzelne Werke, doch kam es aufgrund eigener Bedenken kaum zu Ver&#246;ffentlichungen. Das sollte sich nun &#228;ndern, so folgte nach den Publikationen in Zeitungen, wie dem „Combat“, einem Untergrundmagazin in Frankreich, nach Ende des Krieges eine Reihe von erfolgreichen Werken, die stark philosophisch gepr&#228;gt waren. &#196;hnlich wie Sartre begrenzte er sein Schaffen aber nicht nur auf reines literarisches Schreiben, sondern versuchte durch journalistische T&#228;tigkeiten aktiv dem politischen Neuaufbau st&#252;tzend zur Seite zu stehen. So setzte sich einer der gr&#246;&#223;ten Widerstandsk&#228;mpfer des Zweiten Weltkriegs &#228;u&#223;erst produktiv f&#252;r die Wiederherstellung der deutsch-franz&#246;sischen Beziehungen ein. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in schwerer Krankheit und war deshalb sehr eingeschr&#228;nkt, was das Schreiben angeht. Trotzdem erhielt Camus f&#252;r sein politisches Engagement und die F&#228;higkeit Gewissenszw&#228;nge literarisch zu verarbeiten 1957 den Literaturnobelpreis. Nur drei Jahre sp&#228;ter, am 4. Januar 1960, starb er als Beifahrer bei einem Autounfall in der N&#228;he von La Chapelle Champigny.</p>
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		<title>1950: Bertrand Russell ( 1872 – 1970)</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 08:57:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[1950]]></category>
		<category><![CDATA[Bertrand Russell]]></category>
		<category><![CDATA[Grossbritanien]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>

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		<description><![CDATA[Bertrand Arthur William Russell gilt als einer der einflussreichsten britischen Philosophen und trat w&#228;hrend seiner Lebenszeit vor allem durch die Auseinandersetzung mit mathematischen Grunds&#228;tzen und als Sozialkritiker in Erscheinung...]]></description>
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<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><img style="float: left; padding-right: 10px; width: 125px; height: 87px;" src="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/grossbritannien.gif" alt="grossbritannien 1950: Bertrand Russell ( 1872 – 1970) "  title="1950: Bertrand Russell ( 1872 – 1970) " />Bertrand Arthur William Russell gilt als einer der einflussreichsten britischen Philosophen und trat w&#228;hrend seiner Lebenszeit vor allem durch die Auseinandersetzung mit mathematischen Grunds&#228;tzen und als Sozialkritiker in Erscheinung.<br />
<br style="clear:both;“" /><br />
Als dritter Sohn einer Adelsfamilie wurde Russell am 18.Mai 1872 in Monmouthshire/Wales geboren und wuchs unter der Obhut seiner Gro&#223;mutter auf, was an dem fr&#252;hzeitigen Tod beider Elternteile lag. Die vielen einsamen Stunden nutzte er zur Besch&#228;ftigung mit mathematischen und literarischen Werken. Der Entschluss sein Leben daf&#252;r zu nutzen, etwas f&#252;r die Mathematik zu tun, brachte Russell 1890 nach Cambridge, wo er sp&#228;ter selbst noch lehren sollte. Als Student widmete er sich zunehmend der Forschung. Eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte, denn in den folgenden Jahren entwickelte er durch den Austausch mit anderen Gelehrten eine Reihe von neuen mathematischen Erkenntnissen, die er in &#8220;Principa Mathematica&#8221; zusammenstellte.<br />
<br style="clear:both;“" /></p>
<table border="0" cellspacing="1" cellpadding="1">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: justify;">Nach Fertigstellung des Werkes 1913 widmete sich Russell im Zuge des Ersten Weltkrieges mehr philosophischen und politischen Fragen. Hier nahm er die Rolle des pazifistischen Kriegsverweigerers ein, was dazu f&#252;hrte, dass er seine Professur in Cambridge verlor und inhaftiert wurde.</td>
<td width="219">
<p class="MsoNormal"><img style="padding-left: 10px;" src="http://bertrandrussellsociety.com/index_files/image002.jpg" alt="image002 1950: Bertrand Russell ( 1872 – 1970) " width="209" height="209" title="1950: Bertrand Russell ( 1872 – 1970) " /></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Es folgte eine Zeit, in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Russell"><strong>Russell</strong></a> Jahre in der Sowjetunion und Asien, wo er eine Gastprofessur annahm, verbrachte. Inmitten der 20er-Jahre kehrte Russell mit seiner damaligen, zweiten Frau zur&#252;ck nach England und rief dort aus Protest gegen das Bildungssystem die libert&#228;re Beacon Hill Schule ins Leben. Russell widmete sich zunehmend sozialp&#228;dagogischen und popul&#228;rwissenschaftlichen Reizthemen, bef&#252;rwortete Homosexualit&#228;t und zog sich vor allem durch sein Werk &#8220;<strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Engl-Buecher/Marriage-and-Morals/Russell-Bertrand/products_products/detail/prod_id/25622133/vnode/1/lfa/quicksearch-index-1-titel/">Ehe und Moral</a></strong>&#8220;, in dem er die Grunds&#228;tze der christlichen Religion in Frage stellte, den Unmut der Gl&#228;ubigen auf sich. Dennoch erhielt Russell die M&#246;glichkeit an weiteren Universit&#228;ten, in New York und Chicago, zu lehren.<br />
<br style="clear:both;“" /><br />
Die Erkenntnisse in den 20er-Jahren ver&#228;nderten seine Ansicht zum Kriegsgeschehen, so bef&#252;rwortete Russell am Ende des Zweiten Weltkriegs einen Pr&#228;ventivkrieg gegen die Sowjetunion, um einen folgenschwereren, globalen Atomkrieg zu verhindern. Nach dem Krieg ging Russell zur&#252;ck nach Cambridge und blieb bis zum Tod politisch und sozialkritisch aktiv. 1949 erhielt er die Ehrendoktorw&#252;rde und ein Jahr sp&#228;ter f&#252;r das wissenschaftliche Schreiben den Literaturnobelpreis. Im hohen Alter setzte sich Russell f&#252;r die atomare Abr&#252;stung ein. 1958 gr&#252;ndete er die „<a href="http://www.cnduk.org/"><strong>Campaign of Nuclear Disarment</strong></a>“, f&#252;r deren Grunds&#228;tze er als 88-J&#228;hriger noch mal eine Haftstrafe zu verb&#252;&#223;en hatte. Ein Jahr nach seiner Autobiografie (1967-1969) verstarb Russell am 2.Februar 1970 in Wales und unter dem Beisein seiner vierten Ehefrau an den Folgen einer Grippeerkrankung.</p>
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