<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Literatur Nobelpreis &#187; Romantik</title>
	<atom:link href="http://www.literatur-nobelpreis.de/category/romantik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.literatur-nobelpreis.de</link>
	<description>Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den bisherigen und kommenden Literatur Nobelpreisträgern!</description>
	<lastBuildDate>Fri, 14 Oct 2011 08:45:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>2006: Orhan Pamuk (*1952)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/2006-orhan-pamuk-1952/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/2006-orhan-pamuk-1952/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 14:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Epik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Istanbul]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Nobelpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Orhan]]></category>
		<category><![CDATA[Orient]]></category>
		<category><![CDATA[Pamuk]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1145</guid>
		<description><![CDATA[Der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk präsentiert momentan einen der facettenreichsten Autoren im Bereich der Betrachtung der eigenen Heimat und schafft es auf eine besondere Erzählweise die Geschehnisse innerhalb des Orients in ihrer ganzen Komplexität darzustellen. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2006-orhan-pamuk-1952/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/T%C3%BCrkei.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1241" title="Türkei" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/T%C3%BCrkei.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Der türkische Schriftsteller <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orhan_Pamuk" target="_blank"><strong>Orhan Pamuk</strong></a> präsentiert momentan einen der facettenreichsten Autoren im Bereich der Betrachtung der eigenen Heimat und schafft es auf eine besondere Erzählweise die Geschehnisse innerhalb des Orients in ihrer ganzen Komplexität darzustellen. In einem fünfstöckigen Wohnhaus wuchs der am 7.Juni 1952 im Istanbuler Stadtteil Şişli geborene Pamuk als Mitglied einer Großfamilie auf. Schon im Alter von 7 Jahren begann er sich der Kunst zuzuwenden, auch wenn sich diese zunächst in einer anderen Gattung als der späteren wiederspiegelte. <span id="more-1145"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Orhan-Pamuk.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1240" title="Orhan Pamuk" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Orhan-Pamuk.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Pamuks Großvater war als Eisenbahningenieur zu einem gewissen Wohlstand gekommen und so zogen auch nachfolgende Familienmitglieder in diesen Bereich. Pamuk aber widersprach diesem und begann mit der Malerei. Nach der Grundschule und dem Robert College schrieb er sich wie schon der Vater an der Technischen Universität von Istanbul ein, wobei er aber weit weg von der Tradition das Studienfach Architektur wählte. Seinen Abschluss konnte er nach einem Fachwechsel 1977 im Fachbereich Journalismus absolvieren. Mitten im Studium entschloss er sich aufgrund der politischen Lage, in der er nur durch die Schriftstellerei einen Weg sah, seine Intention zu verwirklichen, sich vollends dem Schreiben zu widmen. Nach langen Jahren, in denen Pamuk nicht wirklich einen eigenen Lebensunterhalt verdiente und bei der Mutter oder in der familiären Sommerresidenz hauste, konnte er mit „Cevdet Bey ve Ogullari“ 1982 sein erstes Werk herausbringen. Die späteren Jahre verbrachte er mit einer kleinen Ausnahme von 1985-88, wo er sich in den USA aufhielt, ausschließlich in der Heimatstadt Istanbul.</p>
<p>Nach einigen Lesereisen und Vor-Ort-Recherchen, für die Pamuk noch kurze Ausflüge aus Istanbul heraus wagte, veröffentlichte er besonders in den 90ern und im Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende seine größten Werke, in denen er zumeist die Situation in der Türkei beschreibt. Der stetige Wandel und das hin und her zwischen Orient und Okzident versucht Orhan Pamuk in den einzelnen Romanen in einem besonderen Licht darzustellen. So entstanden 1994 „Das neue Leben“ und 2002 <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Prix-Mdicis/Schnee/Pamuk-Orhan/products_products/detail/prod_id/25576217/lfa/quicksearch-product-5/">„Schnee“</a></strong>. Neben der selbstgemachten Erfahrung, sind Pamuks Werke vor allem von politischer Motivation gespickt. Ein Aspekt, wegen dem Pamuk gerade von konservativen Türken reichlich mit kritischem Auge betrachtet wird. Unter anderem setzt sich der türkische Erfolgsautor für den EU-Beitritt seines Landes ein, wobei anzumerken ist, dass die Darstellung innerhalb seiner Werke dem deutlich kontrovers gegenübersteht. Nichtsdestotrotz erfreut sich Pamuk nach wie vor einer großen Anhängerschaft und konnte speziell nach dem Millennium eine Reihe von literarischen Auszeichnungen wie 2005 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels oder 2006 den Literaturnobelpreis gewinnen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/2006-orhan-pamuk-1952/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/2005-sir-harold-pinter-1930-2008/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/2005-sir-harold-pinter-1930-2008/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 08:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[2005]]></category>
		<category><![CDATA[Drehbuch]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Harold]]></category>
		<category><![CDATA[Pinter]]></category>
		<category><![CDATA[Royal]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1141</guid>
		<description><![CDATA[Der Brite Harold Pinter war nicht nur ein großartiger Theaterautor, der mit seiner einzigartigen Absurdität den Zuschauer in scheinbar unergründbare Existenzbestandteile zu integrieren wusste, sondern auch erfolgreicher Regisseur, Schauspieler und Literaturnobelpreisträger. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2005-sir-harold-pinter-1930-2008/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Gro%C3%9Fbritannien1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1247" title="Großbritannien" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Gro%C3%9Fbritannien1.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Der Brite <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harold_Pinter" target="_blank"><strong>Sir Harold Pinter</strong></a> war nicht nur ein großartiger Theaterautor, der mit seiner einzigartigen Absurdität den Zuschauer in scheinbar unergründbare Existenzbestandteile zu integrieren wusste, sondern auch erfolgreicher Regisseur, Schauspieler und Literaturnobelpreisträger. Im proletarisch geprägten Londoner Stadtteil Eastend wurde Pinter am 10.Oktober 1930 als Sohn eines Schneiders geboren. Der von portugiesischen Vorfahren abstammende spätere Erfolgsautor erlebte eine relativ ungewöhnliche Kindheit. <span id="more-1141"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Harold-Pinter.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1248" title="Harold Pinter" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Harold-Pinter.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>1948 entzog er sich der Einberufung ins Militär und wurde in der Folge für seine Verweigerung inhaftiert. Wieder in Freiheit bekam er ein finanziertes Stipendium für das Studium an der Royal University of Dramatic Art, was er jedoch nach kurzer Zeit wieder abbrach. Stattdessen zog er mit einer Wandergruppe, die innerhalb Irlands Stücke von Shakespeare auf die Bühne brachte umher. Neben der Tätigkeit als Schauspieler in Theaterstücken verfasste er bereits einige kleinere Werke. Nach zwei kleineren Stücken, die erfolglos blieben, gelang Harold Pinter mit „Der Hausmeister“ der wirkliche Durchbruch. 1960 uraufgeführt, sollte dies die Grundlage für die über 30 Jahre anhaltende Erfolgsgeschichte bilden. Pinter stieg zu einem der international begehrtesten Dramaturgen auf und konnte in der Folge eine Vielzahl an erfolgreichen Stücken auf die Theaterbühnen Europas bringen. Doch nicht nur seine Theaterstücke wurden in den 70ern, 80ern und 90ern gespielt, auch als Drehbuchautor für Regisseure wie Kazan und Altman machte sich Harold Pinter einen großen Namen.</p>
<p>Neben den Drehbüchern für zahlreiche Filme wie „Die Geliebte des französischen Leutnants“ 1981 wurden im Laufe der Jahre auch einige vorher als <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Drehbuch/Die-Geburtstagsfeier-Der-Hausmeister-Die-Heimkehr-Betrogen/Pinter-Harold/products_products/detail/prod_id/13211388/lfa/quicksearch-product-3/">Theaterstücke</a></strong> veröffentlichten Werke verfilmt. So fanden 1968 „The Birthday Party“ und fünf Jahre später „The Homecoming“ den Weg auf die Kinorollen. Gelegentlich wirkte Pinter in den Werken auch selbst als Schauspieler mit. Neben den künstlerischen Erfolgen sorgte Pinter vor allem durch einzelne politische Statements sowie seiner in den Werken der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Frauengeschichten für Aufsehen. Nach über zwanzig Jahren Ehe verließ er seine Frau und die Mehrheit schien innerhalb des Werkes „Betrug“ eine Dokumentation darüber zu finden, wobei dieses auf eine bereits früher gemachte Affäre Bezug nimmt. Politisch verteidigte er den serbischen Diktator Milosevic und bekam dafür große Kritik. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen konnte er bei der Nobelpreisvergabe 2005 nur per Videobotschaft zu den Gästen sprechen und prangerte in dieser die Politik von Bush und Blair in Bezug auf den Irakkrieg an. Seine letzte Vorstellung als Schauspieler, welche sofort ausverkauft war, gab er 2006. Am Heiligabend des vergangenen Jahres erlag Harold Pinter den Folgen von Kehlkopfkrebs.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/2005-sir-harold-pinter-1930-2008/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2002: Imre Kertész (*1929)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/2002-imre-kertesz-1929/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/2002-imre-kertesz-1929/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 07:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Epik]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Imre]]></category>
		<category><![CDATA[Kertész]]></category>
		<category><![CDATA[Roman eines Schicksalslosen]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1126</guid>
		<description><![CDATA[Der Ungar Imre Kertész ist einer der erfolgreichsten Autoren des noch jungen Jahrhunderts und verdient sich besonders durch die abenteuerliche Darstellung des Einzelnen im Kampf gegen die geschichtlichen Hindernisse, die sich im Lauf dem Individuum in den Weg stellen, hohes Ansehen. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2002-imre-kertesz-1929/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Ungarn-.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1259" title="Ungarn" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Ungarn-.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Der Ungar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Imre_Kert%C3%A9sz" target="_blank"><strong>Imre Kertész</strong></a> ist einer der erfolgreichsten Autoren des noch jungen Jahrhunderts und verdient sich besonders durch die abenteuerliche Darstellung des Einzelnen im Kampf gegen die geschichtlichen Hindernisse, die sich im Lauf dem Individuum in den Weg stellen, hohes Ansehen. In Budapest wurde Kertész am 9. November 1929 als Sohn jüdisch stammender Eltern geboren. Nach einer unauffälligen Schulzeit geriet er in das Konzentrationslager Auschwitz, aus dem er zu Kriegsende 1945 wieder befreit werden konnte. <span id="more-1126"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Imre-Kert%C3%A9sz.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1258" title="Imre Kertész" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Imre-Kert%C3%A9sz.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Kertész kam zurück nach Budapest, wo er erfolgreich sein Abitur absolvierte. Kurz darauf bekam er bei einer Tageszeitung eine Stelle und arbeitete fortan als freier Journalist. Drei Jahre später musste er diese Tätigkeit aber wieder aufgeben, was minder an seiner Fähigkeit zu schreiben lag, als daran, dass die Zeitung zum Organ der kommunistischen Partei erklärt wurde. Einer zweijährigen Zwischenphase, in der Kertész dem Militär diente, folgte die wirkliche schriftstellerische Schaffenszeit. Der Ungar widmete sich ab 1953 immer mehr der Literatur, schrieb selbst und verdiente sich als Übersetzer der Werke von Nietzsche, Schnitzler und Freud seinen Lebensunterhalt. Ab 1960 begann er dann intensiv an seinem Lebenswerk <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/WELT-Literaturpreis/Roman-eines-Schicksallosen/Kertesz-Imre/products_products/detail/prod_id/26391094/lfa/quicksearch-product-4/">„Roman eines Schicksalslosen“</a></strong> zu schreiben. Über 13 Jahre arbeitete Kertész an einem Werk, das als eine der eindrucksvollsten Erzählungen über den Holocaust in die Geschichte eingehen sollte. In autobiografischer Darstellung erzählt der Autor hauptsächlich eine Geschichte, die durch persönlich gemachte Erfahrungen zu einem unnachahmlichen Roman geworden ist.</p>
<p>Zunächst abgelehnt, wurde dieser erstmals 1975 verlegt. Eine richtige Bewunderung für das Geschaffene wiederfuhr Imre Kertész aber erst mit der Neuauflage 1985, mit der er in den Fokus der Öffentlichkeit geriet. Es folgten weitere Erzählungen, in denen sich der Schriftsteller auf die Suche nach seiner eigenen Identität begab. So entstanden Ende der 80er bzw. Anfang der 90er noch die erfolgreichen Werke „Fiasko“ 1988 und „Kaddisch für ein nichtgeborenes Kind“ 1990, wobei das zweite bereits zwei Jahre später ins Deutsche übersetzt wurde, während das erste bis zum Jahr 2000 auf eine Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum warten musste. Neben der schriftstellerischen Gattung erarbeitete Imre Kertész auch Theaterstücke, von denen zahlreiche aufgeführt werden konnten. Gerade für das Stück &#8220;Csacsifogat&#8221; wurden jedoch heftige Plagiatsvorwürfe gegen den Ungar erhoben. Eine Schmach, der er sich bis heute nicht wirklich entledigen konnte, was einen dunklen Schatten auf das Werk vom Literaturnobelpreisträger von 2002 und Goethe-Medaillen-Inhaber des Jahres 2004 wirft.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/2002-imre-kertesz-1929/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1994: Kenzaburō Ōe (*1935)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/1994-kenzabur-e-1935/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/1994-kenzabur-e-1935/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 10:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Epik]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[1994]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kenzaburo]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Oe]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Suizid]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1084</guid>
		<description><![CDATA[Der Japaner Kenzaburō Ōe zählt zu den einflussreichsten Schriftstellern des asiatischen Kontinents, da er es in einer besonderen Art schafft, die erschütternden Erlebnisse eines Einzelnen in dem Gedankengut vieler anderer neu auferleben zu lassen. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/1994-kenzabur-e-1935/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Japan.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1295" title="Japan" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Japan.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Der Japaner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kenzabur%C5%8D_%C5%8Ce" target="_blank"><strong>Kenzaburō Ōe</strong></a> zählt zu den einflussreichsten Schriftstellern des asiatischen Kontinents, da er es in einer besonderen Art schafft, die erschütternden Erlebnisse eines Einzelnen in dem Gedankengut vieler anderer neu auferleben zu lassen. In einem kleinen Dorf namens Ose auf Shikoku, der kleinsten der vier Hauptinseln Japans, wurde Kenzaburō Ōe am 31.Jaunuar 1935 geboren. Nachdem sein Vater den Geschehnissen des Zweiten Weltkriegs zum Opfer fiel, zog ihn seine Mutter zusammen mit der Großmutter auf.<span id="more-1084"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Kenzabur%C5%8D-%C5%8Ce.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1296" title="Kenzaburō Ōe" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Kenzabur%C5%8D-%C5%8Ce.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Neben den zahlreichen Geschichten, die seine Großmutter, welche für ihre hohe Gabe des Erzählens im Umland Bekanntheitsstatus genoss, näher brachte, waren vor allem die beiden Werke „Die Abenteuer von Huckleberry Finn“ von Mark Twain und Selma Lagerlöfs „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ äußerst prägend für das spätere Schreiben. Auf Anraten der Mutter verließ Ōe nach Beendigung der Schule im Alter von 18 Jahren die Heimat und zog nach Tokyo, wo er sich an der städtischen Universität für Französische Literatur einschrieb. Sechs Jahre später absolvierte er mit einer Abschlussarbeit über das nachhaltige Wirken von Sartre mit Bravour. Schon während seiner Studienjahre beschäftigte sich Kenzaburō Ōe immer häufiger mit dem Schreiben von eigener Literatur und begann mit einigen kleineren Versuchen sich dem Kontext zu nähern. Durch das zusätzliche Beschäftigen mit zeitgenössischen Schriften aus dem französischen und amerikanischem Raum konnte Ōe 1958 schließlich seine erste ernstzunehmende Kurzgeschichte veröffentlichen, für die er im selben Jahr mit dem Akutagawa-Preis bereits die erste Auszeichnung der noch jungen Karriere erhielt. Ebenfalls 1958 erschien Kenzaburō Ōes erster Roman<strong> <a href="http://www.buecher.de/shop/Japan/Reisst-die-Knospen-ab-/Oe-Kenzaburo/products_products/detail/prod_id/07962065/lfa/quicksearch-product-5/">„Reißt die Knospen ab…“</a></strong>, was den ziemlich rasanten Aufstieg zum Erfolgsautor nochmal zunehmend beschleunigte.</p>
<p>So folgten in den nächsten Jahren weitere Romane, in denen der Japaner vorrangig die im eigenen Leben gemachten Erfahrungen und Schicksalschläge, die ihn ereilten, als Thema verwendet. So geht es im Werk <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Japan/Eine-persoenliche-Erfahrung/Oe-Kenzaburo/products_products/detail/prod_id/04179083/lfa/quicksearch-product-8/">„Eine persönliche Erfahrung“</a></strong> beispielsweise um einen Mann, der nach der Geburt seines behinderten Sohnes vorerst nicht dazu stehen möchte und nach einem Ausweg sucht, Ōes Sohn selbst ist ebenfalls behindert zur Welt gekommen. 2001 erzählte er in einem Werk über den Suizid eines Regisseurs und thematisierte so das Schicksal seines verstorbenen Schwagers. Stark geprägt von harten Schicksalsschlägen erfreuen sich Kenzaburō Ōes Werke ab den 90ern nicht mehr ausschließlich asiatischer Beachtung, sondern auch internationalem Interesse. So erhielt der Autor 1994 den Nobelpreis für Literatur und später weitere Ehrungen. Kenzaburō Ōe unternimmt noch heute jährlich Auslandreisen und erfreut sich bester Gesundheit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/1994-kenzabur-e-1935/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1993: Toni Morrison (*1931)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/1993-toni-morrison-1931/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/1993-toni-morrison-1931/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 10:10:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Epik]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[1993]]></category>
		<category><![CDATA[afroamerikanisch]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Morrison]]></category>
		<category><![CDATA[Princeton]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Toni]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1081</guid>
		<description><![CDATA[Toni Morrison war und ist eine der entscheidendsten Schriftstellerinnen afroamerikanischer Literatur und so maßgeblich für den zunehmenden Erfolg einer neuen kulturellen Generation auf amerikanischem und internationalem Boden verantwortlich. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/1993-toni-morrison-1931/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/USA.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1298" title="USA" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/USA.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toni_Morrison" target="_blank"><strong>Toni Morrison</strong></a> war und ist eine der entscheidendsten Schriftstellerinnen afroamerikanischer Literatur und so maßgeblich für den zunehmenden Erfolg einer neuen kulturellen Generation auf amerikanischem und internationalem Boden verantwortlich. Als Chloe Anthony Wofford wurde die heutige Weltautorin am 18.Februar des Jahres 1931 in Lorain im Bundesstaat Ohio geboren. Als Tochter afroamerikanischer Eltern, die neben Morrison noch drei weitere Kinder großzogen, wuchs sie in relativ bescheidenen Verhältnissen auf. <span id="more-1081"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Toni-Morrison.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1299" title="Toni Morrison" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Toni-Morrison.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Nach der schulischen Ausbildung entschied sich die damals 18-Jährige 1949 für ein Literaturstudium an der Howard Universität in Washington DC, bevor sie sich vier Jahre später an der Cornell University für Anglistik einschrieb und dort ihren Abschluss absolvieren konnte. Während des Studiums änderte Morrison ihren Rufnamen nach ihrem zweiten Vornamen in Toni. Ende der 50er vervollständigte sie den Namen, unter dem sie heute bekannt ist aufgrund der Heirat mit einem jamaikanischen Architekten, von dem sie zwei Kinder bekam. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss lehrte Morrison zunächst Englische Literatur an der Texas Southern University in Houston, später dann an ihrer ehemaligen Wirkungsstelle, der Howard University. Nach ihrer Scheidung 1964 widmete sich Morrison mehr dem eigenen Schrieben und nahm anstatt der Dozenten- eine Lektorenstelle beim Verlag Random House an. Hier setzte sie sich sehr für afroamerikanische Autoren wie Gael Jones ein und ermöglichte diesen aufgrund ihrer Stellung die Veröffentlichung. Den ersten eigenen Roman brachte Morrison 1970 unter dem Namen „Sehr blaue Augen“ heraus. Zwar wurden das Erstlingswerk und auch das nachfolgende <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Sula/Morrison-Toni/products_products/detail/prod_id/12784478/lfa/quicksearch-product-1/">„Sula“</a></strong> äußerst positiv bewertet und aufgenommen, den wirklichen Durchbruch konnte sie aber erst 1977 mit „Solomons Lied“ erreichen.</p>
<p>Fortan erfreute sich Toni Morrison großen internationalem Interesse, nicht nur an ihren Werken, sondern auch an der Person selbst. Morrison stieg auf zur Vorreiterin einer kulturellen Abzweigung, aus der nach und nach große andere Autoren emporstiegen. Trotz ihres großen literarischen Erfolges, der sich in Auszeichnungen wie dem Pullitzer-Preis von 1988 oder dem Nobelpreis für Literatur 1993 widerspiegelt, konzentriert sich Morrison nicht nur auf eigene Publikationen, sondern lehrt nach wie vor in Princeton junge Studenten über ihre über Jahre erlangten Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Literatur- und Geisteswissenschaften.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/1993-toni-morrison-1931/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1991: Nadine Gordimer (*1923)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/1991-nadine-gordimer-1923/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/1991-nadine-gordimer-1923/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 12:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Epik]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[1991]]></category>
		<category><![CDATA[Apartheid]]></category>
		<category><![CDATA[Gordimer]]></category>
		<category><![CDATA[Johannesburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nadine]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Suedafrika]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1073</guid>
		<description><![CDATA[Nadine Gordimer, die noch heute in Südafrika lebt, ist eine der politisch aktivsten Schriftstellerinnen aller Zeiten, da sie nach wie vor die durch die Apartheid entstandene Ungerechtigkeit für die Menschheit in brillanter, zumeist ironischer Art und Weise aufzudecken versucht. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/1991-nadine-gordimer-1923/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/S%C3%BCd-Afrika.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1304" title="Süd Afrika" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/S%C3%BCd-Afrika.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nadine_Gordimer" target="_blank"><strong>Nadine Gordimer</strong></a>, die noch heute in Südafrika lebt, ist eine der politisch aktivsten Schriftstellerinnen aller Zeiten, da sie nach wie vor die durch die Apartheid entstandene Ungerechtigkeit für die Menschheit in brillanter, zumeist ironischer Art und Weise aufzudecken versucht. Als Tochter eines litauischen Juden und einer Engländerin wurde Gordimer am 20.November 1923 in Springs innerhalb der südafrikanischen Provinz Gauteng geboren. Da der Vater als Juwelier tätig war, wuchs sie in relativ vermögenden Verhältnissen auf und wurde zunächst aufgrund einer Herzschwäche von der Mutter zu Hause unterrichtet, was ihr viel Zeitraum für das Lesen literarischer Werke ermöglichte.<span id="more-1073"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Nadine-Gordimer.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1306" title="Nadine Gordimer" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Nadine-Gordimer.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Trotz der jüdischen Wurzeln schickten die Eltern Nadine Gordimer später auf eine Konventschule. Von dem frühen und umschweifenden Kontakt mit Literatur geprägt, begann sie bereits im Alter von 9 mit dem Schreiben und konnte mit 14 Jahren die erste Kurzgeschichte veröffentlichen. Nach einem zwischenzeitlichen Studium, welches Gordimer nach nur einem Jahr wieder abbrach, zog es sie nach Johannesburg, wo sie 1949 ihre erste Kurzgeschichtensammlung unter dem Namen „Face to Face“ herausbrachte. Nur vier Jahre später folgte mit „The Lying Days“ der erste Roman. Schon ihre ersten großen Werke beschäftigten sich mit der Problematik der Apartheid, deren Folgen und Auswirkungen Gordimer in allen Werken, die sie bisher verfasste, thematisiert. Doch anders als andere Autoren beschränkte sie ihren Widerstand nicht auf das bloße Schreiben, wenngleich diese besondere Fähigkeit ihr aussagekräftigstes und zugleich erfolgreichstes Mittel war. Mitte der 50er zählte sie zu einer Gruppe, die sich in der Hoffnung das System zu untergraben vehement gegen die Gesetze der Apartheid stellte. Was folgte, waren die Verhaftung von zahlreichen Widerständler und einem 1960 festgelegten Verbot für derartige Positionierung. Gordimer selbst wurde mit einigen Publikationsverboten versehen. Wesentlichen Einfluss auf ihren Erfolg hatten diese aber nicht, da Gordimer sich auf zahlreiche Auslandsreisen quer durch die Welt begab, als Gastdozentin an verschiedenen Universitäten lehrte und so ihre Werke und ihr Gedankengut weiter verbreiten konnte.</p>
<p>Innerhalb der 60er-Jahre wurde auch die schwarze Widerstandsbewegung immer radikaler, worauf hin sich Gordimer wegen ihrer Abneigung gegenüber der Apartheid und ihrer Hautfarbe gegenüber den Schwarzen in einer isolierten Position befand. Ende der 80er-Jahre relativierte sich die Position, da nun Schwarze neben Weißen rebellierten. Gordimer konnte wieder aktiver gegen die Apartheid sprechen. Hierbei stellte sie aber stets klar, dass es ihr weniger darum gehe, irgendwem politische Ideale aufzuzwingen, als vielmehr die wirklichen Verhältnisse und deren Auswirkungen aufzuzeigen. Für ihre Essays, Romane und <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Beute-und-andere-Erzaehlungen/Gordimer-Nadine/products_products/detail/prod_id/13449613/lfa/quicksearch-product-23/">Erzählungen</a></strong>, welche allesamt die Apartheid in einem ständigen Weiterentwicklungsvorgang darstellen und die Geschehnisse daher nicht in schwarz-weißem, sondern eher einem grauen Bild aufzeigen, wird Natalie Gordimer nach wie vor international bewundert und mit Ehrungen wie dem Literaturnobelpreis, den sie 1991 erhielt, ausgezeichnet.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/1991-nadine-gordimer-1923/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1990: Octavio Paz (1914 – 1998)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/1990-octavio-paz-1914-1998/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/1990-octavio-paz-1914-1998/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 10:54:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Epik]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[1990]]></category>
		<category><![CDATA[Mexico]]></category>
		<category><![CDATA[Octavio]]></category>
		<category><![CDATA[Paz]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Tlatelolco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1061</guid>
		<description><![CDATA[Octavio Paz war der größte mexikanische Schriftsteller aller Zeiten und schaffte es durch seine tiefgehende Poesie, welche von berührender Sinnlichkeit geprägt wurde, zu einem international hochangesehenen Dichter.  <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/1990-octavio-paz-1914-1998/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Mexico.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1313" title="Mexico" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Mexico.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Octavio_Paz" target="_blank"><strong>Octavio Paz</strong></a> war der größte mexikanische Schriftsteller aller Zeiten und schaffte es durch seine tiefgehende Poesie, welche von berührender Sinnlichkeit geprägt wurde, zu einem international hochangesehenen Dichter. Paz kam am 31.März in der Hauptstadt Mexico-City zur Welt, wo er eine gewöhnliche, für die Nachwelt ereignislose Kindheit durchlebte. Bereits im Alter von 17 Jahren ebnete sich Paz seinen Weg, in dem er sich mehr und mehr seiner Leidenschaft, der Literatur, näherte.<span id="more-1061"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Octavio-Paz.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1314" title="Octavio Paz" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Octavio-Paz.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Zusammen mit Gleichgesinnten schuf er eine literarische Zeitschrift, die fortan eine Plattform für seine Texte und diejenigen anderer ermöglichen sollte. Neben den lateinamerikanischen Autoren, studierte er sehr begeistert die Schriften von Marx und Nietzsche. Mit 23 gründete er eine Sekundarschule für indianische Kinder und studierte in der Folge in Mexico, San Francisco und New York Jura und Philosophie. Mitte der Vierzigerjahre verfolgte Octavio Paz dann ähnlich wie andere große Autoren Lateinamerikas politische Interessen und betrat den diplomatischen Dienst. Während der Botschaftertätigkeit lernte er in Paris Neruda und Breton kennen, mit denen er fortan einen regen Austausch pflegte. Aus der relativ intellektuellen Zeit stammen auch die ersten großen Werke von Paz wie <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Das-Labyrinth-der-Einsamkeit/Paz-Octavio/products_products/detail/prod_id/07594497/lfa/quicksearch-product-3/">„Das Labyrinth der Einsamkeit“</a></strong> 1950 oder das ein Jahr später erschienene „Der Bogen und die Leier“. Neben der Prosa machte sich Paz vor allem aber einen Namen mit hochbejubelten, da äußerst gehaltvollen Gedichten wie „Sonnenstein“, das mit den später geschriebenen „Weiß“ und „Von der Kladde zur Klarheit“ innerhalb Deutschlands als „Die großen Gedichte“ zusammengefasst ist. Nach dem langjährigen Aufenthalt in Paris und einer etwas kürzeren Anstellung als mexikanischer Botschafter in Indien legte Paz aus Protest gegen das Studentenmassaker von Tlatelolco 1968 sämtliche Ämter nieder.</p>
<p>Zurück in Mexico konzentrierte sich Octavio Paz in den letzten 25 Jahren seines Lebens ausschließlich auf die Schriftstellerei, für die er besonders in den 70er- und 80er-Jahren eine Reihe von hochdekorierten Preisen in Empfang nehmen konnte. So bekam er neben einigen nationalen Auszeichnungen unter anderem 1982 den Cervantes-Preis, 1984 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 1990, als einziger Mexikaner überhaupt, den Nobelpreis für Literatur. 1993 brachte Octavio Paz seine Autobiografie über das politische Leben eines Poeten heraus und verstarb dreieinhalb Jahre später, am 20.April 1998, im Alter von 84 in seiner Heimatstadt Mexico-City.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/1990-octavio-paz-1914-1998/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1988: Naguib Mahfouz (1911 – 2006)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/1988-naguib-mahfouz-1911-2006/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/1988-naguib-mahfouz-1911-2006/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 06:52:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[1988]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Kairo]]></category>
		<category><![CDATA[Mahfouz]]></category>
		<category><![CDATA[Naguib]]></category>
		<category><![CDATA[Trilogie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1055</guid>
		<description><![CDATA[Der ägyptische Schriftsteller Naguib Mahfouz galt als einer der führenden Literaten der arabischen Welt und schaffte es durch seine intellektuelle Darstellung tiefgehender Probleme zum bekannten Autor und Friedenskämpfer. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/1988-naguib-mahfouz-1911-2006/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/%C3%84gypten.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1319" title="Ägypten" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/%C3%84gypten.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Der ägyptische Schriftsteller <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Naguib_Mahfouz" target="_blank"><strong>Naguib Mahfouz</strong></a> galt als einer der führenden Literaten der arabischen Welt und schaffte es durch seine intellektuelle Darstellung tiefgehender Probleme zum bekannten Autor und Friedenskämpfer. Als Sohn eines Beamten wurde Mahfouz am 11.Dezember 1911 in Ägyptens Hauptstadt Kairo geboren. Nach einer sehr unbeschwerten Kindheit, die er zumeist in einem Altstadtviertel verbrachte und die Erlebnisse in späteren Werken verarbeitete, schrieb sich Mahfouz an der Universität für Philosophie ein.<span id="more-1055"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Necip-Mahfuz.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1320" title="Necip Mahfuz" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Necip-Mahfuz.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Nach Abschluss dessen arbeitete er fest als Beamter innerhalb des Bildungsministeriums seines Landes. Privat kam er nebenbei seiner Leidenschaft, dem Schreiben, nach und konnte in den 30er-Jahren bereits einige kleine Abdrucke in Tageszeitungen und Zeitschriften verbuchen. 1939 brachte Naguib Mahfouz dann schließlich seinen ersten Roman, mit dem er versuchte während der Kolonialzeit das Nationalgefühl und die Suche nach der ägyptischen Identität zu festigen, heraus. Nach dem ersten, der noch relativ geschichtlich geprägt war, veröffentlichte er in den 40er-Jahren weitere Romane, die nun zeitgenössischer und realitätsnäher daherkamen. Den großen Durchbruch schaffte Mahfouz Mitte der 50er, als er mit der Kairoer Trilogie innerhalb von etwas mehr als einem Jahr drei Romane über das Leben einer Kaufmannsfamilie und die generationsübergreifend erlebten Wandlungsprozesse innerhalb des Umgangs und der Annährung an den Westen auf den Markt brachte. Nur zwei Jahre später sorgte er mit dem Roman <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Die-Kinder-unseres-Viertels/Machfus-Nagib/products_products/detail/prod_id/20903465/lfa/quicksearch-product-1/">„Die Kinder unseres Viertels“</a></strong>, ein Werk über die Geschichte der Menschheit, für Aufsehen der besonderen Art. Innerhalb des Werkes treten Charaktere, die an Jesus, Mohammed, Moses und Adam erinnern, auf, womit Mahfouz den Unmut des konservativen Islams auf sich zieht. Schon der erste Teil, den er in einer Tageszeitung vorab zum Lesen herausgab, sorgte für scharfe Kritik und Empörung, welche Grund dafür ist, dass der Roman erst 2006 auch in arabischer Sprache komplett veröffentlichen werden konnte.</p>
<p>Mit diesem Werk ebnete Mahfouz auch den Weg für seine zweite Lebenshälfte. Nach Kurzgeschichten, Romanen und Essays zur Thematik setze er sich auch politisch aktiver für seine Anschauung ein. Mahfouz unterstützte den Friedensprozess in Israel und zog weiterhin das Unverständnis der fundamentalistischen Araber auf sich. Schon 1989 sprach der radikale Islamist Omar Abdul-Rahman ein Todesurteil für den Autor aus und das nur ein Jahr nach dem Erhalt des Nobelpreises für Literatur. Nur 5 weitere Jahre vergingen, als Mahfouz vor seiner Wohnung schwer niedergestochen wurde. Zwar überlebte er schwerverletzt, musste aber das folgende Jahrzehnt unter Personenschutz leben. Nachdem er im Sommer 2006 schwer erkrankte und nur noch künstlich am Leben gehalten wurde, verstarb Naguib Mahfouz am 30.August 2006 in Kairo.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/1988-naguib-mahfouz-1911-2006/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1985: Claude Simon (1913 – 2005)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/1985-claude-simon-1913-2005/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/1985-claude-simon-1913-2005/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 11:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[1985]]></category>
		<category><![CDATA[Claude]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Simon]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1043</guid>
		<description><![CDATA[Claude Simon war ein französischer Schriftsteller, dessen Stil in die Gattung Nouveau Roman einzugliedern ist und der noch heute als einer der am meist umstrittensten Literaturnobelpreisträger für Gesprächsstoff sorgt. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/1985-claude-simon-1913-2005/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Frankreich1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1330" title="Frankreich" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Frankreich1.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Simon" target="_blank"><strong>Claude Simon</strong></a> war ein französischer Schriftsteller, dessen Stil in die Gattung Nouveau Roman einzugliedern ist und der noch heute als einer der am meist umstrittensten Literaturnobelpreisträger für Gesprächsstoff sorgt. Auf der damals französischen Kolonie Madagaskar wurde Simon als Sohn eines stationierten Marineoffiziers am 10.Oktober 1913 geboren. Ein Jahr später zog die Familie wieder nach Frankreich, wo kurz darauf der Vater den Ereignissen des Ersten Weltkrieges zum Opfer fiel.<span id="more-1043"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Claude-Simon.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1331" title="© Copyright 2010 CorbisCorporation" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Claude-Simon.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Die ersten zehn Jahre seiner Kindheit wuchs er in Perpignan , der Geburtsstätte seiner Mutter auf, bevor 1924 auch diese verstarb. Unter den Fittichen eines Vettern der Mutter, der fortan den Vormund besaß, kam er schließlich nach Paris und besuchte dort ein Internat. Ein wenig planlos wusste Simon nach Schulabschluss nicht so wirklich, wo ihn sein künftiger Weg hinführen sollte. Einige Besuche bei Malereikursen folgte dann der zu absolvierende Militärdienst bei der Kavallerie. Simon erhielt nach Entlassung aus dieser 1935 ein Mitgliedsausweis Kommunistischen Partei Frankreichs, mit dem er nach Spanien ins Hauptquartier der Republikaner reiste und versuchte dort eine Aufgabe für sich zu finden. Zwei Wochen später, ohne eine sinnvolle Anstellung gefunden zu haben, kehrte er wieder zurück in die Heimat. 1937 begab sich Simon auf ein längere Europareise, die ihn über mehrere Staaten wie Deutschland, Türkei oder Polen führte. Auf seiner Reise unternahm er erste literarische Versuche, die aber allesamt als unwichtig anzusehen sind. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er erneut eingezogen und gelangte in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er später während der dort zu tätigenden Arbeit fliehen konnte. Nach dem zwischenzeitlich sicheren Wohnsitz in Perpignan flüchtete er zu Kriegsende in die französische Hauptstadt, um nicht erneut gefangen genommen zu werden.</p>
<p>Die Erfahrungen aus dem Krieg verarbeitete er später in seinen Werken. 1945 brachte Claude Simon mit „Der Betrüger“ seinen ersten Roman heraus, der aber wie die drei nachfolgenden vollkommen unbeachtet blieb. Erst mit dem Wechsel zum Verlag Editions de Minuit, für den ihn ein Freund anheuerte, nahm die Bewunderung für <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Die-Akazie/Simon-Claude/products_products/detail/prod_id/04173623/lfa/quicksearch-product-14/">Simons Schreiben</a></strong> auch in der Öffentlichkeit stetig zu. So entstanden weitere Romane, die nicht nur deutlich höhere Verkaufszahlen erreichten, sondern Simon auch einige wichtige Literaturpreise bescherten. Trotzdem galt seine Bekanntgabe als Nobelpreisträger 1985 in der Fachwelt als äußerst umstritten. 20 Jahre später, nachdem Simon noch drei weitere Romane veröffentlichte und sich langsam aus der Öffentlichkeit zurückzog, starb er am 6.Juli in Paris.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/1985-claude-simon-1913-2005/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>1984: Jaroslav Seifert (1901 – 1986)</title>
		<link>http://www.literatur-nobelpreis.de/1984-jaroslav-seifert-1901-1986/</link>
		<comments>http://www.literatur-nobelpreis.de/1984-jaroslav-seifert-1901-1986/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 10:23:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[1984]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Jaroslav]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Seifert]]></category>
		<category><![CDATA[Tschechien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.literatur-nobelpreis.de/?p=1039</guid>
		<description><![CDATA[Der Tscheche Jaroslav Seifert zählt zu den größten Schriftstellern in der Geschichte seines Landes und erfreute sich vor allem durch seine politischen Ansichten, welche er geschickt in seine Werke einzubinden wusste, über Jahrzehnte hinweg an großer Begeisterung. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/1984-jaroslav-seifert-1901-1986/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Tschechoslowakei.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1334" title="Tschechoslowakei" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Tschechoslowakei.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Der Tscheche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jaroslav_Seifert" target="_blank"><strong>Jaroslav Seifert</strong></a> zählt zu den größten Schriftstellern in der Geschichte seines Landes und erfreute sich vor allem durch seine politischen Ansichten, welche er geschickt in seine Werke einzubinden wusste, über Jahrzehnte hinweg an großer Begeisterung. Im kleinen Stadtviertel Zizkow, in dem sich die Arbeiterschicht der großen Stadt Prag tummelt, wurde Seifert am 23.September 1901 geboren. In gewöhnlich bürgerlichen Verhältnissen wuchs er auf und entwickelte schon im jungen Alter großes Interesse für die Schriftstellerei.<span id="more-1039"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Jaroslav-Seifert.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1335" title="Jaroslav Seifert" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/09/Jaroslav-Seifert.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Mit gerade einmal 19 Jahren veröffentlichte er bereits sein Erstlingswerk „Stadt der Tränen“. Nur zwei Jahre darauf wurde sein erster Gedichtband herausgebracht. Da diese beiden Veröffentlichungen jedoch noch lange nicht zum Leben reichten, hielt er sich zunächst mit kleineren Arbeiten bei einigen Tageszeitungen über Wasser, bevor er schließlich als Journalist und Redakteur bei kommunistischen Blättern und Verlagen fest angestellt wurde. Während des Zweiten Weltkrieges galt Seifert als großes Vorbild und stärkte mit seinen publizierten Versen das Nationalbewusstsein vieler Tschechen. Galt er zwischen 1939 und 1945 noch als der große Held, der die tschechische Geschichte in seinen Worten thematisierte und die Bevölkerung an ihr Land glauben ließ, brach er mit Kriegsende mit der kommunistischen Heimat, griff die Regierung mit Werken und öffentlicher Kritik an und handelte sich dadurch eine Vielzahl an Publikationsverboten ein. Doch allem Zorn des Staates zu wider, verfasste Seifert fleißig weiter und publizierte heimlich oder eben erst nach Aufhebung des Verbots. 1969 wählte ihn die tschechoslowakische Vereinigung für Schriftsteller zum Präsidenten. Ein Jahr später wurde er dann vom Regime, gegen das er weiterhin auch öffentlich protestierte, wieder abgesetzt. Weiter revoltierend unterstützte er in der Folge politisch verfolgte Schriftsteller und Gleichgesinnten.</p>
<p>So wirklich fanden <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Gewitter-der-Welt/Seifert-Jaroslav/products_products/detail/prod_id/02572224/lfa/quicksearch-product-6/">Seiferts Werke</a></strong> erst in den 80er-Jahren Beachtung. Gerade in seinen letzten Jahren war Seifert kreativ und fleißig wie selten zuvor. Hatte er in den 60ern und 70ern zwar auch schon einige Romane veröffentlicht, verfasste er die meisten erst nach 1980. So entstanden beispielsweise 1982 „Im Spiegel hat er das Dunkel“ oder zwei Jahre später „Was einmal Liebe war“. Im Jahr 1984 erhielt Seifert dann auch den Nobelpreis für Literatur, was aufgrund seiner Herkunft aus einem kommunistischen Land im Westen auf großes Unverständnis traf. Am 10.Januar 1986 starb Jaroslav Seifert im Alter von 84 Jahren in seiner allgegenwärtigen Heimatstadt Prag.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.literatur-nobelpreis.de/1984-jaroslav-seifert-1901-1986/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

