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	<title>Literatur Nobelpreis &#187; Satire</title>
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	<description>Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den bisherigen und kommenden Literatur Nobelpreisträgern!</description>
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		<title>2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 08:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Brite Harold Pinter war nicht nur ein gro&#223;artiger Theaterautor, der mit seiner einzigartigen Absurdit&#228;t den Zuschauer in scheinbar unergr&#252;ndbare Existenzbestandteile zu integrieren wusste, sondern auch erfolgreicher Regisseur, Schauspieler und Literaturnobelpreistr&#228;ger.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.flaggenkiste.de/images/big/grossbritanien.jpg" alt="grossbritanien 2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)" width="124" height="82" title="2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)" />Der Brite <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harold_Pinter">Sir Harold Pinter</a></strong> war nicht nur ein gro&#223;artiger Theaterautor, der mit seiner einzigartigen Absurdit&#228;t den Zuschauer in scheinbar unergr&#252;ndbare Existenzbestandteile zu integrieren wusste, sondern auch erfolgreicher Regisseur, Schauspieler und Literaturnobelpreistr&#228;ger.<br />
<br />
Im proletarisch gepr&#228;gten Londoner Stadtteil Eastend wurde Pinter am 10.Oktober 1930 als Sohn eines Schneiders geboren. Der von portugiesischen Vorfahren abstammende sp&#228;tere Erfolgsautor erlebte eine relativ ungew&#246;hnliche Kindheit. 1948 entzog er sich der Einberufung ins Milit&#228;r und wurde in der Folge f&#252;r seine Verweigerung inhaftiert. Wieder in Freiheit bekam er ein finanziertes Stipendium f&#252;r das Studium an der Royal University of Dramatic Art, was er jedoch nach kurzer Zeit wieder abbrach. Stattdessen zog er mit einer Wandergruppe, die innerhalb Irlands St&#252;cke von Shakespeare auf die B&#252;hne brachte umher. Neben der T&#228;tigkeit als Schauspieler in Theaterst&#252;cken verfasste er bereits einige kleinere Werke. Nach zwei kleineren St&#252;cken, die erfolglos blieben, gelang Harold Pinter mit „Der Hausmeister“ der wirkliche Durchbruch. 1960 uraufgef&#252;hrt, sollte dies die Grundlage f&#252;r die &#252;ber 30 Jahre anhaltende Erfolgsgeschichte bilden. Pinter stieg zu einem der international begehrtesten Dramaturgen auf und konnte in der Folge eine Vielzahl an erfolgreichen St&#252;cken auf die Theaterb&#252;hnen Europas bringen. Doch nicht nur seine Theaterst&#252;cke wurden in den 70ern, 80ern und 90ern gespielt, auch als Drehbuchautor f&#252;r Regisseure wie Kazan und Altman machte sich Harold Pinter einen gro&#223;en Namen.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/pinter.jpg" alt="pinter 2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)" width="130" height="158" title="2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)" />Neben den Drehb&#252;chern f&#252;r zahlreiche Filme wie „Die Geliebte des franz&#246;sischen Leutnants“ 1981 wurden im Laufe der Jahre auch einige vorher als <a href="http://www.buecher.de/shop/Drehbuch/Die-Geburtstagsfeier-Der-Hausmeister-Die-Heimkehr-Betrogen/Pinter-Harold/products_products/detail/prod_id/13211388/lfa/quicksearch-product-3/">Theaterst&#252;cke</a> ver&#246;ffentlichten Werke verfilmt. So fanden 1968 „The Birthday Party“ und f&#252;nf Jahre sp&#228;ter „The Homecoming“ den Weg auf die Kinorollen. Gelegentlich wirkte Pinter in den Werken auch selbst als Schauspieler mit. Neben den k&#252;nstlerischen Erfolgen sorgte Pinter vor allem durch einzelne politische Statements sowie seiner in den Werken der &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich gemachten Frauengeschichten f&#252;r Aufsehen. Nach &#252;ber zwanzig Jahren Ehe verlie&#223; er seine Frau und die Mehrheit schien innerhalb des Werkes „Betrug“ eine Dokumentation dar&#252;ber zu finden, wobei dieses auf eine bereits fr&#252;her gemachte Aff&#228;re Bezug nimmt. Politisch verteidigte er den serbischen Diktator Milosevic und bekam daf&#252;r gro&#223;e Kritik. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen konnte er bei der Nobelpreisvergabe 2005 nur per Videobotschaft zu den G&#228;sten sprechen und prangerte in dieser die Politik von Bush und Blair in Bezug auf den Irakkrieg an. Seine letzte Vorstellung als Schauspieler, welche sofort ausverkauft war, gab er 2006. Am Heiligabend des vergangenen Jahres erlag Harold Pinter den Folgen von Kehlkopfkrebs.</p>
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		<title>2004: Elfriede Jelinek (1946 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 08:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die &#214;sterreicherin Elfriede Jelinek schafft es aufgrund ihres k&#252;nstlerischen Schaffens, welches von Dramen und Romanen, bis hin zu Theaterst&#252;cken und H&#246;rspielen reicht, dass ein gro&#223;es Publikum ihrer besonderen Sicht der sozialen Missst&#228;nde Begeisterung schenkt.
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/oesterreich.gif" alt="oesterreich 2004: Elfriede Jelinek (1946    )" width="124" height="82" title="2004: Elfriede Jelinek (1946    )" />Die &#214;sterreicherin <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elfriede_Jelinek">Elfriede Jelinek</a></strong> schafft es aufgrund ihres k&#252;nstlerischen Schaffens, welches von Dramen und Romanen, bis hin zu Theaterst&#252;cken und H&#246;rspielen reicht, dass ein gro&#223;es Publikum ihrer besonderen Sicht der sozialen Missst&#228;nde Begeisterung schenkt.<br />
<br />
Als Tochter eines j&#252;dischen Chemikers, der nur aufgrund seiner Wichtigkeit dem Konzentrationslager entging und einer Mutter, die gro&#223;b&#252;rgerlichen Wurzeln entsprang, wurde Jelinek am 20. Oktober 1946 in M&#252;rzzuschlag in der Steiermark geboren. In ihrer Kindheit genoss sie haupts&#228;chlich den Kontakt zur Mutter, da der Vater zunehmend in psychische Probleme verfiel. Nach einem katholischen Kindergarten besuchte sie eine Klosterschule, deren Besuch ihr aber von den Nonnen selbst als hinderlich best&#228;tigt wurde. Jelineks Mutter plante von Beginn an eine &#228;u&#223;erst musikalisch gepr&#228;gte Zukunft ihrer Tochter. So besuchte sie bereits ab dem 14.Lebensjahr das Wiener Konservatorium, wo sie zun&#228;chst Klavier, Blockfl&#246;te und Orgel, sp&#228;ter sogar noch Komposition studierte. Nebenbei kam sie einer gew&#246;hnlichen Schulausbildung nach und besuchte ein Realgymnasium der Stadt. Ab 1964 studierte sie dann Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte, was sie jedoch nach kurzer Zeit aufgrund von Depressionen wieder abbrach. Isoliert von der Au&#223;enwelt lebte sie im folgenden Jahr fast ausschlie&#223;lich zu Hause und widmete sich mehr und mehr der Schriftstellerei. Aus dieser Zeit stammt mit dem Gedichtband „Lisas Schatten“ auch die erste gro&#223;e Ver&#246;ffentlichung. Nach dem Tod ihres Vaters 1969 kam es zu einer Wendung in Jelineks Leben.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/jelinek.jpg" alt="jelinek 2004: Elfriede Jelinek (1946    )" width="130" height="158" title="2004: Elfriede Jelinek (1946    )" />Sie erholte sich zunehmend und wurde zudem auch politisch aktiv. Ihr Beitritt zur Studentenbewegung sollte erst der Anfang sein. Drei Jahre nach dem Abschluss des Orgelstudiums aus dem Jahr 1971, trat Jelinek in die kommunistische Partei &#214;sterreichs ein, aus der sie Anfang der 90er wieder austrat. Noch im gleichen Jahr ver&#246;ffentlichte sie ihr erstes gro&#223;es H&#246;rspiel „Wenn die Sonne sinkt, ist f&#252;r manche schon B&#252;roschluss“, was innerhalb der Heimat als H&#246;rspiel des Jahres ausgezeichnet wurde. Ein Jahr sp&#228;ter ging der Erfolg weiter und so gilt der Roman „Die Liebhaberin“ als der endg&#252;ltige Durchbruch. Es folgten weitere vielumjubelte Werke, ob als H&#246;rspiel oder Roman. Neben positiver Rezension erntete Jelinek aber auch reichlich Kritik, vor allem f&#252;r das „Burgtheater“ 1985. Auch durch ihr wohl gr&#246;&#223;tes Werk <a href="http://www.buecher.de/shop/Oesterreich/Lust/Jelinek-Elfriede/products_products/detail/prod_id/04355115/lfa/quicksearch-product-1/">„Lust“</a>, welches 1989 herausgebracht wurde, sorgte Elfriede Jelinek f&#252;r gro&#223;es Aufsehen. Nachdem ein weiteres Theaterst&#252;ck  Mitte der 90er erneut eine scharfe Kritik zur Folge hatte und Angriffe auf ihre Person &#220;berhand nahmen, zog sich die Literaturnobelpreistr&#228;gerin des Jahres 2004 aus der &#214;ffentlichkeit zur&#252;ck, wagte aber in den vergangenen Jahren mehrmals das Comeback.</p>
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		<title>1997: Dario Fo (1926 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 09:03:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dario Fo ist ein italienischer Erfolgsautor, der sich vor allem im Bereich des satirischen Theaters als Schauspieler, Regisseur und Erz&#228;hler einen Namen machte, wenngleich viele seiner Worte eine Provokation f&#252;r Bestehendes darstellen.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/italien.gif" alt="italien 1997: Dario Fo (1926    )" width="124" height="82" title="1997: Dario Fo (1926    )" /><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dario_Fo">Dario Fo</a></strong> ist ein italienischer Erfolgsautor, der sich vor allem im Bereich des satirischen Theaters als Schauspieler, Regisseur und Erz&#228;hler einen Namen machte, wenngleich viele seiner Worte eine Provokation f&#252;r Bestehendes darstellen.<br />
<br />
In einem kleinen Dorf namens  Sangiano am gro&#223;en Lago Maggiore in Italien wurde Fo am 24.M&#228;rz 1926 geboren. Als Sohn einer B&#228;uerin und eines Eisenbahnangestellten, der sich ebenfalls einen Namen durch die Schauspielerei machte, kam er schon in jungen Jahren in Kontakt mit dem Theater. Nebenbei entwickelte er dank seines Gro&#223;vaters, der ihm viel vorlas auch eine Verbindung zum Geschichtenerz&#228;hlen. Nach Beendigung der Schullaufbahn zog Fo nach Mailand, wo er sich an der Kunsthochschule Brera f&#252;r Kunst und Architektur einschrieb.<br />
<br />
W&#228;hrend des Zweiten Weltkriegs bek&#228;mpfte Fo zusammen mit seiner Familie aktiv die faschistischen Handlungen der Regierung. So schmuggelte er mit seinem Vater mehrfach heimlich Fl&#252;chtlinge und Desserteure der Alliierten &#252;ber die Grenze in die Schweiz. Selbst entzog er sich geschickt der Einberufung durch die Truppen des Diktators Salo. Nach Kriegsende nahm Dario Fo sein Studium wieder auf und entwickelte zunehmend noch gr&#246;&#223;eres Interesse f&#252;r das Theater. 1952 gab er im Teatro Odeon sein Schauspieldeb&#252;t. Zwei Jahre sp&#228;ter lernte er seine sp&#228;tere Ehefrau Franca Rame kennen, mit der er die Theatergruppe „Compagnia Fo-Rame“ gr&#252;ndete und mit der er noch heute zusammenlebt. Mit ihr an der Seite zog Fo f&#252;r mehrere gro&#223;e Touren durch Italien und erfreute sich <a href="http://www.buecher.de/shop/Italien/Sotto-paga-Non-si-paga/Fo-Dario/products_products/detail/prod_id/23898336/lfa/list-product-2/">mit seinen Werken</a> im Laufe der Jahre immer gr&#246;&#223;erem Interesse des internationalen Publikums. Der wirkliche Durchbruch auf internationaler B&#252;hne gelang Fo mit „Die Erzengel spielen nicht Flipper“, welches 1960 uraufgef&#252;hrt wurde. Kurze Zeit sp&#228;ter &#252;bernahm er die Moderation der Sendung „Canzonissima“, die aber aufgrund des skandal&#246;sen Programmes sp&#228;ter wieder eingestellt wurde. Fo stellte zumeist das Leben einfacher Leute dar und bekam gro&#223;en Zuspruch. Insbesondere die Darstellung eines von der Mafia get&#246;teten Journalisten traf aber auf gro&#223;e Kritik aus Politikerkreisen. Fo erhielt darauf ein Auftrittsverbot innerhalb des Fernsehens.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/fo.jpg" alt="fo 1997: Dario Fo (1926    )" width="130" height="158" title="1997: Dario Fo (1926    )" />Seiner Gesinnung sollte das aber keinen Bruch tun, so legte sich Fo in folgenden Theaterst&#252;cken weiter mit gestandenen Institutionen der Regierung und sogar mit dem Vatikan an. So kritisierte der Glaubensstaat unter anderem die Auszeichnung Fos mit dem Literaturnobelpreis 1997 als nicht zu vertretbare Entscheidung. Neben dieser Auszeichnung erhielt Dario Fo weitere wie den Sonning-Preis der Universit&#228;t Kopenhagen. Mittlerweile ist Fo selbst politisch aktiv, verlor aber die letzte Wahl f&#252;r das B&#252;rgermeisteramt in Mailand, trotz &#252;ber 23 Prozent Wahlanteilen.</p>
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		<title>1991: Nadine Gordimer (1923 &#8211;  )</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 12:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nadine Gordimer, die noch heute in S&#252;dafrika lebt, ist eine der politisch aktivsten Schriftstellerinnen aller Zeiten, da sie nach wie vor die durch die Apartheid entstandene Ungerechtigkeit f&#252;r die Menschheit in brillanter, zumeist ironischer Art und Weise aufzudecken versucht.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://staatsflaggen.de/imga/suedafrika.gif" alt="suedafrika 1991: Nadine Gordimer (1923    )" width="124" height="82" title="1991: Nadine Gordimer (1923    )" /><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nadine_Gordimer">Nadine Gordimer</a></strong>, die noch heute in S&#252;dafrika lebt, ist eine der politisch aktivsten Schriftstellerinnen aller Zeiten, da sie nach wie vor die durch die Apartheid entstandene Ungerechtigkeit f&#252;r die Menschheit in brillanter, zumeist ironischer Art und Weise aufzudecken versucht.<br />
<br />
Als Tochter eines litauischen Juden und einer Engl&#228;nderin wurde Gordimer am 20.November 1923 in Springs innerhalb der s&#252;dafrikanischen Provinz Gauteng geboren. Da der Vater als Juwelier t&#228;tig war, wuchs sie in relativ verm&#246;genden Verh&#228;ltnissen auf und wurde zun&#228;chst aufgrund einer Herzschw&#228;che von der Mutter zu Hause unterrichtet, was ihr viel Zeitraum f&#252;r das Lesen literarischer Werke erm&#246;glichte. Trotz der j&#252;dischen Wurzeln schickten die Eltern Nadine Gordimer sp&#228;ter auf eine Konventschule. Von dem fr&#252;hen und umschweifenden Kontakt mit Literatur gepr&#228;gt, begann sie bereits im Alter von 9 mit dem Schreiben und konnte mit 14 Jahren die erste Kurzgeschichte ver&#246;ffentlichen. Nach einem zwischenzeitlichen Studium, welches Gordimer nach nur einem Jahr wieder abbrach, zog es sie nach Johannesburg, wo sie 1949 ihre erste Kurzgeschichtensammlung unter dem Namen „Face to Face“ herausbrachte. Nur vier Jahre sp&#228;ter folgte mit „The Lying Days“ der erste Roman. Schon ihre ersten gro&#223;en Werke besch&#228;ftigten sich mit der Problematik der Apartheid, deren Folgen und Auswirkungen Gordimer in allen Werken, die sie bisher verfasste, thematisiert. Doch anders als andere Autoren beschr&#228;nkte sie ihren Widerstand nicht auf das blo&#223;e Schreiben, wenngleich diese besondere F&#228;higkeit ihr aussagekr&#228;ftigstes und zugleich erfolgreichstes Mittel war. Mitte der 50er z&#228;hlte sie zu einer Gruppe, die sich in der Hoffnung das System zu untergraben vehement gegen die Gesetze der Apartheid stellte. Was folgte, waren die Verhaftung von zahlreichen Widerst&#228;ndler und einem 1960 festgelegten Verbot f&#252;r derartige Positionierung. Gordimer selbst wurde mit einigen Publikationsverboten versehen. Wesentlichen Einfluss auf ihren Erfolg hatten diese aber nicht, da Gordimer sich auf zahlreiche Auslandsreisen quer durch die Welt begab, als Gastdozentin an verschiedenen Universit&#228;ten lehrte und so ihre Werke und ihr Gedankengut weiter verbreiten konnte.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://nobelpreis.org/Literatur/images/gordimer.jpg" alt="gordimer 1991: Nadine Gordimer (1923    )" width="130" height="158" title="1991: Nadine Gordimer (1923    )" />Innerhalb der 60er-Jahre wurde auch die schwarze Widerstandsbewegung immer radikaler, worauf hin sich Gordimer wegen ihrer Abneigung gegen&#252;ber der Apartheid und ihrer Hautfarbe gegen&#252;ber den Schwarzen in einer isolierten Position befand. Ende der 80er-Jahre relativierte sich die Position, da nun Schwarze neben Wei&#223;en rebellierten. Gordimer konnte wieder aktiver gegen die Apartheid sprechen. Hierbei stellte sie aber stets klar, dass es ihr weniger darum gehe, irgendwem politische Ideale aufzuzwingen, als vielmehr die wirklichen Verh&#228;ltnisse und deren Auswirkungen aufzuzeigen. F&#252;r ihre Essays, Romane und <a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Beute-und-andere-Erzaehlungen/Gordimer-Nadine/products_products/detail/prod_id/13449613/lfa/quicksearch-product-23/">Erz&#228;hlungen</a>, welche allesamt die Apartheid in einem st&#228;ndigen Weiterentwicklungsvorgang darstellen und die Geschehnisse daher nicht in schwarz-wei&#223;em, sondern eher einem grauen Bild aufzeigen, wird Natalie Gordimer nach wie vor international bewundert und mit Ehrungen wie dem Literaturnobelpreis, den sie 1991 erhielt, ausgezeichnet.</p>
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		<title>1972: Heinrich B&#246;ll (1917 – 1985)</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 14:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Schriftsteller mit Blick f&#252;r das zeitliche Weltgeschehen und einer gewissen sch&#246;pferischen Einzigartigkeit schaffte es Heinrich B&#246;ll zum pr&#228;gendsten deutschen, wenn nicht sogar europ&#228;ischen Autor der Nachkriegsgeschichte.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/deutschland.gif" alt="deutschland 1972: Heinrich Böll (1917 – 1985)" width="124" height="82" title="1972: Heinrich Böll (1917 – 1985)" />Als Schriftsteller mit Blick f&#252;r das zeitliche Weltgeschehen und einer gewissen sch&#246;pferischen Einzigartigkeit schaffte es <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_B%C3%B6ll">Heinrich B&#246;ll</a></strong> zum pr&#228;gendsten deutschen, wenn nicht sogar europ&#228;ischen Autor der Nachkriegsgeschichte.<br />
<br />
Im Hause des Schreiners Viktor B&#246;ll und dessen Ehefrau wird B&#246;ll am 21.Dezember des Jahres 1917 als achtes Kind der beiden in K&#246;ln geboren. Dort besuchte er ab dem Alter von 6 Jahren die katholische Volksschule, bevor er schlie&#223;lich auf das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium wechselte. Nach dem Erhalt des Abiturs 1937 und einer anf&#228;nglich geplanten Ausbildung zum Buchh&#228;ndler, schrieb sich B&#246;ll an der K&#246;lner Universit&#228;t f&#252;r Germanistik und Klassische Literatur ein. Bis zum Einzug in die deutsche Armee ver&#246;ffentlichte er bereits kleinere Romane und mehrere Gedichte. Hier lernte er auch w&#228;hrend eines Fronturlaubs seine einzige Ehefrau kennen, mit der B&#246;ll vier S&#246;hne hatte, einer starb jedoch noch im Geburtsjahr. Nach der Kriegsgefangenschaft, in die Heinrich B&#246;ll 1945 geriet, begannen seine wirklich ernsthaft gestalteten Werke. Das Studium f&#252;r Germanistik nahm er wieder auf und ver&#246;ffentlichte einige Werke, die sich vorrangig mit der Nachkriegsgeschichte besch&#228;ftigten. Trotz hohem Flei&#223; reichten die Eink&#252;nfte nicht zum Leben und so lag es vor allem an der Lehreranstellung seiner Frau, dass die Familie gerade so &#252;ber die Runden kam. Erst mit Beginn der 50er-jahre wandte sich der bis dahin als Kurzgeschichtenautor bekannte Schriftsteller von diesen ab und widmete mehr Zeit dem Schreiben von l&#228;ngerer Belletristik. Was folgte, waren 20 Jahre sch&#246;pferische Erfolgsgeschichte. B&#246;ll verfasste eine Vielzahl an h&#228;ufig gelesenen Werken, die zunehmend in der Bev&#246;lkerung zur Pflichtlekt&#252;re wurden.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/12/Bundesarchiv_B_145_Bild-F062164-0004%2C_Bonn%2C_Heinrich_B%C3%B6ll.jpg/220px-Bundesarchiv_B_145_Bild-F062164-0004%2C_Bonn%2C_Heinrich_B%C3%B6ll.jpg" alt="220px Bundesarchiv B 145 Bild F062164 0004%2C Bonn%2C Heinrich B%C3%B6ll 1972: Heinrich Böll (1917 – 1985)" width="130" height="158" title="1972: Heinrich Böll (1917 – 1985)" />Auch das &#246;ffentliche Interesse an seiner Person wuchs und auch wenn aus dieser Zeit manch Auftritt, in dem er fr&#252;here Erfolgsautoren angriff und einige von seinen Worten sp&#228;ter nach eigenen Angaben bereute, konnte sich B&#246;ll &#252;ber zunehmendes Ansehen erfreuen. Eine Stellung, die wegen einem Essay zum Thema Umgang mit den RAF-Terroristen ein Jahr nach dem Erhalt des Literaturnobelpreises 1972 arg ins Wanken geriet. B&#246;ll besch&#228;ftigte sich intensiv mit den Schicksalen, vor allem dem von Ulrike Meinhof und galt innerpolitisch als Sympathisant des Terrors. Er lie&#223; kein gutes Wort an dem Umgang mit der Gruppierung und ging fortan auch scharf mit der Springer-Presse ins Gericht. Sein wohl bekanntestes Werk, <a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Die-verlorene-Ehre-der-Katharina-Blum-oder-Wie-Gewalt-entstehen-und-wohin-sie-fuehren-kann/Boell-Heinrich/products_products/detail/prod_id/01018860/lfa/quicksearch-product-1/">„Die verlorene Ehre der Katharina Blum“</a> dokumentiert diese Verachtung in ausf&#252;hrlicher Weise. B&#246;ll setzte sich in den letzten zehn Jahren noch weiter mit politischem Geschehen in der ganzen Welt auseinander und galt bis zum Tod am 16.Juli 1985 als K&#228;mpfer f&#252;r einen globalen Frieden.</p>
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		<title>1965: Michail Alexandrowitsch Scholochow (1905 &#8211; 1984)</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 14:13:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Romantik]]></category>
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		<description><![CDATA[Michail Scholochow war ein sowjetischer Literat, der sich dank eines einzigen, aber durchaus pr&#228;gendem Werk mit dem Erhalt des Literaturnobelpreises in die gro&#223;e Riege sowjetischer Schriftsteller einreihen konnte.]]></description>
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<p><img class="alignleft" style="padding-right: 10px;" src="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/russland.gif" alt="russland 1965: Michail Alexandrowitsch Scholochow (1905   1984)" width="124" height="82" title="1965: Michail Alexandrowitsch Scholochow (1905   1984)" /><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Alexandrowitsch_Scholochow">Michail Scholochow</a></strong> war ein sowjetischer Literat, der sich dank eines einzigen, aber durchaus pr&#228;gendem Werk mit dem Erhalt des Literaturnobelpreises in die gro&#223;e Riege sowjetischer Schriftsteller einreihen konnte.<br />
<br />
In Krushilin bei Staniza Wjoschenskaja, dem heutigen Oblast Rostow kam Scholochow am 24.Mai 1905 als Sohn von sich in der unteren Mittelklasse befindenden Eltern zur Welt. Seine Kindheit war gepr&#228;gt von vielen Umz&#252;gen und Schulwechseln. So besuchte Scholochow auch aufgrund der verschiedenen Anstellungen seiner Eltern, die als Bauern, M&#252;ller und Viehh&#228;ndler den Lebensunterhalt verdienten, Schulen in seinem Heimatdorf, Moskau und Bogutschar. Im Alter von 13 Jahren verlie&#223; der sp&#228;tere Erfolgsautor die Schule und schloss sich den Revolution&#228;ren des in Russland aufkommenden B&#252;rgerkriegs an. Die folgenden Jahre waren gepr&#228;gt von der Suche nach Verbrechern und Verr&#228;tern. 1922 zog es ihn in die russische Hauptstadt, in der er neben dem Besuch der &#246;rtlichen Gymnasien auch erste journalistische und schriftstellerische Versuche unternahm. Ab seinem 19.Lebensjahr widmete sich Scholochow dann voller Hingabe seiner bedeutendsten Arbeit. Zwar hatte er bereits eine Kurzgeschichte und einzelne satirische Texte ver&#246;ffentlicht, doch so ganz sollte ihm der Sprung in die Welt des Verfassens nicht gelingen. <a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Der-Stille-Don/Scholochow-Michail/products_products/detail/prod_id/24355475/lfa/quicksearch-product-4/">„Der stille Don“</a> sollte das &#228;ndern. Bereits 1926 erschien das erste Exemplar, es sollten jedoch ganze 14 Jahre vergehen, bis sein Werk in der kompletten Fassung in die H&#228;nde der &#214;ffentlichkeit gelangte.<br />
<br />
<img class="alignright" style="padding-left: 10px;" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/9b/Sholokhov-1938.jpg/180px-Sholokhov-1938.jpg" alt="180px Sholokhov 1938 1965: Michail Alexandrowitsch Scholochow (1905   1984)" width="156" height="158" title="1965: Michail Alexandrowitsch Scholochow (1905   1984)" />Auch politisch fungierte Scholochow zunehmend auf h&#246;herer Ebene. Der kleine Junge von einst, der sich den Revolution&#228;ren anschloss, stieg 1932 bei der KPdSU ein und sollte bereits vier Jahre sp&#228;ter im Obersten Sowjet sitzen. Nur ein Jahr sp&#228;ter wurde er schlie&#223;lich zum Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften. Trotz der hohen Kritik am Wahrheitsgehalt seines Lebenswerkes, die ihn oftmals des Plagiarismus bezichtigt, folgten Jahre des Erfolgs und der hohen Auszeichnungen. Unter anderem erhielt Scholochow f&#252;r sein Meisterwerk den Stalin- und Leninpreis, die Ehrendoktorw&#252;rde f&#252;r Philologie der Universit&#228;t zu Leipzig und 1965 den Nobelpreis f&#252;r Literatur. Im Alter von 78 Jahren verstarb Michail Alexandrowitsch Scholochow am 21.Februar des Jahres 1984 in Wjoschenskaja.</p>
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		<title>1957: Albert Camus (1913 – 1960)</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 12:21:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Albert Camus hat es in seinen 46 Jahren Lebenszeit geschafft aufgrund seines scharfen Blicks f&#252;r Gewissensprobleme jeder Art zu einem der gr&#246;&#223;ten Autoren des 20.Jahrhunderts zu werden.]]></description>
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<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft" style="margin-right: 5px;" title="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/frankreich.gif" src="http://www.nationalflaggen.de/shop/catalog/images/frankreich.gif" alt="Frankreich" width="121" height="84" /></p>
<p align="justify">Albert Camus hat es in seinen 46 Jahren Lebenszeit geschafft aufgrund seines scharfen Blicks f&#252;r Gewissensprobleme jeder Art zu einem der gr&#246;&#223;ten Autoren des 20.Jahrhunderts zu werden.</p>
<p align="justify">
<p align="justify">
<p><br/></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="http://www.2idiotsinaboat.com/pilgrim/media/camus.jpg" src="http://www.2idiotsinaboat.com/pilgrim/media/camus.jpg" alt="Albert Camus" width="203" height="168" />Als Sohn sehr ungebildeter Eltern wurde Albert am 7.November 1913 in einem Weinanbaugebiet in Mondovi/Algerien geboren und muss durch den Ersten Weltkrieg ab dem Alter von einem Jahr ohne seinen Vater weiterleben. So zog er mit der Mutter zur strengen Gro&#223;mutter an den Rand der heutigen Landeshauptstadt Algier. Nach &#228;u&#223;erst gutverlaufener Grundschullaufbahn empfahl ihn sein dortiger Lehrer f&#252;r ein Gymnasium, was die Mutter, auch aufgrund ihres eigenen niedrigen Bildungsniveaus als Analphabetin, anf&#228;nglich zu verhindern versuchte. Dennoch gelang es Camus diesen Weg einzuschlagen und er sah sich nun dem Wechsel zwischen &#228;rmlichen Familienverh&#228;ltnissen und b&#252;rgerlichem Schulleben ausgesetzt. Als Reaktion darauf l&#246;ste er sich zunehmend von seiner Mutter und versuchte den Stand im sozialen Gef&#252;ge durch sportliche Aktivit&#228;ten zu verbessern. Kurz vor Ende seiner Schulzeit erkrankte Albert Camus an Lungentuberkulose, eine Krankheit, deren Behandlung fortan sein Leben einschr&#228;nken sollte. So musste er 1936 trotz hervorragenden Leistungen sein Studium f&#252;r Philosophie aufgrund dieser Erkrankung vorzeitig abbrechen. Herbe Entt&#228;uschungen pr&#228;gten die folgenden Jahre und Camus versuchte mithilfe des Schreibens seinen Kummer zu verarbeiten. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs begann Camus, der sich nun wohnans&#228;ssig in Frankreich befand, dann noch aktiver zu verfassen, was nicht zuletzt mit einem engagierten politischen Auftreten verbunden war.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p><br/></p>
<p style="text-align: justify;">Camus empfahl sich als klarer Gegner der nationalsozialistischen Handlungen und brachte dies in seinen <a href="http://www.buecher.de/go/search_search/quick_search/q/cXVlcnk9YWxiZXJ0K2NhbXVzJnJlc3VsdHM9MTAmY29udGVudFRvU2VhcmNoPXByb2R1Y3RzJnBhZ2U9MQ==/receiver_object/shop_search_quicksearch/">Publikationen</a> zum Ausdruck. Zwar schrieb er schon vorher einzelne Werke, doch kam es aufgrund eigener Bedenken kaum zu Ver&#246;ffentlichungen. Das sollte sich nun &#228;ndern, so folgte nach den Publikationen in Zeitungen, wie dem „Combat“, einem Untergrundmagazin in Frankreich, nach Ende des Krieges eine Reihe von erfolgreichen Werken, die stark philosophisch gepr&#228;gt waren. &#196;hnlich wie Sartre begrenzte er sein Schaffen aber nicht nur auf reines literarisches Schreiben, sondern versuchte durch journalistische T&#228;tigkeiten aktiv dem politischen Neuaufbau st&#252;tzend zur Seite zu stehen. So setzte sich einer der gr&#246;&#223;ten Widerstandsk&#228;mpfer des Zweiten Weltkriegs &#228;u&#223;erst produktiv f&#252;r die Wiederherstellung der deutsch-franz&#246;sischen Beziehungen ein. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in schwerer Krankheit und war deshalb sehr eingeschr&#228;nkt, was das Schreiben angeht. Trotzdem erhielt Camus f&#252;r sein politisches Engagement und die F&#228;higkeit Gewissenszw&#228;nge literarisch zu verarbeiten 1957 den Literaturnobelpreis. Nur drei Jahre sp&#228;ter, am 4. Januar 1960, starb er als Beifahrer bei einem Autounfall in der N&#228;he von La Chapelle Champigny.</p>
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		<title>1912: Gerhart Hauptmann (1862-1946)</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 12:40:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hilgendorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
		<category><![CDATA[Der Narr in Christo Emanuel Quint]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhart Hauptmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Der deutsche Dichter Gerhart Johann Robert Hauptmann ist am 15. November 1862 Obersalzbrunn in Schlesien geboren.  Einer der bedeutendsten deutschen Vertreter des Naturalismus. Er lebte ab 1901 in mit Margarete Marschalk, seiner ersten Frau, im Haus Wiesenstein in in Agnetendorf, seine von ihm selbst ernannte: „ die mystische Schutzh&#252;lle meiner Seele“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-caption alignleft" style="width: 152px"><img style="padding-right: 10px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3589/3406716278_fd1191c876.jpg?v=0" alt=" 1912: Gerhart Hauptmann (1862 1946)" width="142" height="80" title="1912: Gerhart Hauptmann (1862 1946)" /></dt>
</dl>
</div>
<p>Der deutsche Dichter <strong><a href="http://www.nobelpreis.org/nobel-preis/EN/Literature/hauptmann.htm">Gerhart Johann Robert Hauptmann</a></strong> ist am 15. November 1862 Obersalzbrunn in Schlesien geboren.  Er geh&#246;rt zu einem der bedeutendsten deutschen Vertreter des Naturalismus. Er lebte ab 1901 mit Margarete Marschalk, seiner ersten Frau, im Haus Wiesenstein in in Agnetendorf, seine von ihm selbst ernannte: „die mystische Schutzh&#252;lle meiner Seele“. Gemeinsam brachten sie einen Sohn zur Welt. Diese Ehe hielt jedoch nicht lange und bald daruf heiratete der seine zweite Frau. Diese Ehe hielt jedoch bis zu seinem Lebensende.  Von seinem Leben inspiriert, erschien 1910 Hauptmanns erster Roman <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Der-Narr-in-Christo-Emanuel-Quint/Hauptmann-Gerhart/products_products/detail/prod_id/24403316/vnode/1/lfa/quicksearch-1-titel/">„Der Narr in Christo Emanuel Quint“</a></strong> und sp&#228;ter dann <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Has-Hek/Hauptmann-Gerhart/Atlantis/products_products/detail/prod_id/23134635/vnode/1/lfa/quicksearch-4-bild/">„Atlantis“</a></strong>. So euphorisch von der Idee, den zweiten Roman zu verfilmen, was 1913 auch geschah, schrieb er selbst einige Filmszenarien.</p>
<p><br style="clear:both;" /></p>
<div class="mceTemp">
<dl class="wp-caption alignright" style="width: 161px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img style="padding-left: 10px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3573/3405891155_2c8d3cb683.jpg?v=0" alt="Quelle: www.nobelpreis.org" width="151" height="153" title="1912: Gerhart Hauptmann (1862 1946)" /><p class="wp-caption-text">&nbsp;&nbsp;www.nobelpreis.org</p></div>
<p>Hochgradige Anerkennung bekam der Dichter Hauptmann, erhielt zum Beispiel 1912 den Grillparzer- Preis, die Ehrendoktorw&#252;rde der Universit&#228;t Leipzig und des Worcester College der<strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/University_of_Oxford">University of Oxford</a></strong>, im selben Jahr erhielt er sogar Anerkennung f&#252;r sein horrendes und vielseitiges Wirken im Bereich der dramatischen Dichtung. Auch Gegner hatte zur Gen&#252;ge, so wie Kaiser Wilhelm II, dieser achtete den sozialdemokratischen Gerhart Hauptmann nicht. Er legte sogar sein Veto f&#252;r ihn ein,  damit Hauptmann nicht den Schillerpreis erh&#228;lt. Gerhart Hauptmann, der im Festspiel den Popanz des Militarismus beerdigt hatte, „ buchst&#228;blich“, geh&#246;rte ein Jahr sp&#228;ter zu den Bejahenden des ersten Weltkrieges. Hauptmann unterzeichnete das Manifest 93 und ver&#246;ffentlichte parallele Gelegenheitsverse, sie lesen sich wie widerwillige Satire, die er jedoch sp&#228;ter selbst wieder &#246;ffentlich wiederief und in seinem original Dokument durchstrich.</p>
<p>Trotz vielen Turbolenzen erhielt Hauptmann 1912 den Nobelpreis f&#252;r Literatur und starb am 06. Juni 1946 in seinem Heimatort Agnetendorf.</p>
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