Der Literaturnobelpreis
Ohne Frage sind Preise, Medaillen und Trophäen jeder Art, schön anzuschauen. Häufig sind Geldgewinne damit verbunden, bei einigen auch ein gewisses Spektrum an Anerkennung und Ruhm. Es gibt auf der Welt viele Ehrungen in den unterschiedlichsten Kategorien und selbst innerhalb dieser kennt die Vielzahl keine Grenzen. Auch die Literatur hat facettenreiche Preise, um großartige Werke und Autoren zu ehren, der Nobelpreis stellt in jedem Fall die höchste Auszeichnung dar.
Bereits seit 1901 wird der Literaturnobelpreis neben den anderen vier für Chemie, Physik, Medizin und Friedenbemühungen verliehen. Er soll dazu dienen, denjenigen Literaten zu ehren, der, „das Vorzüglichste in idealistischer Richtung geschaffen hat“. Dafür gibt es neben der Auszeichnung zusätzlich 10 Mio. schwedische Kronen, was umgerechnet mehr als eine Million Euro bedeutet. Erster Preisträger im Bunde war der französische Philosoph Sully Prudhomme. 2008 folgte ihm mit Jean-Marie Gustave Le Clézio der letzte der insgesamt 14 französischen Preisträger, was den Rekord ausmacht. Acht Gewinner holten den Preis bisher nach Deutschland, unter ihnen finden sich Namen wie Thomas Mann, Heinrich Böll oder die 2009 ausgezeichnete Herta Müller. Viermal erhielten jeweils zwei Leute den Literaturnobelpreis, sieben Mal wurde er aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Welt nicht vergeben. Stammten die meisten der Gewinner lange Zeit aus Nord- und Mitteleuropa, haben sich in den letzten drei Jahrzehnten die Grenzen geweitet, so gewannen unter anderem Wole Soyinka (Nigeria), Derek Walcott (St. Lucia) und Orhan Pamuk (Türkei) die Auszeichnung.
Die Vergabe an sich ist ein langes und geheimes Szenario. Bis Ende Januar jeden Jahres können Vorschläge eingereicht werden, wobei diese nur das Werk noch lebender Autoren sein dürfen. Die Kandidaten werden bis Mai auf fünf Namen eingegrenzt. Die fünfköpfige Jury, Mitglieder der Schwedischen Akademie, hat dann die Aufgabe bis Anfang Oktober einen Preisträger zu benennen. Dieser wird am 10.Dezember, Nobels Todestag, mit den anderen in Stockholm ausgezeichnet, wobei der Friedensnobelpreisträger als einziger in Norwegen geehrt wird.





