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	<title>Literatur Nobelpreis</title>
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	<description>Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu den bisherigen und kommenden Literatur Nobelpreisträgern!</description>
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		<title>2012: Mo Yan (*1955)</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 20:52:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Mo Yan]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Literaturexperten rieben sich im vergangenen Jahr die Augen, als mit dem schwedischen Lyriker Tranströmer ein Literaturnobelpreisträger benannt wurde, den eigentlich niemand auf dem Zettel hatte. Mo Yan galt zwar nicht als der haushohe Favorit, ganz unerwartet erscheint der diesjährige &#8230; <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2012-mo-yan-1955/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2012/10/China.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-1907" title="China" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2012/10/China-300x199.gif" alt="China" width="207" height="140" /></a>Viele Literaturexperten rieben sich im vergangenen Jahr die Augen, als mit dem schwedischen Lyriker Tranströmer ein Literaturnobelpreisträger benannt wurde, den eigentlich niemand auf dem Zettel hatte. <strong>Mo Yan</strong> galt zwar nicht als der haushohe Favorit, ganz unerwartet erscheint der diesjährige Gewinner aber auch nicht. Kenzaburō Ōe, japanischer Preisträger des Jahres 1994, nannte ihn schon seit Längerem als einen potenziellen Nachfolger. <strong>Mit gerade einmal 57 Jahren</strong> hat der Chinese sicherlich noch das eine oder andere Jahrzehnt vor sich. Die Auszeichnung für sein Lebenswerk erhält er aber schon in diesem Dezember, wenn in Stockholm am Todestag von Alfred Nobel die Sieger des Jahres 2012 von der Akademie ausgezeichnet werden.<span id="more-1906"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2012/10/Mo-Yan.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1908" title="Mo Yan" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2012/10/Mo-Yan-300x168.jpg" alt="Mo Yan" width="300" height="168" /></a>Unter dem heutigen Pseudonym, was übersetzt <strong>„Sprachloser“</strong> bedeutet, konnte der Chinese sich vor allem durch die Beschreibung einer bäuerlichen Gesellschaft auszeichnen, die ihm selbst bestens bekannt war. So wurde Mo Yan als Guǎn Móyè 1955 im kleinen Kreis Gaomi innerhalb der Provinz Shandong geboren. Nach einer Kindheit in bäuerlichen Verhältnissen ging er zur Volksbefreiungsarmee, wo er erste schriftstellerische Versuche unternahm. Mitte der 1980er hatte Mo Yan bereits einige Kurzgeschichten herausgebracht. Es folgten Lehrtätigkeiten und schließlich <strong>der große Durchbruch 1987</strong>. Verantwortlich dafür war der heute international bekannte Novellenzyklus „<a href="http://www.buecher.de/shop/china/das-rote-kornfeld/mo-yan/products_products/detail/prod_id/20945574/" target="_blank">Das rote Kornfeld</a>“. In diesem beschreibt der Autor das Leben der ländlichen Bevölkerung, wobei die Szenerie sehr an die eigene Heimat erinnert. Er begleitet die Protagonisten auf ihrem täglichen Kampf ums Überleben sowie der schwierigen Suche nach der langersehnten Liebe und einem Stück Glückseligkeit. In mehrerer Hinsicht gestaltet sich dies problematisch, was sowohl an den politischen Machenschaften als auch historischen Gegebenheiten liegt.</p>
<p>In seinem berühmten Roman, der auch sehr erfolgreich verfilmt wurde, zeigt er das Leben einer jungen Brennereibesitzerin, deren Schicksal eng mit der Zeit verwoben ist. Auf der Suche nach ihrem Platz im Leben beeinflusst sie auch das Glück ihrer Mitmenschen. Beispielhaft für Mo Yan erscheint das Ende, in der besagte Jiuer ohne Grund von japanischen Soldaten erschossen wird. Ohne die wahren Gegebenheiten zu verschleiern übt der Chinese <strong>auch Kritik an den aktuellen Verhältnissen</strong>, wenngleich er sie in eine romantisch-phantastische Welt integriert. Insofern scheint die Begründung für die Vergabe, dass der Literaturnobelpreis 2012 an Mo Yan ging, weil er <strong>„mit halluzinatorischen Realismus Märchen, Geschichte und Gegenwart vereint habe“</strong> nicht ganz aus der Luft gegriffen. Ohne Frage erinnert der diesjährige Nobelpreisträger an die früheren Größen William Faulkner und Gabriel García Márquez, deren Weltruhm sich ebenfalls aufgrund ihrer fantastischen Szenarien begründete.</p>
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		<title>2011: Tomas Tranströmer (*1931)</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 10:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Tranströmer]]></category>

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		<description><![CDATA[Alter Schwede – damit trifft man in Bezug auf die Literaturnobelpreisvergabe in diesem Jahr auf jeden Fall den Tonus der Mehrheit. Auch wenn der Schwede Tomas Tranströmer zu dem Kreis der ewigen Anwärter gezählt werden durfte, dass die Akademie sich &#8230; <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2011-tomas-transtromer-1931/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="Schweden" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/08/Schweden1.jpg" alt="" width="150" height="100" />Alter Schwede – damit trifft man in Bezug auf die Literaturnobelpreisvergabe in diesem Jahr auf jeden Fall den Tonus der Mehrheit. Auch wenn der Schwede <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tomas_Transtr%C3%B6mer" target="_blank"><strong>Tomas Tranströmer</strong></a> zu dem Kreis der ewigen Anwärter gezählt werden durfte, dass die Akademie sich letztendlich für ihn und gegen die großen Favoriten DeLillo, Roth, Dylan und Murakami entschied, kann trotz alledem als eine faustdicke Überraschung gelten. So wundert es auch nicht, dass die Reaktion Tranströmers selbst laut seiner Frau euphorisch jubelnd ausfiel und das, obwohl ihm seit einigen Jahren das Sprechen weitgehend unmöglich ist.<span id="more-1771"></span></p>
<p><img class=" alignright" title="Tomas Tranströmer" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2011/10/Tomas-Transtroemer.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p>Der in Stockholm geborene Sohn einer Lehrerin und eines Journalisten studierte nach seiner Schulzeit erfolgreich Psychologie und arbeitete fortan in einer großen Jugendhaftanstalt. Trotz seines früh entwickelten Interesses für Literatur, Kunst und Musik und dem relativ schnell eintretenden Erfolg arbeitete er noch bis zu seiner Pensionierung 1990 als Psychologe. Bereits Mitte der 50er-Jahre des 20.Jahrhundert debütierte Tranströmer mit „17 Gedichte“ und bekam von Beginn großen Zuspruch. Die nachfolgenden Gedichtbände verarbeiteten seine eigenen Erfahrungen, die er in Kontakt mit anderen Künsten und auf Reisen machte. Zudem lebte Tranströmers Arbeit vom literarischen Austausch mit dem US-amerikanischen Schriftsteller Robert Bly. <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/lyrik/saemtliche-gedichte/transtroemer-tomas/products_products/detail/prod_id/21245209/">Die Lyrik des Schweden</a></strong> ist weitgehend einfach gehalten, er versucht mit wenigen Worten viel auszudrücken, verdichtet Sprachbilder und ermöglicht so eine assoziative Intensität der verschiedensten Stoffe.</p>
<p>Ohne die unnötigen Ausschmückungen hat es Tomas Tranströmer, der nach einem Schlaganfall 1990 und überstandener Rehabilitation wieder allmählich mit dem Schreiben begonnen hat, schon vor dem Literaturnobelpreis 2011 zu vielen Ehrungen gebracht und gilt deshalb heute als einer der größten Lyriker des 20. Jahrhunderts, „weil er uns in komprimierten, erhellenden Bildern neue Wege zum Wirklichen weist“. Womöglich wird das auch denjenigen, die Tranströmer bisher nicht kannten, bei dem Durchblättern seiner Werke wie „Jugendgedichte“ und <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/lyrik/der-wilde-marktplatz/transtroemer-tomas/products_products/detail/prod_id/25118546/">„Der wilde Marktplatz“</a></strong> offenbart.</p>
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		<title>2010: Mario Vargas Llosa (*1936)</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 15:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Epik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Nobelpreis für Literatur ging 2010 erstmals an einen peruanischen Schriftsteller. Mario Vargas Llosa wurde für seine „Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“ durch die Schwedische Akademie ausgezeichnet. Am 10. Dezember 2010 übergab ihm der schwedische König Carl XVI. Gustav im Stockholmer Konzerthaus den mit 1,09 Millionen Euro dotierten Preis. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2010-mario-vargas-llosa-1936-in-arequipa-peru/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2010/12/Peru.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1219" title="Peru" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2010/12/Peru.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>“Literatur ist Feuer” – Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa</p>
<p>Der Nobelpreis für Literatur ging 2010 erstmals an einen peruanischen Schriftsteller. <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Vargas_Llosa" target="_blank">Mario Vargas Llosa</a></strong> wurde für seine „Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“ durch die Schwedische Akademie ausgezeichnet. Am 10. Dezember 2010 übergab ihm der schwedische König Carl XVI. Gustav im Stockholmer Konzerthaus den mit 1,09 Millionen Euro dotierten Preis.<span id="more-1167"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2010/12/Mario-Vargas-Llosa.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1217" title="Mario Vargas Llosa" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2010/12/Mario-Vargas-Llosa.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Mit Mario Vargas Llosa erhielt nach 2 Jahrzehnten wieder ein lateinamerikanischer Autor diese begehrte Auszeichnung. Da ein Großteil seiner Werke von autobiografischen Erinnerungen und Erfahrungen geprägt ist, lohnt es sich einen Blick auf die Stationen seines Lebens zu werfen: 1936 im peruanischen Arequipa geboren, wuchs er zunächst mit seiner Mutter bei den Großeltern auf , bevor er als Zehnjähriger zu seinem unbekannten Vater nach Lima und auf eine Kadettenanstalt geschickt wurde. Die absurde Brutalität der militärischen Erziehung und den harten Alltag an Limas Militärschule verarbeitete Mario Vargas Llosa in dem Roman <strong>„<a href="http://www.buecher.de/shop/peru/die-stadt-und-die-hunde/vargas-llosa-mario/products_products/detail/prod_id/01699642/" target="_blank">Die Stadt und die Hunde</a>“</strong> (La ciudad y los perros), für den er bereits 1963 den wichtigsten spanischen Literaturpreis erhielt. In den 60er Jahren entfloh er der linken Militärdiktatur seiner Heimat und gelangte nach Europa. Seine langen Aufenthalte in westeuropäischen Demokratien veranlassten Llosa später linken Utopien abzuschwören und für eine „kämpferische Verteidigung der liberalen Demokratie“ einzutreten.</p>
<p>1974 ging Vargas Llosa nach Peru zurück, wo er 1990 als Präsidentschaftskandidat antrat, sich aber seinem Konkurrenten Alberto Fujimori geschlagen geben musste. Nach diesem Ausflug in die Politik kehrte er wieder zur Literatur und nach Europa zurück und lebt nun dort mit seiner Frau in London, Paris und Madrid. Im November 2010 ist das neue Buch „Der Traum des Kelten“ (El sueño del celta) von Mario Vargas Llosa im spanischen Original erschienen. Auch hier setzt er sich wieder mit staatlicher Unterdrückung auseinander und lässt sein politisches Engagement gewohnt leidenschaftlich und getreu seinem Motto „Literatur ist Feuer“ (Literatura es fuego) in sein Werk einfließen. Zu den bekanntesten im Deutschen erschienenen Werken von Vargas Llosa gehören unter anderem <strong>„<a href="http://www.buecher.de/shop/peru/das-paradies-ist-anderswo/vargas-llosa-mario/products_products/detail/prod_id/13281961/" target="_blank">Das Paradies ist anderswo</a>“</strong> und <strong>„<a href="http://www.buecher.de/shop/buecher/das-boese-maedchen/vargas-llosa-mario/products_products/detail/prod_id/22804484/" target="_blank">Das böse Mädchen</a>“</strong>.</p>
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		<title>2009: Herta Müller (*1953)</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 09:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Epik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die in Rumänien geborene Herta Müller ist die Nobelpreisträgerin für Literatur, da sie es in unnachahmlicher Art perfektioniert hat, einen historischen Kontext in moderne, intensivierte Lyrik einzubetten und diese in besonderer Sachlichkeit darzustellen. Mitte der 90er wuchs die Popularität der &#8230; <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2009-herta-mueller-1953/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Deutschland.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1225" title="Deutschland" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Deutschland.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Die in Rumänien geborene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herta_M%C3%BCller" target="_blank"><strong>Herta Müller</strong></a> ist die Nobelpreisträgerin für Literatur, da sie es in unnachahmlicher Art perfektioniert hat, einen historischen Kontext in moderne, intensivierte Lyrik einzubetten und diese in besonderer Sachlichkeit darzustellen. Mitte der 90er wuchs die Popularität der Schriftstellerin noch weiter an und so konnte sie neben den Veröffentlichungen „Herztier“ oder „In der Falle“ auch hochrangige Auszeichnungen wie den Kleist-Preis 1994 oder 1997 den Literaturpreis der Stadt Graz ihr Eigen nennen. <span id="more-1159"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Herta-M%C3%BCller.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1226" title="Herta Müller" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Herta-M%C3%BCller.jpg" alt="" width="160" height="224" /></a>2008 sorgte eine große innerpolitische Diskussion für riesigen Gesprächsstoff. So kritisierte Müller öffentlich die Einladung zweier ehemaliger Securitate-Mitglieder ans Kulturinstitut, woraufhin auch ihre Vergangenheit innerhalb des Regimes von Diktator Ceausescu in einem falschen Zusammenhang dargestellt wurde. Fernab von allen politischen Diskussionen veröffentlichte Müller in diesem Jahr mit <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Erzaehlungen/Atemschaukel/Mueller-Herta/products_products/detail/prod_id/26365766/lfa/quicksearch-product-1/">„Atemschaukel“</a></strong> einen neuen Roman, der orientierend an den Gesprächen mit dem verstorbenen Oskar Pastior, der selbst die Erfahrungen machen musste, das Leben von Deutschen in Siebenbürgen zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg exemplarisch darstellen soll. Nachdem es von vielen Experten bereits seit Jahren gefordert wurde, erfuhr man am 8.Oktober 2009, dass Herta Müller in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur erhalten wird, eine gerechtfertigte Auszeichnung für das Leben der Wahlberlinerin.</p>
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		<title>2008: Jean-Marie Gustave Le Clézio (*1940)</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 15:11:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Sieger des Literaturnobelpreises 2008 heißt Jean-Marie Gustave Le Clézio, der es dank seiner besonderen Fähigkeit die existenzielle Wirklichkeit in seinen Werken integrativ einzubinden, dazu geschafft hat, einer der heute bekanntesten Autoren unserer Gesellschaft zu werden. Der Franzose wurde am &#8230; <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2008-jean-marie-gustave-le-clezio-1940/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Frankreich.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1230" title="Frankreich" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Frankreich.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Der Sieger des Literaturnobelpreises 2008 heißt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Marie_Gustave_Le_Cl%C3%A9zio" target="_blank"><strong>Jean-Marie Gustave Le Clézio</strong></a>, der es dank seiner besonderen Fähigkeit die existenzielle Wirklichkeit in seinen Werken integrativ einzubinden, dazu geschafft hat, einer der heute bekanntesten Autoren unserer Gesellschaft zu werden. Der Franzose wurde am 13.April 1940 in Nizza als Sohn des Ehepaars Simone und Raoul Le Clézio geboren. Er besitzt eine äußerst interessante Familiengeschichte. Nicht nur, dass er Vorfahren in der Bretagne und auf Mauritius hat und diese es dort zu großem wirtschaftlichen Erfolg gebracht haben, nein seine Eltern haben auch dieselben Großeltern, da sie Cousin und Cousine sind. <span id="more-1155"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Jean-Marie-Gustave-Le-Cl%C3%A9zio.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1231" title="Jean-Marie Gustave Le Clézio" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Jean-Marie-Gustave-Le-Cl%C3%A9zio.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Le Clézio zog im Alter von 8 Jahren nach Nigeria, wo seine Vater als Kriegsarzt nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin bleiben wollte. Auf der langen Bootsreise dorthin machte Le Clézio erste schriftstellerische Versuche und schrieb zwei kleinere Bücher, welche die Erlebnisse aus der Zeit an Bord festhielten. Zwei Jahre später kehrte die Familie dann wieder ins heimische Frankreich zurück, wo Le Clézio 1957 sein Abitur absolvieren konnte. In der Folge studierte er an den Universitäten in London und Bristol Englisch, was aufgrund der zweisprachigen Erziehung kein großes Problem darstellen sollte. Sein Examen absolvierte er aber genauso wie die spätere Doktorwürde an Universitäten in Frankreich. Bereits sein Erstlingswerk „Das Protokoll“, welches 1963 veröffentlicht wurde, sorgte für den schriftstellerischen Durchbruch von Le Clézio. Mit der besonderen Schilderung von Ungewissem, das die Menschheit in Gefahr bringen könnte, glänzte er später auch in „Das Fieber“ und „Die Sintflut“. Neben den genannten schrieb Le Clézio in den ersten Erfolgsjahren noch eine Vielzahl an weiteren äußerst gefragten Romanen, wobei <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Tuareg/Wueste/Le-Clzio-Jean-Marie-G-/products_products/detail/prod_id/25408006/lfa/quicksearch-product-9/">„Wüste“</a></strong> aus dem Jahr 1980 für den endgültigen Durchbruch, auch auf internationalem Terrain, sorgte.</p>
<p>Le Clézio schrieb neben seinen vielen veröffentlichten Romanen auch eine Reihe von Essays, die sich in ihrer Bedeutung vor allem auf das Schicksal innerhalb Lateinamerikas beziehen. Die Erfahrungen hierfür sammelte er vorrangig auf einer längeren Reise durch Mexiko und den lateinamerikanischen Raum, die von 1970-1974 andauerte. Besonders sein großes Interesse für die indianischen Einflüsse in der mexikanischen Geschichte und Kultur bilden die zentrale Thematik im Werk des Autors, der mittlerweile zwischen seinen Wohnsitzen in den USA, Mexico, Mauritius und Frankreich pendelt. Nachdem er in den 80ern bereits mit dem Literaturpreis der Französischen Akademie geehrt wurde, erhielt Jean-Marie Gustave Le Clézio im letzten Jahr auch den Nobelpreis für Literatur.</p>
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		<title>2007: Doris Lessing (*1919)</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 15:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die gebürtige Perserin Doris Lessing zählt neben Virginia Woolf zur größten englischsprachigen Autorin des 20. Jahrhunderts, was vor allem an ihrem einzigartigen und nie erreichten Schreibstil liegt, der die verschiedensten menschlichen Aspekte in einem ganz neuen Licht darzustellen weiß. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2007-doris-lessing-1919/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Gro%C3%9Fbritannien.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1236" title="Großbritannien" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Gro%C3%9Fbritannien.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Die gebürtige Perserin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doris_Lessing" target="_blank"><strong>Doris Lessing</strong></a> zählt neben Virginia Woolf zur größten englischsprachigen Autorin des 20. Jahrhunderts, was vor allem an ihrem einzigartigen und nie erreichten Schreibstil liegt, der die verschiedensten menschlichen Aspekte in einem ganz neuen Licht darzustellen weiß. Als Doris May Taylor wurde Lessing am 22.Oktober 1919 in Kermanschah, welches im heutigen Iran anzusiedeln ist, geboren. Die Tochter eines britischen Offiziers und einer Krankenschwester zog gemeinsam mit ihren Eltern 6 Jahre nach der Geburt in eine andere britische Kolonie, Südrhodesien, heute bekannt als Simbabwe. Dort besuchte sie zuerst eine Klosterschule und später die High School in der Landeshauptstadt Harare. <span id="more-1150"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Doris-Lessing.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1237" title="Doris Lessing" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Doris-Lessing.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Nebenbei arbeitete sie hart auf dem Familiengut, das anders als von der Mutter geplant aber keinen großen Reichtum mit sich trug. Nach dem Schulabbruch im Alter von 14 Jahren genoss Lessing keine weitere Bildung. Mit bereits 20 wurde sie das erste Mal verheiratet und weitere sechs Jahre darauf mit dem deutschen Diplomaten Gottfried Lessing das zweite Mal. Trotz relativ kurzer Ehe behielt sie den deutschen Nachnamen, unter dem sie heute bekannt ist. Ihre Werke, die sie nach und nach veröffentlichen konnte, spiegeln zumeist die selbstgemachten Erfahrungen innerhalb des kolonialen Afrikas wieder. Ihre erste literarische Phase spezialisierte sich mehr auf die kommunistische Sicht von Lessing, wobei die zweite eher auf psychologische Aspekte achtete. Noch im Scheidungsjahr 1949 veröffentlichte Doris Lessing mit dem Roman „The grass is singing“ (Afrikanische Tragödie) ihr erstes großes Werk. In diesem bezog sich die Autorin auf die große Problematik der Rassenfrage und integrierte erstmals eine weibliche Sicht in den Themenbereich.</p>
<p>Auch der zweite große Roman, der wohl als ihr größter anzusehen ist, landete einen riesigen Erfolg. In <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Prix-Mdicis/Das-goldene-Notizbuch/Lessing-Doris/products_products/detail/prod_id/02292501/lfa/quicksearch-product-7/">„Das goldene Notizbuch“</a></strong> aus dem Jahr 1962 beschrieb sie die Erlebnisse von zwei intellektuellen und emanzipierten Frauen, die sich politisch engagieren. Das Werk charakterisiert sich aus eigenen Erfahrungen, den politischen Zusammenhängen und der Kreativität der Autorin. Lessing verwendete wie in eigentlich allen ihren Werken autobiografische Aspekte und erhielt dafür großen Zuspruch innerhalb der Literaturkreise, die den Roman als großen Klassiker des Feminismus feierten. In der letzten, von ihr selbst als größte Phase beschriebenen Wirkungszeit scheint die islamische Mystik das zentrale Thema. So gilt für sie selbst die Reihe „Canopus in Argos“, welche innerhalb der Jahre 1979-83 verfasst wurde, als größte literarische Leistung. 2007 überreichte man der mittlerweile 88-Jährigen für ihre gefühlvolle Darstellung in Verbindung mit visionärer Kraft den Nobelpreis für Literatur.</p>
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		<title>2006: Orhan Pamuk (*1952)</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 14:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Epik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk präsentiert momentan einen der facettenreichsten Autoren im Bereich der Betrachtung der eigenen Heimat und schafft es auf eine besondere Erzählweise die Geschehnisse innerhalb des Orients in ihrer ganzen Komplexität darzustellen. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2006-orhan-pamuk-1952/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/T%C3%BCrkei.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1241" title="Türkei" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/T%C3%BCrkei.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Der türkische Schriftsteller <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orhan_Pamuk" target="_blank"><strong>Orhan Pamuk</strong></a> präsentiert momentan einen der facettenreichsten Autoren im Bereich der Betrachtung der eigenen Heimat und schafft es auf eine besondere Erzählweise die Geschehnisse innerhalb des Orients in ihrer ganzen Komplexität darzustellen. In einem fünfstöckigen Wohnhaus wuchs der am 7.Juni 1952 im Istanbuler Stadtteil Şişli geborene Pamuk als Mitglied einer Großfamilie auf. Schon im Alter von 7 Jahren begann er sich der Kunst zuzuwenden, auch wenn sich diese zunächst in einer anderen Gattung als der späteren wiederspiegelte. <span id="more-1145"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Orhan-Pamuk.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1240" title="Orhan Pamuk" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Orhan-Pamuk.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Pamuks Großvater war als Eisenbahningenieur zu einem gewissen Wohlstand gekommen und so zogen auch nachfolgende Familienmitglieder in diesen Bereich. Pamuk aber widersprach diesem und begann mit der Malerei. Nach der Grundschule und dem Robert College schrieb er sich wie schon der Vater an der Technischen Universität von Istanbul ein, wobei er aber weit weg von der Tradition das Studienfach Architektur wählte. Seinen Abschluss konnte er nach einem Fachwechsel 1977 im Fachbereich Journalismus absolvieren. Mitten im Studium entschloss er sich aufgrund der politischen Lage, in der er nur durch die Schriftstellerei einen Weg sah, seine Intention zu verwirklichen, sich vollends dem Schreiben zu widmen. Nach langen Jahren, in denen Pamuk nicht wirklich einen eigenen Lebensunterhalt verdiente und bei der Mutter oder in der familiären Sommerresidenz hauste, konnte er mit „Cevdet Bey ve Ogullari“ 1982 sein erstes Werk herausbringen. Die späteren Jahre verbrachte er mit einer kleinen Ausnahme von 1985-88, wo er sich in den USA aufhielt, ausschließlich in der Heimatstadt Istanbul.</p>
<p>Nach einigen Lesereisen und Vor-Ort-Recherchen, für die Pamuk noch kurze Ausflüge aus Istanbul heraus wagte, veröffentlichte er besonders in den 90ern und im Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende seine größten Werke, in denen er zumeist die Situation in der Türkei beschreibt. Der stetige Wandel und das hin und her zwischen Orient und Okzident versucht Orhan Pamuk in den einzelnen Romanen in einem besonderen Licht darzustellen. So entstanden 1994 „Das neue Leben“ und 2002 <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Prix-Mdicis/Schnee/Pamuk-Orhan/products_products/detail/prod_id/25576217/lfa/quicksearch-product-5/">„Schnee“</a></strong>. Neben der selbstgemachten Erfahrung, sind Pamuks Werke vor allem von politischer Motivation gespickt. Ein Aspekt, wegen dem Pamuk gerade von konservativen Türken reichlich mit kritischem Auge betrachtet wird. Unter anderem setzt sich der türkische Erfolgsautor für den EU-Beitritt seines Landes ein, wobei anzumerken ist, dass die Darstellung innerhalb seiner Werke dem deutlich kontrovers gegenübersteht. Nichtsdestotrotz erfreut sich Pamuk nach wie vor einer großen Anhängerschaft und konnte speziell nach dem Millennium eine Reihe von literarischen Auszeichnungen wie 2005 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels oder 2006 den Literaturnobelpreis gewinnen.</p>
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		<title>2005: Sir Harold Pinter (1930 – 2008)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 08:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Brite Harold Pinter war nicht nur ein großartiger Theaterautor, der mit seiner einzigartigen Absurdität den Zuschauer in scheinbar unergründbare Existenzbestandteile zu integrieren wusste, sondern auch erfolgreicher Regisseur, Schauspieler und Literaturnobelpreisträger. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2005-sir-harold-pinter-1930-2008/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Gro%C3%9Fbritannien1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1247" title="Großbritannien" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Gro%C3%9Fbritannien1.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Der Brite <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harold_Pinter" target="_blank"><strong>Sir Harold Pinter</strong></a> war nicht nur ein großartiger Theaterautor, der mit seiner einzigartigen Absurdität den Zuschauer in scheinbar unergründbare Existenzbestandteile zu integrieren wusste, sondern auch erfolgreicher Regisseur, Schauspieler und Literaturnobelpreisträger. Im proletarisch geprägten Londoner Stadtteil Eastend wurde Pinter am 10.Oktober 1930 als Sohn eines Schneiders geboren. Der von portugiesischen Vorfahren abstammende spätere Erfolgsautor erlebte eine relativ ungewöhnliche Kindheit. <span id="more-1141"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Harold-Pinter.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1248" title="Harold Pinter" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Harold-Pinter.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>1948 entzog er sich der Einberufung ins Militär und wurde in der Folge für seine Verweigerung inhaftiert. Wieder in Freiheit bekam er ein finanziertes Stipendium für das Studium an der Royal University of Dramatic Art, was er jedoch nach kurzer Zeit wieder abbrach. Stattdessen zog er mit einer Wandergruppe, die innerhalb Irlands Stücke von Shakespeare auf die Bühne brachte umher. Neben der Tätigkeit als Schauspieler in Theaterstücken verfasste er bereits einige kleinere Werke. Nach zwei kleineren Stücken, die erfolglos blieben, gelang Harold Pinter mit „Der Hausmeister“ der wirkliche Durchbruch. 1960 uraufgeführt, sollte dies die Grundlage für die über 30 Jahre anhaltende Erfolgsgeschichte bilden. Pinter stieg zu einem der international begehrtesten Dramaturgen auf und konnte in der Folge eine Vielzahl an erfolgreichen Stücken auf die Theaterbühnen Europas bringen. Doch nicht nur seine Theaterstücke wurden in den 70ern, 80ern und 90ern gespielt, auch als Drehbuchautor für Regisseure wie Kazan und Altman machte sich Harold Pinter einen großen Namen.</p>
<p>Neben den Drehbüchern für zahlreiche Filme wie „Die Geliebte des französischen Leutnants“ 1981 wurden im Laufe der Jahre auch einige vorher als <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Drehbuch/Die-Geburtstagsfeier-Der-Hausmeister-Die-Heimkehr-Betrogen/Pinter-Harold/products_products/detail/prod_id/13211388/lfa/quicksearch-product-3/">Theaterstücke</a></strong> veröffentlichten Werke verfilmt. So fanden 1968 „The Birthday Party“ und fünf Jahre später „The Homecoming“ den Weg auf die Kinorollen. Gelegentlich wirkte Pinter in den Werken auch selbst als Schauspieler mit. Neben den künstlerischen Erfolgen sorgte Pinter vor allem durch einzelne politische Statements sowie seiner in den Werken der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Frauengeschichten für Aufsehen. Nach über zwanzig Jahren Ehe verließ er seine Frau und die Mehrheit schien innerhalb des Werkes „Betrug“ eine Dokumentation darüber zu finden, wobei dieses auf eine bereits früher gemachte Affäre Bezug nimmt. Politisch verteidigte er den serbischen Diktator Milosevic und bekam dafür große Kritik. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen konnte er bei der Nobelpreisvergabe 2005 nur per Videobotschaft zu den Gästen sprechen und prangerte in dieser die Politik von Bush und Blair in Bezug auf den Irakkrieg an. Seine letzte Vorstellung als Schauspieler, welche sofort ausverkauft war, gab er 2006. Am Heiligabend des vergangenen Jahres erlag Harold Pinter den Folgen von Kehlkopfkrebs.</p>
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		<title>2004: Elfriede Jelinek (*1946)</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 08:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Österreicherin Elfriede Jelinek schafft es aufgrund ihres künstlerischen Schaffens, welches von Dramen und Romanen, bis hin zu Theaterstücken und Hörspielen reicht, dass ein großes Publikum ihrer besonderen Sicht der sozialen Missstände Begeisterung schenkt.
 <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2004-elfriede-jelinek-1946/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/%C3%96sterreich.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1251" title="Österreich" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/%C3%96sterreich.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a>Die Österreicherin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elfriede_Jelinek" target="_blank"><strong>Elfriede Jelinek</strong></a> schafft es aufgrund ihres künstlerischen Schaffens, welches von Dramen und Romanen, bis hin zu Theaterstücken und Hörspielen reicht, dass ein großes Publikum ihrer besonderen Sicht der sozialen Missstände Begeisterung schenkt. Als Tochter eines jüdischen Chemikers, der nur aufgrund seiner Wichtigkeit dem Konzentrationslager entging und einer Mutter, die großbürgerlichen Wurzeln entsprang, wurde Jelinek am 20. Oktober 1946 in Mürzzuschlag in der Steiermark geboren. In ihrer Kindheit genoss sie hauptsächlich den Kontakt zur Mutter, da der Vater zunehmend in psychische Probleme verfiel. <span id="more-1136"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Elfriede-Jelinek.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1252" title="Elfriede Jelinek" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/Elfriede-Jelinek.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Nach einem katholischen Kindergarten besuchte sie eine Klosterschule, deren Besuch ihr aber von den Nonnen selbst als hinderlich bestätigt wurde. Jelineks Mutter plante von Beginn an eine äußerst musikalisch geprägte Zukunft ihrer Tochter. So besuchte sie bereits ab dem 14.Lebensjahr das Wiener Konservatorium, wo sie zunächst Klavier, Blockflöte und Orgel, später sogar noch Komposition studierte. Nebenbei kam sie einer gewöhnlichen Schulausbildung nach und besuchte ein Realgymnasium der Stadt. Ab 1964 studierte sie dann Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte, was sie jedoch nach kurzer Zeit aufgrund von Depressionen wieder abbrach. Isoliert von der Außenwelt lebte sie im folgenden Jahr fast ausschließlich zu Hause und widmete sich mehr und mehr der Schriftstellerei. Aus dieser Zeit stammt mit dem Gedichtband „Lisas Schatten“ auch die erste große Veröffentlichung. Nach dem Tod ihres Vaters 1969 kam es zu einer Wendung in Jelineks Leben.</p>
<p>Sie erholte sich zunehmend und wurde zudem auch politisch aktiv. Ihr Beitritt zur Studentenbewegung sollte erst der Anfang sein. Drei Jahre nach dem Abschluss des Orgelstudiums aus dem Jahr 1971, trat Jelinek in die kommunistische Partei Österreichs ein, aus der sie Anfang der 90er wieder austrat. Noch im gleichen Jahr veröffentlichte sie ihr erstes großes Hörspiel „Wenn die Sonne sinkt, ist für manche schon Büroschluss“, was innerhalb der Heimat als Hörspiel des Jahres ausgezeichnet wurde. Ein Jahr später ging der Erfolg weiter und so gilt der Roman „Die Liebhaberin“ als der endgültige Durchbruch. Es folgten weitere vielumjubelte Werke, ob als Hörspiel oder Roman. Neben positiver Rezension erntete Jelinek aber auch reichlich Kritik, vor allem für das „Burgtheater“ 1985. Auch durch ihr wohl größtes Werk <strong><a href="http://www.buecher.de/shop/Oesterreich/Lust/Jelinek-Elfriede/products_products/detail/prod_id/04355115/lfa/quicksearch-product-1/">„Lust“</a></strong>, welches 1989 herausgebracht wurde, sorgte Elfriede Jelinek für großes Aufsehen. Nachdem ein weiteres Theaterstück Mitte der 90er erneut eine scharfe Kritik zur Folge hatte und Angriffe auf ihre Person Überhand nahmen, zog sich die Literaturnobelpreisträgerin des Jahres 2004 aus der Öffentlichkeit zurück, wagte aber in den vergangenen Jahren mehrmals das Comeback.</p>
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		<title>2003: John Maxwell Coetzee (*1940)</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 08:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Jendro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Epik]]></category>
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		<description><![CDATA[John Maxwell Coetzee ist ein südafrikanischer Schriftsteller, der für seine bedeutsame Darstellung der sozialen und politischen Missstände innerhalb seines Landes und den Menschen an sich als erster Autor neben dem Literaturnobelpreis auch zweimal den Booker Prize gewinnen konnte. <a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/2003-john-maxwell-coetzee-1940/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/S%C3%BCd-Afrika.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1255" title="Süd Afrika" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/S%C3%BCd-Afrika.jpg" alt="" width="150" height="100" /></a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Maxwell_Coetzee" target="_blank"><strong>John Maxwell Coetzee</strong></a> ist ein südafrikanischer Schriftsteller, der für seine bedeutsame Darstellung der sozialen und politischen Missstände innerhalb seines Landes und den Menschen an sich als erster Autor neben dem Literaturnobelpreis auch zweimal den Booker Prize gewinnen konnte. Als Sohn von einer Lehrerin und einem Rechtsanwalt wurde Coetzee am 9.Februar 1940 in Kapstadt geboren. Obwohl er einer burischen Familie entsprang, achteten die Eltern sehr darauf, dass er hauptsächlich mit der englischen Sprache in Kontakt kam, was nicht verhindern konnte, dass er mit der Zeit auch des Afrikaans mächtig wurde. <span id="more-1131"></span></p>
<p><a href="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/John-Maxwell-Coetzee.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1256" title="John Maxwell Coetzee" src="http://www.literatur-nobelpreis.de/wp-content/uploads/2009/10/John-Maxwell-Coetzee.jpg" alt="" width="200" height="280" /></a>Nach der Schule schrieb er sich an der Universität in Kapstadt ein, wo er ab 1957 neben English auch Mathematik studierte. Einem sehr erfolgreichen Abschluss folgte eine Anstellung bei IBM in England, wo er die ersten drei Jahre nach dem Studium als Programmierer arbeiten sollte. Später zog es ihn dann in die Vereinigten Staaten. Ende der 60er-Jahre promovierte Coetzee schließlich an der University of Texas über die von Samuel Beckett verfasste Prosa und legte so den Grundstein für den Erfolg, der sich in den kommenden Jahren ergeben sollte. Zurück in der Heimat lehrte er zunächst an der Universität, wo er selber einst mit dem Studium begann. Bereits mit seinem ersten großen Werk, der Erzählung „Dusklands“, welche Coetzee 1974 verfasste, gelang ihm der große Durchbruch. Die Geschichte ist eine Art Erzählung, in der deutlich Parallelen zwischen den im Vietnam stationierten amerikanischen Truppen und den niederländischen in Südafrika allegorisch gezogen werden.</p>
<p>Auch die nachfolgenden Veröffentlichungen konnten große Erfolge erzielen und sich einer immensen öffentlichen Betrachtung erfreuen. 1980 erhielt er für den Roman<strong> <a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Warten-auf-die-Barbaren/Coetzee-Jean-M-/products_products/detail/prod_id/10642407/lfa/quicksearch-product-6/">„Warten auf die Barbaren“</a></strong> den höchsten südafrikanischen Literaturpreis und nur drei Jahre später für ein weiteres Werk den ersten Booker Prize. Neben seiner Tätigkeit als begnadeter Schriftsteller lehrte Coetzee an zahlreichen namenhaften Universitäten. So führte er unter anderem Vorlesungen in Harvard und Stanford, der John Hopkins University und der State University in New York. Besonders in den 80ern galt Coetzee als einer der am meist beachteten Autoren und erhielt zahlreiche Auszeichnungen mit sehr hochdekorierten Literaturpreisen. Auch wenn man ihm heute innerhalb seiner Heimat kritisiert und fehlende Kontur bei der politischen Betrachtung anprangert, ist Coetzee international weiterhin äußerst gefragt. Seit 2002 lebt er in Australien, lehrt dort nach wie vor an der Universität und ist seit 2007 im Besitz der australischen Staatsbürgerschaft. Im Jahre 2003 erhielt John Maxwell Coetzee schließlich den von Experten längst geforderten Literaturnobelpreis.</p>
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